11.08.2011 um 13:28 Uhr
Das Kapitel Ballack
Das Kapitel Ballack - Der Abschied ohne Abschied
Als die Jungs der Deutschen Nationalmannschaft vor knapp 60.000 Zuschauern im Mercedes-Benz-Stadion ihren durch und durch verdienten Sieg über die Brasilianische Selecao feierten, war er nicht mit dabei - Michael Ballack.
Es gab keine Ehrenrunde des einstigen "Capitanos", keine Tränen, keine opulenten Blumensträuße und auch das schwermütige, endlose Winken, während er einen seiner drei Söhne auf dem Arm hält hat gefehlt.
Viele Fans der Deutschen Elf haben ihn und seinen Abschied jedoch am gestrigen Abend vermisst.Den Leader.Den Spielführer.Das Kopfballungeheuer.Den, der "so viel für den Deutschen Fußball geleistet hat". Den großen Spieler, der über einige Jahre hinweg allein der einzige Faktor von internationaler Klasse im Deutschen Spiel darstellte.
Es hätte sein Abschiedspiel werden können.
Ein Sieg im 99. Länderspiel seiner Karriere.Im letzten Länderspiel ein Sieg über die Brasilianische Nationalelf.
Doch ebenso wie es ungewiss ist, ob die Deutsche Elf das Spiel des gestrigen Abends tatsächlich auch mit Michael Ballack gewonnen hätte, so schwer ist es zu rekonstruieren oder nachzuvollziehen wieso dieser Spieler sein Abschiedsspiel abgelehnt hat, was für Gespräche geführt wurden, welche Argumente ihm vom Bundestrainer für ein Ende der Nationalmannschaftskarriere entgegengebracht wurden, welches Fingerspitzen gefühl in diesen Gesprächen seitens des DFBs aber auch von Michael Ballack gezeigt wurde und wieso letztendlich die Ära dieses Spielers im weißen Dress der Nationalelf so glanz- und freudlos zuende geht.
Denkt man nun in Zukunft an seine Zeit in der Nationalmannschaft zurück, bleibt ein bitterer Nachgeschmack und wohl kaum in erster Linie die Erinnerung an seine Großen Spiele, das EM-Tor gegen Österreich oder die "Heldentat" im Halbfinale der WM - 2002.
Einen Abschied, hatte er sich verdient.Dieser hätte aber schon lange vollzogen sein müssen.
Fakt nämlich ist, dass gestern eine neue Generation von Spielern auf dem Platz stand.Eine Generation, die 2002 nicht mit dabei war.Eine Generation von Spielern des modernen Fußballs, von neuem Offensiv - Stil, die aus den etablierten Mittzwanzigern Lahm und Schweinsteiger aber auch aus aufstrebenden Talenten wie Müller, Kroos, Hummels und allen vorran Mario Götze besteht.Diese Spieler pflegen eine neue Spiel-Kultur. Eine Kultur, in der für Michael Ballack kein Platz mehr ist.
Ballack gehört zu einer Riege, die vor sechs jahren auf dem Platz gestanden hätte.Neben Frings, Schneider und Wörns hätte es sicherlich zu einem mageren 2:1 gerreicht.Doch während sich die übrigen Mitstreiter seiner Generation allesamt allmählig aus dem Geschäft der DFB - Elf zurückgezogen haben, oder ihren Ausschluss aus neuen Generationen akzeptieren konnten, macht es den Eindruck, als hätte Michael Ballack wehement an seiner Rolle im Team von Joachim Löw festhalten wollen und als wäre Löw nicht in der Lage gewesen schlußendlich das Ende von Michael Ballack im National Team zu verkünden.
Einem Team, das im heutigen Fußball als Kollektiv auftritt, welches im Mannschaftsverbund durch Passpiel auf annähernd höchstem Niveu Spiele entscheidet und abhängig von einer gebündelten Gesammtleistung sowie den herrausragenden Fähigkeiten und den genialen Aktionen dreier Mittelfeldspieler ist.
