22.12.2009 um 08:35 Uhr
Das Hinrunden-ABC (D-F)
D wie Danke... Danke... Dankesehr: Der 27. November 2009 ging in die Geschichte des FC Bayern München ein: Es war der Tag der Hauptversammlung; es war der Tag an dem Franz Beckenbauer Ehrenpräsident wurde, es war der Tag an dem Christian Nerlinger zum Sportdirektor gemacht und Manager-Legende Uli Hoeneß zum Präsidenten ernannt wurde. Kurz: Es war ein ereignisreicher Tag beim deutschen Rekordmeister.
Nach über 30 Jahren legte der neue Präsident, der wie niemand anders im deutschen Fußball polarisiert, sein Manageramt nieder. Als Manager des FCB wurde er 16 mal Deutscher Meister, 9 mal DFB-Pokalsieger und holte 6 mal den Ligapokal. International konnte sich Hoeneß 1996 über den UEFA-Pokal, sowie 2001 über den Gewinn der Champions League und des Weltpokals freuen, das erfolgreichste Jahr des Schwaben.
Über den Kaiser Franz Beckenbauer muss man auch nicht viele Worte verlieren. Die 'Lichtgestalt' und der Heilsbringer des deutschen Fußballs, der auch als TV-Experte und Interviewpartner stets beliebt war und dies mit Sicherheit auch weiter sein wird. Unter seiner Präsidentschaft von 1994 bis 2009 (1991 – 1994 Vizepräsident) holte Bayern München 9 deutsche Meisterschaften, 6 DFB-Pokalsiege, 6 mal den Ligapokal, sowie international 1996 den UEFA-Pokal ("Cup der Verlierer", Zitat Beckenbauer), wohlgemerkt als Interimstrainer und 2001 den Champions League Titel und den Weltpokal.
Genug der Worte? Geht es nach Karl-Heinz Rummenigge, eher nicht, denn er sorgte auf der Hauptversammlung für einige Schmunzler, als er "im Land der Dichter und Denker" sein an Beckenbauer gerichtetes Gedicht 'Dankesehr' vortrug. Die Schmunzler jedoch kamen weniger wegen des mit Wortwitz und Ironie gespickten Gedichts oder des gekonnten Einsatzes von Stilmitteln...
Aber seht und hört selbst: Das Video zum Gedicht!
Wir danken dir "ganz toll", Kalle!
E wie Eigentorspektakel: Es war wohl das beste Spiel der Hinrunde – zumindest für jeden Nicht-Hannoveraner: Den 12.12.2009 werden wohl die 43.528 Zuschauer im Borussia-Park, Spieler, Trainer, Schiedsrichter, ebenso wie Millionen Fernsehzuschauer nicht so schnell vergessen. 12.12. - Schnapszahlen-Datum quasi... Ob der ein oder andere Profi von Hannover 96 dieses Datum eventuell zu ernst genommen hatte, ist nicht übermittelt, doch es schien fast so! H96 schaffte das Unmögliche: 3 Eigentore in EINEM Spiel! Das hatte es seit der Eröffnungssaison der Fußball Bundesliga 1962/63 nicht mehr gegeben. Den Anfang in der 15. Minute machte Karim Haggui zugegebener Maßen mit sehr viel Pech. Hannovers Keeper Florian Fromlowitz stürmte in der 15. Minute aus seinem Kasten, schoss den Verteidiger gekonnt grätschend an und der Ball flog am ungläubig schauenden Schlussmann vorbei ins Tor. Nachdem Rob Friend auf 2:0 erhöhte und Didier Ya Konan auf 2:1 verkürzte, kam der große Auftritt des Constant Djakpa. Dieser überlistete den eigenen Schlussmann derart spitzbübisch, dass Fromlowitz abermals nur das Nachsehen blieb. Ein unglaubliches Eigentor zum 3:1! Weiter ging das muntere Treiben auf dem Feld mit Toren von Bradley (4:1), erneut Ya Konan (4:2), Christian Schulz nach fantastischem, wenn auch leicht verträumten Dribbling des Borussen Jean-Sebastien Jaures entlang der eigenen Torlinie, quer durch den eigenen 16er (4:3). Kurz vor Torschluss war also wieder alles drin für die Hannoveraner. Doch hatten sie ihre Rechnung ohne Karim Haggui gemacht, der den Ball, gedacht als Rückpass auf Fromlowitz, gekonnt an eben diesem vorbei zu seinem 2.Eigentor in diesem Spiels und gleichzeitig zum 5:3 Entstand für Borussia Mönchengladbach einschob.
