04.08.2010 um 21:43 Uhr
Das erste Spiel Teil 3
In der Bambini Saison hatte sein Tim noch für einen der Gegner gespielt und war auch zweimal "Opfer" der Truppe geworden. Das Hinspiel war eine, von damals zwei, zweistelligen Niederlagen gewesen.
Das Rückspiel glich dann eher einer Auseinandersetzung zwischen der gegnerischen Truppe und Tim im Tor, wobei es zur Halbzeit noch 1:1 gestanden hatte und es dem körperlich gut ausgestatteten Trainer der Gegner, nicht Stefan, die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hatte. Anfang März, wie er sich zu erinnern glaubte!
In Halbzeit Zwei ließ er dann in Konsequenz nur noch seine erste Sieben aufs Feld, sodass es zum Ende hin noch zu einer 1:6 Niederlage für Timmies Truppe langte.
Nichtsdestotrotz war dies einer der besten Vorstellungen des Vorjahres gewesen und auch durch dieses Spiel begründet war Tim als Torwart den Elternteilen der angestammten Spieler schon beim ersten Training im Mai ein Begriff gewesen.
Er erinnerte sich an das "Hallo" und "Sieh´ mal einer an" als Tim dann das erste Mal im Feld trainierte und zeigte, dass er auch hier eine durchaus ernstzunehmende Ergänzung des Kaders werden könne.
"Trainer, wann komm´ ich rein" – "Der hat mich gehauen" – "Wieviel steht´s eigentlich?".
Die Trinkpause bei den Eltern direkt nach erfolgtem Pausenpfiff war definitiv vorbei!
Ein paar Worte des Lobes, ein paar Worte der Mahnung nicht zu leichtsinnig zu werden und schon lief die zweite Halbzeit als pünktlich zum Wiederanpfiff das Handy begann seine Erkennungsmelodie zu trällern.
Wer stört? – Wie kann man so ignorant sein, einem in einem derartigen Moment ein Telefonat aufzwingen zu wollen?
Stefan – ein Blick aufs Display hatte die Frage beantwortet. Ja war der denn noch verrückter als man selbst. "Störe nicht, mach´ Urlaub in Holland", fuhr es ihm durch den Kopf, aber nachdem seine Gedanken offensichtlich nicht die Landesgrenzen Richtung Westen passiert hatten und das Telefon nicht aufhörte zu klingeln erbarmte er sich des fernab Leidenden.
"Schmitz, ja bitte" – " Erzähl keine Opern, wie steht´s, muss doch schon Halbzeit sein, oder ? – Du sendest gar keine Zwischenstände per SMS!".
"Hallo", gingen ihm die Gedanken durch den Kopf "Zwischenstände eines U8-Freundschaftsspiels nach Holland per SMS und das bei einem Halbzeitstand vorn 7:1 ! nach zwanzig Minuten". Er verkniff sich die Bemerkung und als das Zwischenresultat die Nordseeküste akustisch erreicht hatte, merkte man deutlich wie sich auch im Nachbarlande die Herzinfarktgefahr schlagartig senkte, zumindest punktuell rund um Renesse.
Die zweite Halbzeit verlief weniger spektakulär als die Erste.
Hatten die Jungs vor dem Pausentee noch erfolgreich versucht erste Ansätze eines Miteinanders im Spiel zu zeigen, so verfielen sie nunmehr alle wieder ein wenig in den alten Bambinitrott.
"Bambinitrott", so hatten wir die weitverbreitete Spielweise der völligen Ignoranz gegenüber dem freistehenden Mitspieler getauft. Es war ein Überbleibsel der alten Saison gewesen, in der sie zum Teil auf Grund ihrer individuellen Stärke auch gar nicht dazu gezwungen waren Fußball als Mannschaftssport zu verstehen. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass manch einer in der letzten Saison vom Platz gegangen war und sich bis in den Nachmittag hinein das kleine Gehirn zermartert hatte, wer denn wohl in Gottes Namen die anderen Kinder gewesen sein mögen, die am jeweiligen Vormittage, wohl eher zufällig, das gleiche Trikot wie er selbst angehabt hatten.
Wie dem auch sein möge, eines war nach dem ersten Auftritt klar. Der erste Ansatz die Kinder weiter zu entwickeln würde sein, Ihnen Fußball als Mannschaftssport näher zu bringen und in Ihnen das Vertrauen in ihre Mitspieler zu stärken.
Das Endresultat von 11:4 spiegelte die geschilderte Tendenz deutlich wieder, war die zweite Halbzeit doch schon nur noch knapp, mit 4:3, gewonnen worden.
Was das Ergebnis wirklich würde wert sein musste man erst einmal abwarten, aber neben der Erkenntnis, das noch viel Arbeit auf uns warten würde, reifte an diesem Tage noch eine weitere.
Stefan hat eine Flatrate ! , ganz sicher, und hoffentlich auch für Auslandsgespräche.
PS: Die Truppe spielte als kompletter Jungjahrgang in einer gemischten Liga eine gute Saison. Wurde in der Hinserie hier und dort noch richtig Lehrgeld bezahlt ( 2S, 3U und 6N), so steigerte sich die Truppe Stück für Stück und konnte die Rückserie mit einer Bilanz von 6S und 5N bestreiten.
Soviel für die Statistiker unter uns.
