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05.10.2017 | 19731 Aufrufe | 27 Kommentare | 11 Bewertungen Ø 7.1
Warum Heynckes und Nagelsmann der falsche Weg sind
Der FC Bayern schafft sich ab
Wie sich der FC Bayern langsam wieder ins europäische Mittelmaß zurück bewegt.

Mehrere Tage wurde eigentlich nur darüber diskutiert, ob Thomas Tuchel charakterlich zum FC Bayern passt, als die Medien für die Schlagzeile des Jahres sorgten:

+++Hammer!!! FC Bayern holt Jupp Heynckes aus dem Ruhestand+++

Keine Verpflichtung könnte das Gefüge Bayern München momentan besser widerspiegeln, als diese Personalentscheidung.

Nach jahrelangem Fortschritt und Einigkeit, Geschlossenheit und Dominanz, der Verein, welcher seit 2013 die Bundesliga nach belieben beherrscht, verzeichnet bei weitem nicht nur noch Kratzer, sondern tiefe Risse.

Der Weg, der nach dem "Finale dahoam" eingeschlagen wurde, gerät in Vergessenheit und es droht wie nach dem Triumph in der Champions League 2001 der Absturz ins europäische Mittelmaß.

Der FC Bayern gespalten wie lange nicht mehr:

Eigentlich könnte man meinen, Jupp Heynckes wäre wie geschaffen, um das aktuelle Traineramt beim FC Bayern zu bekleiden.

So passt er doch als Personalie kaum besser, um zu beschreiben, wie sich der Bayern momentan in zwei Lager spaltet.

Auf Vorstandsebene Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, welche zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen für Bayerns Zukunftsausrichtung besitzen.

Rummenigge, verfechter der Internationalisierung durch Erschließung neuer Märkte contra Hoeneß, bedacht auf bayerische Identität und Bewahrer der Wurzeln des Vereins. Kontroverse Diskussionen gerne, wenn Sie konstruktiv sind und zum Wohle des Vereins. Man gewinnt jedoch langsam den Eindruck, beide Alphatiere wollen lediglich ihren Willen und ihre Idee durchsetzen.

Die Mannschaft ebenfalls in zwei Lager unterteilt nach der Ära Ancelotti. Vertreter des Mia san Mia und "alte Hasen" (Neuer, Müller, Boateng, Ribery, Robben) auf der einen Seite, gegen die Fraktion Spanien (Thiago, Martinez, James, Vidal), welche ein sehr gutes Verhältnis zum Trainer hatten.

Inwieweit die Berichterstattung der Medien stimmte sei dahingestellt, jedoch konnte man am Abschied Ancelottis klar erkennen, wem dies wohl eher zusagte und wem nicht.

Und nun zu guter letzt, die Fans. Die einen feiern Jupp Heynckes als beste Lösung und Heilsbringer, bis Julian Nagelsmann im Sommer übernehmen soll.

Auf der anderen Seite Unverständnis und mehr Fragen als Antworten.

Ein 72 jähriger Rentner, welcher den Verein nun wieder aufbauen soll, wenn einer der wohl besten Trainer frei auf dem Markt ist?

Ein 31 jähriger Trainer aus Hoffenheim, mit bisher ausschließlich 1,5 Jahren Trainererfahrung soll die beste Lösung im Sommer 2018 sein?

Wohin steuert der Verein, der den Anspruch hat, unter den besten 5 Mannschaften Europas zu sein?

Geld schießt keine Tore! - Oder doch?

Als Jupp Heynckes nach der Entlassung von Louis van Gaal als Cheftrainer ernannt wurde, fand er eine Mannschaft wieder, welche den unbedingten Willen hatte, den wertvollsten Titel als Vereinsfußballer wieder nach München zu holen, ausgestattet mit dem van-Gaal'schen Grundgerüst des Ballbesitzfußballs.