Einen Michael Ballack aber, kann man sich in einem Solchen Team schon lange nicht mehr leisten.Nicht einen solchen Michael Ballack, der Jahre lang als, damals hoch geachteter, "Box-To-Box" Mittelfeldspieler das gesamte Spiel der deutschen Elf an sich riss.
Zweifelsohne ist oder war Michael Ballack einer der vielseitigsten Mittelfeldspieler seiner Generation, der durch seine internationale Klasse und seine ,das gesamte Spielfeld abdeckende Dynamik einen großen Wert für die Deutsche Elf inne hatte; jedoch standen und fielen die Spiele der Deutschen durch seine Form und Leistung.
Eine Abhängigkeit, die man sich im heutigen Fußball nicht mehr erlauben darf.Nicht, wenn man die internationale Spitze erfolgreich erreichen will und sich nicht nach kurzer Zeit wieder von dort verabschieden möchte.
Borrussia Dortmund macht es vor, indem dort hoch anspruchsvoller Tempo Fußball vom Kollektiv gelebt wird, nahezu aber jede Position, ohne darauf folgenden Leistungsabfall nahtlos ersetzt werden kann.
Müsste der alternde und häufig verletzte Ballack nun bis zur EM 2012 ständig ersetzt werden und würde wieder und wieder, wie zu oft in der Vergangenheit, durch diesen Ausfall ein Vakuum im Deutschen Spiel entstehen, wären der Deutsche Fußball und die Leistungen der Nationalelf heute noch Jahre von der Leistung des gestrigen Abends entfernt.
Nicht zuletzt deshalb ist ein würdevoller Abschied Ballacks längst überfällig und hätte schon viel früher, vielleicht sogar schon nach der WM 2010 verkündet werden müssen.
Ein Umstand, der ebenso für die Situation in Leverkusen relevant zu sein scheint.Eine Mannschaft, die aktuellen und hoch modernen Fußball spielen will, so, wie ihn auch Bayer Leverkusen anstrebt, kann und darf sich nicht auf einen Michael Ballack verlassen.
Dieser Spieler wird sich nicht mehr in ein Manschaftsgefüge einfügen können, das dem weltklasse Fußball des FC Barcelona nacheifert.Denn das ist der Fußball, einer jüngeren Generation.Das ist ,neben seinem persönlichen Verletzungspeich der Hauptgrund dafür, wieso sich Michael Ballack auch während seinem finalen Intermezzo in Leverkusen nicht als feste Größe etablieren wird.
So wird sich auch bald das Kapitel des nicht gebrauchten, das Spiel an sich reißen wollenden "Box-to-Box-midfielders", der längst der dafür nötigen körperlichen Verfassung hinterherläuft, schließen.
Doch statt diese Tatsache zu akzeptieren wurde Monate lang von Verband, Verein und Spieler um den heißen Brei herum geredet und nicht das gesagt, was wirklich angebracht gewesen wäre.
Nämlich das Ende Ballacks im DFB-Fußball zu verkünden.Längst auch hätte Ballack seinen mehr und mehr schwindenden aktuellen und fußballerischen Wert akzeptieren müssen.
So hat sich das Kapitel von Michael Ballacks Karriere in der Nationalelf am gestrigen Abend endlich geschlossen.Obwohl an diesem Abend nicht sein persönliches Abschiedsspiel statt fand.
Doch Fans und Interessierte wissen schon lange, dass es Zeit war, sich vom "Capitano" Ballack und seiner Präsenz auf der großen Fußball-Bühne zu verabschieden.
Gestern Abend sagte Fußball-Deutschland Michael Ballack "Auf Wiedersehen" , ohne ein Abschiedspiel, jedoch mit der Erkentniss, so viel fußballerisches Talent für die nächsten Jahre zur Verfügung zu haben, wie es noch nie der Fall für die Deutsche Bundes-Elf war.
Wohlmöglich liegt eine große Zukunft vor der neuen Generation um Götze, Özil und Co.Was von der alten Generation um Ballack und Frings bleibt, ist jedoch die Erinnerung an den Abschied - ohne Abschied.