Teil 1
Teil 2
Das Rückspiel glich dann eher einer Auseinandersetzung zwischen der gegnerischen Truppe und Tim im Tor, wobei es zur Halbzeit noch 1:1 gestanden hatte und es dem körperlich gut ausgestatteten Trainer der Gegner, nicht Stefan, die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hatte. Anfang März, wie er sich zu erinnern glaubte!
In Halbzeit Zwei ließ er dann in Konsequenz nur noch seine erste Sieben aufs Feld, sodass es zum Ende hin noch zu einer 1:6 Niederlage für Timmies Truppe langte.
Nichtsdestotrotz war dies einer der besten Vorstellungen des Vorjahres gewesen und auch durch dieses Spiel begründet war Tim als Torwart den Elternteilen der angestammten Spieler schon beim ersten Training im Mai ein Begriff gewesen.
Er erinnerte sich an das "Hallo" und "Sieh´ mal einer an" als Tim dann das erste Mal im Feld trainierte und zeigte, dass er auch hier eine durchaus ernstzunehmende Ergänzung des Kaders werden könne.
"Trainer, wann komm´ ich rein" – "Der hat mich gehauen" – "Wieviel steht´s eigentlich?".
Die Trinkpause bei den Eltern direkt nach erfolgtem Pausenpfiff war definitiv vorbei!
Ein paar Worte des Lobes, ein paar Worte der Mahnung nicht zu leichtsinnig zu werden und schon lief die zweite Halbzeit als pünktlich zum Wiederanpfiff das Handy begann seine Erkennungsmelodie zu trällern.
Wer stört? – Wie kann man so ignorant sein, einem in einem derartigen Moment ein Telefonat aufzwingen zu wollen?
Stefan – ein Blick aufs Display hatte die Frage beantwortet. Ja war der denn noch verrückter als man selbst. "Störe nicht, mach´ Urlaub in Holland", fuhr es ihm durch den Kopf, aber nachdem seine Gedanken offensichtlich nicht die Landesgrenzen Richtung Westen passiert hatten und das Telefon nicht aufhörte zu klingeln erbarmte er sich des fernab Leidenden.
"Schmitz, ja bitte" – " Erzähl keine Opern, wie steht´s, muss doch schon Halbzeit sein, oder ? – Du sendest gar keine Zwischenstände per SMS!".
"Hallo", gingen ihm die Gedanken durch den Kopf "Zwischenstände eines U8-Freundschaftsspiels nach Holland per SMS und das bei einem Halbzeitstand vorn 7:1 ! nach zwanzig Minuten". Er verkniff sich die Bemerkung und als das Zwischenresultat die Nordseeküste akustisch erreicht hatte, merkte man deutlich wie sich auch im Nachbarlande die Herzinfarktgefahr schlagartig senkte, zumindest punktuell rund um Renesse.
Die zweite Halbzeit verlief weniger spektakulär als die Erste.
Hatten die Jungs vor dem Pausentee noch erfolgreich versucht erste Ansätze eines Miteinanders im Spiel zu zeigen, so verfielen sie nunmehr alle wieder ein wenig in den alten Bambinitrott.
"Bambinitrott", so hatten wir die weitverbreitete Spielweise der völligen Ignoranz gegenüber dem freistehenden Mitspieler getauft. Es war ein Überbleibsel der alten Saison gewesen, in der sie zum Teil auf Grund ihrer individuellen Stärke auch gar nicht dazu gezwungen waren Fußball als Mannschaftssport zu verstehen. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass manch einer in der letzten Saison vom Platz gegangen war und sich bis in den Nachmittag hinein das kleine Gehirn zermartert hatte, wer denn wohl in Gottes Namen die anderen Kinder gewesen sein mögen, die am jeweiligen Vormittage, wohl eher zufällig, das gleiche Trikot wie er selbst angehabt hatten.
Wie dem auch sein möge, eines war nach dem ersten Auftritt klar. Der erste Ansatz die Kinder weiter zu entwickeln würde sein, Ihnen Fußball als Mannschaftssport näher zu bringen und in Ihnen das Vertrauen in ihre Mitspieler zu stärken.
Das Endresultat von 11:4 spiegelte die geschilderte Tendenz deutlich wieder, war die zweite Halbzeit doch schon nur noch knapp, mit 4:3, gewonnen worden.
Was das Ergebnis wirklich würde wert sein musste man erst einmal abwarten, aber neben der Erkenntnis, das noch viel Arbeit auf uns warten würde, reifte an diesem Tage noch eine weitere.
Stefan hat eine Flatrate ! , ganz sicher, und hoffentlich auch für Auslandsgespräche.
PS: Die Truppe spielte als kompletter Jungjahrgang in einer gemischten Liga eine gute Saison. Wurde in der Hinserie hier und dort noch richtig Lehrgeld bezahlt ( 2S, 3U und 6N), so steigerte sich die Truppe Stück für Stück und konnte die Rückserie mit einer Bilanz von 6S und 5N bestreiten.
Soviel für die Statistiker unter uns.
Teil 1
Teil 2
Aufrufe: 468 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 6 | Erstellt:04.08.2010
ø 6.8
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Der Blog würde auch hervorragend in die Gruppe Fußballbasis passen...
Ansonsten gibt es von mir nicht mehr viel zu sagen zu dem Blog, schön geschrieben, nette Geschichte, wirklich klasse!
10/10