Das Fazit von Hannovers Trainer Andreas Bergmann trifft den Nagel auf den Kopf: "Wir schießen auswärts 6 Tore und verlieren trotzdem 3:5. Das kommt nicht alle Tage vor."
F wie Freistoß-Hattrick: Ballkünstler - bei diesem Begriff denkt man automatisch an Franck Riberý, Arjen Robben, Mesut Özil oder Toni Kroos. Aber an Christian Fuchs? In Zukunft wohl ja! In Zukunft dürfte jeder Mauer und jedem Keeper bei einem Freistoß unweit des 16ers gegen den VFL Bochum wohl Angst und Bange werden. Nicht etwa, weil Fuchs einen Roberto Carlos-ähnlichen Schuss hätte, sondern weil der Verteidiger die Fähigkeit besitzt, Standards mit einer, von vielen nie erwarteten Präzision in den Winkel zu zirkeln. Das bewieß der österreichische Nationalspieler auch in den letzten 3 Partien vor der Winterpause hintereinander.
Den Anfang machte Fuchs beim Kellerduell gegen den VFB Stuttgart, als er in der 89. Minute das Leder unhaltbar für Lehmann im Tor versenkte und so für den wichtigen 1:1 Ausgleichstreffer sorgte. Es verging nur eine Woche, da sorgte der Bochumer für das nächste Traumtor per ruhendem Ball. Gegner diesmal war der FC Bayern, dem die Nummer 6 der Gastgeber einen traumhaften Freistoß einschenkte. 2 Spiele, 2 Tore, für einen Verteidiger ohnehin schon nicht von schlechten Eltern, auch wenn es hier nur für das Ehrentor zum 1:5 reichte. Das Meisterstück jedoch, vollbrachte Fuchs am 17. Spieltag in Hannover: Wir schreiben die 86. Minute, der Ball liegt gut 25 Meter vor dem Kasten. In Hannover hat sich die Freistoßgenauigkeit des Österreichers scheinbar noch nicht rumgesprochen und da war es passiert! Fuchs erzielte das 2:3 Siegtor (nach 2:0 Rückstand) und machte seinen Freistoß-Hattrick perfekt. Hut ab!
Teil 1 (A-C)
Teil 3 (G-I)
Teil 4 (J-L)
Teil 5 (M-O)
Teil 6 (P-R)
Teil 7 (S-U)
Teil 8 (V&W)
Teil 9 (X&Y)
Teil 10 (Z)
Nach über 30 Jahren legte der neue Präsident, der wie niemand anders im deutschen Fußball polarisiert, sein Manageramt nieder. Als Manager des FCB wurde er 16 mal Deutscher Meister, 9 mal DFB-Pokalsieger und holte 6 mal den Ligapokal. International konnte sich Hoeneß 1996 über den UEFA-Pokal, sowie 2001 über den Gewinn der Champions League und des Weltpokals freuen, das erfolgreichste Jahr des Schwaben.
Über den Kaiser Franz Beckenbauer muss man auch nicht viele Worte verlieren. Die 'Lichtgestalt' und der Heilsbringer des deutschen Fußballs, der auch als TV-Experte und Interviewpartner stets beliebt war und dies mit Sicherheit auch weiter sein wird. Unter seiner Präsidentschaft von 1994 bis 2009 (1991 – 1994 Vizepräsident) holte Bayern München 9 deutsche Meisterschaften, 6 DFB-Pokalsiege, 6 mal den Ligapokal, sowie international 1996 den UEFA-Pokal ("Cup der Verlierer", Zitat Beckenbauer), wohlgemerkt als Interimstrainer und 2001 den Champions League Titel und den Weltpokal.