Jupp Heynckes verstand es zu jener Zeit perfekt, das statische Positionsspiel der Bayern zu lockern und mit mehr Vertikalität und Variabilität den Gegner zu bespielen.

Nach dem wohl unglücklichsten Finale aller Zeiten im Jahre 2012, merkte man im folgenden Jahr, dass zwischen jene Mannschaft und Trainer kein Blatt Papier mehr passte. Bemitleidung wie auch Häme über eine "Generation Titellos" um Spieler wie Lahm und Schweinsteiger, stachelten den Hunger nach Titeln umso mehr an.

Die Mannschaft war damals vor allem mit der Doppel-6 Schweinsteiger/Martinez und einem fitten Ribery und Robben der Wegbereiter für die Erfolge 2013.

Nun findet Heynckes eine andere Mannschaft vor und man muss sich fragen, ob er das Zeug hat, diese Aufgabe zu meistern.

Wortführer und Achsen der Mannschaft (Schweinsteiger, Alonso, Lahm) sind gegangen, ihre Nachfolger (Neuer, Müller, Boateng) verletzt und außer Form. Die einst mal so gefürchtete Flügelzange strahlt mehr durch Erinnerungen an frührere Tage und befindet sich in der Wohl in der letzten Saison. Mehr Selbstdarstellung als Teamgeist spiegelt die aktuelle Verfassung des FC Bayern wider.

Eine Mannschaft die alles das ist, nur nicht vergleichbar mit 2011.

Gerade jetzt, wenn man sich die Geschichte Bayerns nach dem Sieg der Champions League 2001 anschaut, muss doch klar werden, dass man für den Erhalt in der Spitze Europas kontinuierlich investieren muss.

Dabei ist nicht die Rede von Spielern wie Mbappe für irrsinnige 180 Millionen, jedoch kann die Antwort auf die Frage eines Angriffs auf die Champions League nicht Corentin Tolisso für 40 Millionen sein - Rekordtransfer der Bundesliga.

Statt in die Spitze mit Qualität zu investieren, wird versucht den hohen Ablösesummen mit Talenten und Spielern der zweiten Reihe aus dem Weg zu gehen.

Wenn ich mir ansehe, was in den letzten Jahren verpflichtet wurde und zu was der FC Bayern nicht bereit war (DeBruyne / Sané) hat man leider die Chance verpasst, nachhaltig auf diesen Positionen die vakant sind auszusorgen.

So muss man der Realität leider ins Auge sehen, dass Bayern auch nur das verpflichtet, was sie momentan selbst darstellen, wo sie sich aber selber durch Realitätsverschiebung nicht sehen wollen - Mittelmäßigkeit auf internationaler Ebene.

Und Heynckes?

Genauso wie die jetzige Verpflichtung von Heynckes, kam damals die absolute Sensation im Dezember 2012:

Pep Guardiola wird ab Sommer 2013 Trainer von Bayern München

Die Bosse sahen sich in der Position, den wohl begehrtesten Trainer der Welt zu verpflichten und zögerten keine Sekunde. Aber moment, was ist denn mit dem jetzigen Trainer?

Heynckes schien damals wenig begeistert um die Entscheidung, die ihm wohl mehr einfach vorgesetzt wurde, als sie mit ihm abzustimmen bzw. vorher anzukündigen.

Sprang er doch damals aus Freundschaft und Not ein, so sagt man ihm nun, dass er leider doch wieder gehen muss, da man nun doch etwas besseres gefunden habe.

Heynckes machte nie einen Hehl daraus, dass er doch eigentlich gerne mit der Mannschaft weitergearbeitet hätte.

Und die Geschichte hätte es nicht besser schreiben können, holte er das, wofür der beste Trainer der Welt kommen sollte - das Triple, welches nie wieder erreicht wurde.

Einen besseren Abgang und mehr Genugtuung kann es nicht geben, um in den wohlverdienten Ruhestand zu gleiten. Als unumstrittene Legende.

