06.05.2010 um 18:29 Uhr
Das Märchen vom Aschenbuttel
Eigentlich war er nur zum FC Bayern gekommen weil er seine Karriere ausklingen lassen wollte – und weil Mark Schwarzer absagte. Doch seit dem 27.Spieltag der vergangenen Saison hat die Laufbahn von Hans-Jörg Butt eine unerwartete Wendung genommen. Seit diesem Spieltag ist er die Nr.1 beim Rekordmeister. „Verdanken" kann er das Michael Rensing. Der eigentliche Stammtorhüter patzte ein ums andere Mal und verschaffte Butt somit die Pole-Position im Tor der Bayern. Auch das ist ein Merkmal seines zweiten Fussballer-Frühlings: Er profitiert vom Pech der Konkurrenten. Zuerst sagt Mark Schwarzer den Bayern ab, dann patze Michael Rensing und schliesslich verletzte sich auch noch Rene Adler. Ihm allerdings vorzuwerfen nur dadurch in diese Situation gekommen zu sein wäre falsch. Butt hat durch seine Leistungen und auch durch seine ruhige Art diesen Status mehrmals bestätigt.
Angefangen hat alles 1991 beim VfB Oldenburg. 6 Jahre hütete er dort das Tor und stieg 1996 in die 2.Liga auf. Schon damals zeigte er neben seinen Torhüter-Fähigkeiten noch eine ganz andere: Das Elfmeterschiessen. In 87 Spielen für Oldenburg schoss er 5 Tore.
Von Oldenburg ging es weiter zum HSV wo er Richard Golz verdrängte und von 1997 bis 2001 133 Spiele machte, mit 19 Toren. In der Saison 1999/2000 war er sogar unter den drei besten Torschützen des HSV – er netzte 9-mal per Elfmeter ein.
Seinen Karrierehöhepunkt hatte er allerdings bei Bayer 04 Leverkusen (191Spiele/9Tore). Legendär dort sicherlich die Saison 2001/2002 wo er mit Bayer in kurzer Zeit 3 Titel verspielte und der Begriff von „Vizekusen" geprägt wurde. In seiner Zeit in Leverkusen hatte Butt bis zum 10. Februar 2007 nur 4 Ligaspiele verpasst. An diesem 10. Februar wurde er allerdings im Spiel gegen Eintracht Frankfurt des Feldes verwiesen und durch Rene Adler ersetzt. An diesem sollte er nicht mehr vorbeikommen. Ironie des Schicksals.
Seinen bis zum 30. Juni 2009 laufenden Vertrag kündigte er darauf zum 30. April 2007. Sein Abstieg begann und es schien als würde seine Karriere nun auf ihr Ende zugehen.
In der Saison 2007/2008 spielte er für Benfica Lissabon, machte allerdings nur 1 Ligaspiel für die Portugiesen. Auch hier löste Butt seinen Vertrag vorzeitig auf.
Dann kam Klinsmann und holte Butt zu den Bayern, der Rest ist bekannt.
Den Höhepunkt seines Schaffens könnte Butt nun 2010 erleben. Bisher hat er noch keinen Titel gewonnen, dieses Jahr könnten es gleich 4 sein. Mit den Bayern hat er die Meisterschaft (so gut wie) sicher und steht außerdem im DFB-Pokal- und Champions-League-Finale. Gipfeln würde dies alles allerdings in der Berufung zur Nr.1 bei der WM in Südafrika – unwahrscheinlich ist das seit heute nicht mehr.
In den letzten 3 Jahren ist Butt vom Auslaufmodell zum wertvollen Oldtimer geworden.
Eine Aschenputtel-Geschichte.
Angefangen hat alles 1991 beim VfB Oldenburg. 6 Jahre hütete er dort das Tor und stieg 1996 in die 2.Liga auf. Schon damals zeigte er neben seinen Torhüter-Fähigkeiten noch eine ganz andere: Das Elfmeterschiessen. In 87 Spielen für Oldenburg schoss er 5 Tore.
Von Oldenburg ging es weiter zum HSV wo er Richard Golz verdrängte und von 1997 bis 2001 133 Spiele machte, mit 19 Toren. In der Saison 1999/2000 war er sogar unter den drei besten Torschützen des HSV – er netzte 9-mal per Elfmeter ein.
Seinen Karrierehöhepunkt hatte er allerdings bei Bayer 04 Leverkusen (191Spiele/9Tore). Legendär dort sicherlich die Saison 2001/2002 wo er mit Bayer in kurzer Zeit 3 Titel verspielte und der Begriff von „Vizekusen" geprägt wurde. In seiner Zeit in Leverkusen hatte Butt bis zum 10. Februar 2007 nur 4 Ligaspiele verpasst. An diesem 10. Februar wurde er allerdings im Spiel gegen Eintracht Frankfurt des Feldes verwiesen und durch Rene Adler ersetzt. An diesem sollte er nicht mehr vorbeikommen. Ironie des Schicksals.
Seinen bis zum 30. Juni 2009 laufenden Vertrag kündigte er darauf zum 30. April 2007. Sein Abstieg begann und es schien als würde seine Karriere nun auf ihr Ende zugehen.
In der Saison 2007/2008 spielte er für Benfica Lissabon, machte allerdings nur 1 Ligaspiel für die Portugiesen. Auch hier löste Butt seinen Vertrag vorzeitig auf.
Dann kam Klinsmann und holte Butt zu den Bayern, der Rest ist bekannt.
Den Höhepunkt seines Schaffens könnte Butt nun 2010 erleben. Bisher hat er noch keinen Titel gewonnen, dieses Jahr könnten es gleich 4 sein. Mit den Bayern hat er die Meisterschaft (so gut wie) sicher und steht außerdem im DFB-Pokal- und Champions-League-Finale. Gipfeln würde dies alles allerdings in der Berufung zur Nr.1 bei der WM in Südafrika – unwahrscheinlich ist das seit heute nicht mehr.
In den letzten 3 Jahren ist Butt vom Auslaufmodell zum wertvollen Oldtimer geworden.
Eine Aschenputtel-Geschichte.
Aufrufe: 712 | Kommentare: 2 | Bewertungen: 3 | Erstellt:06.05.2010
ø 8.7
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Das ist so nicht ganz Richtig...
Hans-Jörg Butt verlor zum Saisonstart wieder seinen Platz an Michael Rensing und ist diese Saison erst ab dem 4. Spieltag bei Bayern wieder die Nummer Eins
Ansonnsten ist es schon richtig...
Butt war immer Überall nur Vize und ich gönne (ja, freue mich) Ihm den späten Erfolg und Ruhm in seiner Torhüterlaufbahn als einen der erfogreichsten Torhütertorschützen...