Als die Jungs der Deutschen Nationalmannschaft vor knapp 60.000 Zuschauern im Mercedes-Benz-Stadion ihren durch und durch verdienten Sieg über die Brasilianische Selecao feierten, war er nicht mit dabei - Michael Ballack.
Es gab keine Ehrenrunde des einstigen "Capitanos", keine Tränen, keine opulenten Blumensträuße und auch das schwermütige, endlose Winken, während er einen seiner drei Söhne auf dem Arm hält hat gefehlt.
Viele Fans der Deutschen Elf haben ihn und seinen Abschied jedoch am gestrigen Abend vermisst.Den Leader.Den Spielführer.Das Kopfballungeheuer.Den, der "so viel für den Deutschen Fußball geleistet hat". Den großen Spieler, der über einige Jahre hinweg allein der einzige Faktor von internationaler Klasse im Deutschen Spiel darstellte.
Es hätte sein Abschiedspiel werden können.
Ein Sieg im 99. Länderspiel seiner Karriere.Im letzten Länderspiel ein Sieg über die Brasilianische Nationalelf.
Doch ebenso wie es ungewiss ist, ob die Deutsche Elf das Spiel des gestrigen Abends tatsächlich auch mit Michael Ballack gewonnen hätte, so schwer ist es zu rekonstruieren oder nachzuvollziehen wieso dieser Spieler sein Abschiedsspiel abgelehnt hat, was für Gespräche geführt wurden, welche Argumente ihm vom Bundestrainer für ein Ende der Nationalmannschaftskarriere entgegengebracht wurden, welches Fingerspitzen gefühl in diesen Gesprächen seitens des DFBs aber auch von Michael Ballack gezeigt wurde und wieso letztendlich die Ära dieses Spielers im weißen Dress der Nationalelf so glanz- und freudlos zuende geht.
Denkt man nun in Zukunft an seine Zeit in der Nationalmannschaft zurück, bleibt ein bitterer Nachgeschmack und wohl kaum in erster Linie die Erinnerung an seine Großen Spiele, das EM-Tor gegen Österreich oder die "Heldentat" im Halbfinale der WM - 2002.
Einen Abschied, hatte er sich verdient.Dieser hätte aber schon lange vollzogen sein müssen.
Fakt nämlich ist, dass gestern eine neue Generation von Spielern auf dem Platz stand.Eine Generation, die 2002 nicht mit dabei war.Eine Generation von Spielern des modernen Fußballs, von neuem Offensiv - Stil, die aus den etablierten Mittzwanzigern Lahm und Schweinsteiger aber auch aus aufstrebenden Talenten wie Müller, Kroos, Hummels und allen vorran Mario Götze besteht.Diese Spieler pflegen eine neue Spiel-Kultur. Eine Kultur, in der für Michael Ballack kein Platz mehr ist.
Ballack gehört zu einer Riege, die vor sechs jahren auf dem Platz gestanden hätte.Neben Frings, Schneider und Wörns hätte es sicherlich zu einem mageren 2:1 gerreicht.Doch während sich die übrigen Mitstreiter seiner Generation allesamt allmählig aus dem Geschäft der DFB - Elf zurückgezogen haben, oder ihren Ausschluss aus neuen Generationen akzeptieren konnten, macht es den Eindruck, als hätte Michael Ballack wehement an seiner Rolle im Team von Joachim Löw festhalten wollen und als wäre Löw nicht in der Lage gewesen schlußendlich das Ende von Michael Ballack im National Team zu verkünden.
Einem Team, das im heutigen Fußball als Kollektiv auftritt, welches im Mannschaftsverbund durch Passpiel auf annähernd höchstem Niveu Spiele entscheidet und abhängig von einer gebündelten Gesammtleistung sowie den herrausragenden Fähigkeiten und den genialen Aktionen dreier Mittelfeldspieler ist.
Einen Michael Ballack aber, kann man sich in einem Solchen Team schon lange nicht mehr leisten.Nicht einen solchen Michael Ballack, der Jahre lang als, damals hoch geachteter, "Box-To-Box" Mittelfeldspieler das gesamte Spiel der deutschen Elf an sich riss.