Meine erste Reaktion war, warum tut er sich das an? Seit 2013 vollkommen raus aus dem Fußballgeschäft, 72 Jahre alt, Legendenstatus, begibt sich nach seiner "Abervierung" zurück auf den anspruchsvollsten Trainerposten in Deutschland.

Auch wenn viele meinen, er kann sich seinen Status nicht mehr kaputt machen, so bleibt doch trotzdem der fade Beigeschamck, sollte er dieses Jahr die Ziele Bayerns verfehlen.

Fazit:

Der Verein befindet sich momentan in einer absoluten Findungs- und Umbruchsphase. Blickt man zurück auf die Ära Guardiola/Sammer, als die Bundesliga fest in bayrischer Hand war, sieht man was dieser Verein und diese Spieler brauchen.

Klare taktische Vorgaben und Impulse von Außen, die die Wurzeln des Vereins bewahren, jedoch neue Ideen und Anregungen einbringen.

Es wurde gemutmaßt, die Bayern spielen nach den "taktischen Fesseln" von Guardiola frei auf, jedoch das Gegenteil passierte. Auf dem Platz gleicht das taktische Auftreten mehr einem Hühnerhaufen, der versucht sich duch individuelle Klasse selbst zu organisieren und über Wasser zu halten.

Man hatte die Gelegenheit dahin zurückzukehren, wo es 2016 aufhörte. Ein akribischer Arbeiter, welcher auch die Taktik inmitten eines Spiels umwerfen kann, um die Mannschaft bestmöglich auf den jeweiligen Gegner einzustellen.

Ein Trainer, der mit vollem Einsatz zu Werke geht und auch mal das ein oder andere Unangenehme zur Sprache bringt und nicht blind den Bayernbossen hörig ist.

Stattdessen geht man den Weg mit einem Trainer, welche perspektivisch nichts anderes macht, als die Spieler bei Laune zu halten, bis im Sommer 2018 einem 31 jährigen die Aufgabe erteilt wird, den größten Umbruch der letzten 10 Jahre beim größten deutschen Verein zu bewerkstelligen.

Aus meiner Sicht ein großer Fehler und der Weg zurück ins Mittelmaß.

2001 - sei gegrüßt...

Was denkt ihr zu diesem Thema, eine gute Entscheidung oder doch der falsche Weg? Ich würde mich sehr über negatives wie positives Feedback freuen und hoffe, dass euch das Lesen gefallen hat.

Ich freue mich sehr auf eure Kommentare!

KOMMENTARE
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Extraklasse
06.10.2017 | 20:43 Uhr
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06.10.2017 | 20:43 Uhr
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"Aus meiner Sicht kann man keine Weltklasse darstellen, wenn man über Monate hinweg nicht abliefert. Das ist irgendwie Glorifizierung des eigenen Kaders. Alaba, Boateng, James, Vidal haben seit Jahren kaum weltklasse Leistungen gebracht, warum also daran festhalten, dass sie zu den besten der Welt gehören (Es ist 2017, die WM liegt mehr als 3 Jahre zurück)."

3 Jahre? Boateng war 1!!! Jahr verletzt, du willst mir ernsthaft erzählen das Boateng davor nicht einer der Besten, wenn nicht sogar der Beste IV der Welt war?? Für die Verletzungen kann er wenig.

Vidal hat auch erst 2016 die Coppa geholt wo er einer der Besten war und spielt seid Jahren weltklasse. Was soll ein Videl schon machen wenns nicht läuft, er ist kein kreativ Spieler, hat andere expertisen. Nur weil die Spieler mal ein paar Monaten unter ihren Möglichkeiten spielen. Würde jemand behaupten Benzema ist nicht weltklasse? Bringt auch seid locker 2 Jahren NICHTS mehr wenn man sich die Statistiken anguckt, genauso wie Bale seid 2 Jahren...Nur um mal Prominente Beispiele woanders zu nennen. Selbst ein Lewandowski der jedes Jahr alles kurz und klein schiesst, wird hier in Deutschland schon schwächer gesehen als Aubameyang. Ist doch lächerlich. 5 Aubameyangs wären kein Lewandowski...

Mit Alaba hast du vollkommen Recht. Der spielt wirklich nur noch Durchschnitt. Die Frage ist warum ist das so?

Auf der anderen Seite hat man Spieler wie Süle und Kimmich, Coman die zu fast zu 100% Warscheinlichkeit weltklasse werden. Kimmich würde ich sogar behaupten das er es schon ist...
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Hechti
06.10.2017 | 20:45 Uhr
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Hechti : 
06.10.2017 | 20:45 Uhr
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Hechti : 
Die jetzige Lösung ist optimal. Wenn überhaupt hätte man sich schon nach der letzten Saison von Ancelotti trennen müssen. Jetzt einen Nachfolger zu präsentieren, wenn die Mannschaft sich nicht einig ist, wäre fatal und eine zu große Hypothek für den nächsten Trainer gewesen. Heynckes ist eine Respektsperson, spricht Spanisch, hat dafür gesorgt dass Martinez zu Bayern wechselt, hat Vidal zwei Jahre lang in Leverkusen trainiert. Niemand verlangt, dass er die Bayern zum Triple führt, aber seine Hauptaufgabe wird sein, die Ordnung in der Mannschaft wieder herzustellen. Im übrigen fing die Gruppenbildung bereits unter Guardiola und nach dem Weggang von Schweinsteiger an. Weder Alonso noch Lahm haben hier herausragende Arbeit geleistet. Heimlicher Kapitän bei Bayern war immer Schweinsteiger, während Lahm hauptsächlich für die Außendarstellung zuständig war.

Widersprechen möchte ich auch im Punkt Internationalisierung. Hoeneß war schon vor seiner Steueraffäre fleißig dabei diese voranzutreiben. Aber und hier stimme ich zu, ohne die Identität des Vereins zu veräußern. Wenn du eine Marke sein willst, dann musst du Markenwiedererkennung und Alleinstellungsmerkmale haben. Obwohl es mehr und mehr deutsche Spieler auf Weltklasseniveau und internationaler Klasse gibt als jemals zuvor, hatte die Zahl deutscher Spieler unter Rummenigge immer weiter abgenommen. Hoeneß ist noch nicht ein Jahr Präsident und hat gerade mal eine Sommer Transferperiode eingewirkt. Hoeneß hat dafür gesorgt, dass Guardiola und Sammer zu Bayern wechselten, nicht Rummenigge. Rummenigge ist aber für Ancelotti verantwortlich gewesen. Und seit dieser das Traineramt inne hatte, verstärkte sich der unter Guardiola begonnen schleichende Abstieg. Schon in der letzten Saison war eindeutig das zersetzen der Spielkultur auf den Platz zu erkennen. Und von Guardiola und dem Stichwort Verteidigung will ich gar nicht erst anfangen.