Zweifelsohne ist oder war Michael Ballack einer der vielseitigsten Mittelfeldspieler seiner Generation, der durch seine internationale Klasse und seine ,das gesamte Spielfeld abdeckende Dynamik einen großen Wert für die Deutsche Elf inne hatte; jedoch standen und fielen die Spiele der Deutschen durch seine Form und Leistung.
Eine Abhängigkeit, die man sich im heutigen Fußball nicht mehr erlauben darf.Nicht, wenn man die internationale Spitze erfolgreich erreichen will und sich nicht nach kurzer Zeit wieder von dort verabschieden möchte.
Borrussia Dortmund macht es vor, indem dort hoch anspruchsvoller Tempo Fußball vom Kollektiv gelebt wird, nahezu aber jede Position, ohne darauf folgenden Leistungsabfall nahtlos ersetzt werden kann.
Müsste der alternde und häufig verletzte Ballack nun bis zur EM 2012 ständig ersetzt werden und würde wieder und wieder, wie zu oft in der Vergangenheit, durch diesen Ausfall ein Vakuum im Deutschen Spiel entstehen, wären der Deutsche Fußball und die Leistungen der Nationalelf heute noch Jahre von der Leistung des gestrigen Abends entfernt.
Nicht zuletzt deshalb ist ein würdevoller Abschied Ballacks längst überfällig und hätte schon viel früher, vielleicht sogar schon nach der WM 2010 verkündet werden müssen.
Ein Umstand, der ebenso für die Situation in Leverkusen relevant zu sein scheint.Eine Mannschaft, die aktuellen und hoch modernen Fußball spielen will, so, wie ihn auch Bayer Leverkusen anstrebt, kann und darf sich nicht auf einen Michael Ballack verlassen.
Dieser Spieler wird sich nicht mehr in ein Manschaftsgefüge einfügen können, das dem weltklasse Fußball des FC Barcelona nacheifert.Denn das ist der Fußball, einer jüngeren Generation.Das ist ,neben seinem persönlichen Verletzungspeich der Hauptgrund dafür, wieso sich Michael Ballack auch während seinem finalen Intermezzo in Leverkusen nicht als feste Größe etablieren wird.
So wird sich auch bald das Kapitel des nicht gebrauchten, das Spiel an sich reißen wollenden "Box-to-Box-midfielders", der längst der dafür nötigen körperlichen Verfassung hinterherläuft, schließen.
Doch statt diese Tatsache zu akzeptieren wurde Monate lang von Verband, Verein und Spieler um den heißen Brei herum geredet und nicht das gesagt, was wirklich angebracht gewesen wäre.
Nämlich das Ende Ballacks im DFB-Fußball zu verkünden.Längst auch hätte Ballack seinen mehr und mehr schwindenden aktuellen und fußballerischen Wert akzeptieren müssen.
So hat sich das Kapitel von Michael Ballacks Karriere in der Nationalelf am gestrigen Abend endlich geschlossen.Obwohl an diesem Abend nicht sein persönliches Abschiedsspiel statt fand.
Doch Fans und Interessierte wissen schon lange, dass es Zeit war, sich vom "Capitano" Ballack und seiner Präsenz auf der großen Fußball-Bühne zu verabschieden.
Gestern Abend sagte Fußball-Deutschland Michael Ballack "Auf Wiedersehen" , ohne ein Abschiedspiel, jedoch mit der Erkentniss, so viel fußballerisches Talent für die nächsten Jahre zur Verfügung zu haben, wie es noch nie der Fall für die Deutsche Bundes-Elf war.
Wohlmöglich liegt eine große Zukunft vor der neuen Generation um Götze, Özil und Co.Was von der alten Generation um Ballack und Frings bleibt, ist jedoch die Erinnerung an den Abschied - ohne Abschied.
Aufrufe: 420 | Kommentare: 0 | Bewertungen: 2 | Erstellt:11.08.2011
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