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DerDugen
06.10.2017 | 20:47 Uhr
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DerDugen : 
06.10.2017 | 20:47 Uhr
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DerDugen : 
bin kein bayernfan, aber ich denke nicht, dass der Unterschied zur europäischen Spitze so riesig ist. Klar haben die großen Klubs mit Geld umsich geworfen, aber im direkten Duell - und darauf läufts ja heraus - ist der Unterschied nicht frappierend. Man kann auch mal Real M oder Barca schlagen. Warum nicht?
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Loola
06.10.2017 | 20:50 Uhr
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Loola : 
06.10.2017 | 20:50 Uhr
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Loola : 
Also die 3 Jahre auf Boateng bezogen sind natürlich quatsch. Genauso Blödsinn ist allerdings die Behauptung, dass "Coman und Süle zu fast 100%" neue Weltklasse darstellen. Wie kommst du darauf? Es gibt doch für beide Positionen massig Spieler, denen man mindestens das gleiche Talentniveau nachsagt. Vor allem bei Coman.
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carlitos1686
06.10.2017 | 22:11 Uhr
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06.10.2017 | 22:11 Uhr
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Ich schwanke noch ein wenig bei der Überlegung, welche Idee mehr Sinn macht. Jetzt Heynckes zu holen, um dem auf längere Sicht neuen Trainer eine extrem schwierige Situation zu ersparen. Ein Tuchel z.B. hätte jetzt mit dem Kader klarkommen müssen, der schon da ist, ohne ausmisten und frisches Blut dazu holen zu können. Sowas kann ganz schnell nach hinten losgehen und man hätte trotz anderer Planung im Sommer direkt den nächsten Trainer holen können.
Mit genug Vertrauen von Seiten der Vereinsführung hätte allerdings auch ein Tuchel (oder eben ein anderer Kandidat)jetzt schon übernehmen können. Man hätte in dieser Saison die ersten Maßnahmen einleiten und dann im Sommer konsequent den Umbruch durchziehen können. Nach diesem Ansatz wäre die Zeit bis zum Saisonende, in der nun Heynckes das Zepter schwingen darf, verlorene Zeit, die einem anderen Trainer dazu hätte dienen können, sich einzuleben und sich ein Bild von den Gegebenheiten zu machen.
Was man nun für den sinnvolleren Weg hält, hängt wohl von der Erwartungshaltung bzw. dem Vertrauen ab, das man in den jetzigen Kader hat.
Ist man der festen Überzeugung, Spieler wie Vidal, Boateng, Alaba oder Müller stehen weiterhin für Weltklasse und die Mannschaft ist sofern sie sich wieder zusammenrauft weiterhin in der Lage, höchsten Ansprüchen zu genügen, dann ist es vielleicht wirklich besser, erstmal einen Heynckes als Streitschlichter zu installieren, der seinem Nachfolger am Ende der Saison ein eingeschworenes Team und keine Ansammlung von Egoisten hinterlässt.
Ist man dagegen eher der Ansicht, der Kader ist bereits so weit herunter gewirtschaftet, dass mit ihm kaum noch etwas zu gewinnen ist, dann kann der Umbruch gar nicht zu früh beginnen. Schließlich hätte in diesem Szenario auch ein Trainer vom Schlage eines Tuchel die Möglichkeit, streitbare Entscheidungen zu treffen, die unter Umständen nicht sofort Früchte tragen, ohne damit vermeintlich etwas zu verspielen, da es ja diese Saison eh nicht viel zu gewinnen gibt.
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midengler
06.10.2017 | 22:14 Uhr
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midengler : 
06.10.2017 | 22:14 Uhr
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midengler : 
Ich halte einen Großteil der Diskussion für totalen Quatsch. Und zwar aus mehreren Gründen:

1. Haben die Bayern, wenn die Spieler fit sind und wollen, einen der besten Kader in Europa. Hinten den besten Torhüter der Welt, vorne einen der drei besten Stürmer der Welt. Dazu zwei der besten Innenverteidiger. Mit Kimmich einen der 10 besten jungen Spieler der Welt, der aber schon sehr abgeklärt wirkt und (wenn man ihn spielen lässt, was unter dem GROOOSSEn Anchelotti nicht immer der Fall war) der jedes Jahr stärker wird. Einen Müller, der wenn er sein Leistungsvermögen wieder erhält, von 98% der Topvereine in Europa mit Kusshand genommen werden würde. So, schon mal sechs. Dann Martinez, Rudy, sowie ein Robben, der, wenn die Mannschaft will, noch jedem Jungen davonläuft. Die zwei restlichen Positionen kriegt man auch noch besetzt.
2. Das jetzt bei Heynckes von Steinzeitfussball gesprochen wird??? Der hat sich vor vier Jahren vor allen anderen Clubs an die Spitze gesetzt, in denen Allegri, Conte, Mourinho, Anchelotti und Klopp das Sagen und das taktische Konzept vorgaben. Ein Jahr vorher hat er mit der Mannschaft gegen Teams gewonnen, deren Trainer Guardiola, Allegri, Mourinho, Deschamps, Ranieri hießen.
Also ich seh nicht, dass die Trainer ihr Konzept, spielen zu lassen, um 180 Grad in den letzten 4-5 Jahren gedreht haben.

Warum wurde denn in den letzten 1-2 Jahren nicht von diesen Trainern gesagt, dass sie imemr noch Steinzeitfussball spielen lassen ??!!

Und ich finds auch nicht geil, wenn ein seriös wirtschaftender Club hier mit dem Geld nur so um sich schmeissen MUSS, nur damit der Club um 10% bessere Chancen hat, ins Endspiel zu kommen. So what! Mir ist ein FCB mit Hoeness und KHR an der Spitze 10x lieber als wenn ein Scheich oder Russen-Milliardär bestimmt, wer geholt und wer gefeuert wird.
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Wutzlhofer
06.10.2017 | 22:57 Uhr
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Wutzlhofer : 
06.10.2017 | 22:57 Uhr
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Wutzlhofer : 
Ja, na ja. Momentan ist es ja wieder en vogue, auf Bayern draufzuhauen. Da fühlen sich viele bemüßigt was zu sagen. Freue mich auch schon wieder richtig auf den Experten Hamann am Wochenende.
Nach Jahren, in denen es bei Bayern recht gut lief, muss das für manchen echt toll sein.
Wer ist denn jetzt dieser super super Trainer, den man nicht geholt hat?
Bei Nagelsmann zumindest stimme ich zu. Diesen Hype verstehe ich eigentlich nicht so recht. Der ist so jung und hat noch nichts erreicht. Da habe ich nicht wirklich ein gutes Gefühl, sollte das die "Lösung" für 2018 sein...
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DavidG81
06.10.2017 | 23:05 Uhr
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DavidG81 : 
06.10.2017 | 23:05 Uhr
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DavidG81 : 
Ich sehe es auch eher kritisch was bei uns gerade passiert. Jupp hatte seine gute Zeit, ist aber 4,5 Jahre raus. Natürlich hat er mit Gerland und Herrmann 2 Leute die im Saft sind, aber ob das langt bleibt abzuwarten. TT der ein Konzept hat und ähnlich wie Pep sehr akribisch in allen Bereichen arbeitet hätte mir besser gefallen. Was Transfers angeht bin ich auf deiner Seite, man kauft nicht erst seit gestern nur "gute" Spieler und keine die uns sofort helfen und den Kader in der Spitze verstärken. Tolisso wie du schon erwähnst, ist für mich bis nun ein Rückschritt. James, ein 10er, wo wir Müller und Thiago haben, wobei ich Thiago lieber auf der 6/8 sehen würde, obwohl wir auf den Flügeln Verstärkung brauchen. Rudy, guter Kaderspieler, aber auch kein Upgrade zu Vidal/Thiago. Süle, eig. auch nicht gesetzt wenn Boa/Hummels fit sind. Sanches, riesen Talent, wird vergrault ohne wirklich gespielt zu haben, hat mir in seinen Einsätzen auch besser gefallen als Tolisso, der fast immer spielt. Costa, damals unbekannt, jetzt auch schon wieder weg, hatte damals aber auch nicht die Klasse Robbery zu ersetzen. Spieler die in den letzten 4 Jahren gekommen sind und sofort eine Verstärkung waren für mich "nur" Lewy(14/15),Vidal(15/16),Hummels(16/17),James(17/18), wobei er das erst noch bestätigen muss. Alonso hat Kroos ersetzt und wird deshalb von mir nicht aufgezählt. Insgesamt haben diese 4 gerade mal 70 Mio gekostet, bei dem Preisen die zZ gezahlt werden ein Klaks, sieht man dazu die Ausgaben von 150 Mio in den 4 Jahren hinkt man auch den großen Vereinen hinterher, die das fast jedes Jahr aus dem Fenster schmeißen. Das erwarte ich nicht, aber Spieler wie Robbery müssen ersetzt werden, spätenstens im nächsten Sommer und da kann die Lösung nicht Coman und Gnarby heißen, wobei Coman auf einem guten Weg ist. Auch einen Alonso mit seiner Erfahrung und Auge kann man nicht mit Rudy/Tolisso ersetzen, bzw "Thiago oder nix", sonst haben wir dafür keinen Ersatz im Kader
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fekko
06.10.2017 | 23:12 Uhr
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fekko : Gefällt mir!
06.10.2017 | 23:12 Uhr
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fekko : Gefällt mir!
Sprachlich wäre noch bisschen feintuning cool, inhaltlich sehr gut.

Ich freu mich allerdings sackrisch, dass es mit der Dominanz wohl rum ist. Es war gähnend langweilig.

Und so sehr ich mich aufgeregt habe, dass u.h. Überhaupt wieder gewählt wurde, so dankbar bin ich jetzt für seine lächerlichen Entscheidungen.

Glaub international ist die buli erstmal wieder raus, aber das ist vielleicht auch mal gut, diese ganze blase sollte m.e. Mal platzen....
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riesery
07.10.2017 | 01:26 Uhr
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riesery : 
07.10.2017 | 01:26 Uhr
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riesery : 
Der Blog ist solide geschrieben - wenn auch etwas zu negativ. Heynckes wurde schon damals unterschätzt als Trainer. Abwarten. Fußball ist Tagesgeschäft.Außerdem gilt es als völlig offen ob es Nagelsmann wird oder nicht. Nagelsmann ist das Trainertalent überhaupt. Mittelmaß sieht anders aus und Alter ist nur eine Zahl.

Generell gilt:

Einfach schön zu sehen wie jetzt nach und nach Dinge eintreffen, dessen Entwicklungen man schon vor Jahren prophezeiht hat und man damals noch als einen Hater bezeichnet wurde und keiner die Wahrheit erkennen wollte, weil sie blind der Vereinsführung gefolgt sind. Fast alle wie Lemminge mit wewigen Ausnahmen.

Da spürt man schon eine gewisse Genugtuung. Mit einer durchdachten kontinuierlichen Transferpolitik die auf Zukunft ausgericht ist und den Entwicklungen auf dem Transfermarkt, hätte der FCB NIE NIE mehr die Dominanz im deutschen Fußball verlieren dürfen mit der finanziellen Überlegenheit. Und ist trotzdem passiert. Überragend für die Liga an sich und allerhand Grund bei den handelnden Personen sich zu hinterfragen wie das passieren konnte.

Und solange Hoeness und Rummenigge beim FCB in der Verantwortung stehen, wird der FCB nie mit dem Wirkungsgrad arbeiten wie er eigentlich dazu in der Lage sein müsste bei den finanziellen Möglichkeiten, wenn man sie klug einsetzt

Aber die Saison wird wieder so ein Hallo -Wach-Ruf sein der den Verein an der Ehre kitzeln wird.Im Sommer werden alle Bekundungen was Ablösesummen angeht über Bord geworfen und groß eingekauft , um die Versäumnisse der letzten Jahre wieder mal kaschieren. Dann kommt wieder der Erfolg zurück, weil Geld ja Tore schießt - und wer das im Jahre 2017 immer noch begriffen hat und an 11 Freunde glaubt lebt unter einem Stein - aber dann in den nächsten 2-3 Jahren wird sich wieder auf den Lorbeeren ausgeruht werden und das Spiel geht von Neuen los. Reagieren statt proaktiv agieren und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.Das ist die größte Schwachstelle dieser Bayernführung
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