Genug der Worte? Geht es nach Karl-Heinz Rummenigge, eher nicht, denn er sorgte auf der Hauptversammlung für einige Schmunzler, als er "im Land der Dichter und Denker" sein an Beckenbauer gerichtetes Gedicht 'Dankesehr' vortrug. Die Schmunzler jedoch kamen weniger wegen des mit Wortwitz und Ironie gespickten Gedichts oder des gekonnten Einsatzes von Stilmitteln...
Aber seht und hört selbst: Das Video zum Gedicht!
Wir danken dir "ganz toll", Kalle!
E wie Eigentorspektakel: Es war wohl das beste Spiel der Hinrunde – zumindest für jeden Nicht-Hannoveraner: Den 12.12.2009 werden wohl die 43.528 Zuschauer im Borussia-Park, Spieler, Trainer, Schiedsrichter, ebenso wie Millionen Fernsehzuschauer nicht so schnell vergessen. 12.12. - Schnapszahlen-Datum quasi... Ob der ein oder andere Profi von Hannover 96 dieses Datum eventuell zu ernst genommen hatte, ist nicht übermittelt, doch es schien fast so! H96 schaffte das Unmögliche: 3 Eigentore in EINEM Spiel! Das hatte es seit der Eröffnungssaison der Fußball Bundesliga 1962/63 nicht mehr gegeben. Den Anfang in der 15. Minute machte Karim Haggui zugegebener Maßen mit sehr viel Pech. Hannovers Keeper Florian Fromlowitz stürmte in der 15. Minute aus seinem Kasten, schoss den Verteidiger gekonnt grätschend an und der Ball flog am ungläubig schauenden Schlussmann vorbei ins Tor. Nachdem Rob Friend auf 2:0 erhöhte und Didier Ya Konan auf 2:1 verkürzte, kam der große Auftritt des Constant Djakpa. Dieser überlistete den eigenen Schlussmann derart spitzbübisch, dass Fromlowitz abermals nur das Nachsehen blieb. Ein unglaubliches Eigentor zum 3:1! Weiter ging das muntere Treiben auf dem Feld mit Toren von Bradley (4:1), erneut Ya Konan (4:2), Christian Schulz nach fantastischem, wenn auch leicht verträumten Dribbling des Borussen Jean-Sebastien Jaures entlang der eigenen Torlinie, quer durch den eigenen 16er (4:3). Kurz vor Torschluss war also wieder alles drin für die Hannoveraner. Doch hatten sie ihre Rechnung ohne Karim Haggui gemacht, der den Ball, gedacht als Rückpass auf Fromlowitz, gekonnt an eben diesem vorbei zu seinem 2.Eigentor in diesem Spiels und gleichzeitig zum 5:3 Entstand für Borussia Mönchengladbach einschob.
Das Fazit von Hannovers Trainer Andreas Bergmann trifft den Nagel auf den Kopf: "Wir schießen auswärts 6 Tore und verlieren trotzdem 3:5. Das kommt nicht alle Tage vor."
F wie Freistoß-Hattrick: Ballkünstler - bei diesem Begriff denkt man automatisch an Franck Riberý, Arjen Robben, Mesut Özil oder Toni Kroos. Aber an Christian Fuchs? In Zukunft wohl ja! In Zukunft dürfte jeder Mauer und jedem Keeper bei einem Freistoß unweit des 16ers gegen den VFL Bochum wohl Angst und Bange werden. Nicht etwa, weil Fuchs einen Roberto Carlos-ähnlichen Schuss hätte, sondern weil der Verteidiger die Fähigkeit besitzt, Standards mit einer, von vielen nie erwarteten Präzision in den Winkel zu zirkeln. Das bewieß der österreichische Nationalspieler auch in den letzten 3 Partien vor der Winterpause hintereinander.
Den Anfang machte Fuchs beim Kellerduell gegen den VFB Stuttgart, als er in der 89. Minute das Leder unhaltbar für Lehmann im Tor versenkte und so für den wichtigen 1:1 Ausgleichstreffer sorgte. Es verging nur eine Woche, da sorgte der Bochumer für das nächste Traumtor per ruhendem Ball. Gegner diesmal war der FC Bayern, dem die Nummer 6 der Gastgeber einen traumhaften Freistoß einschenkte. 2 Spiele, 2 Tore, für einen Verteidiger ohnehin schon nicht von schlechten Eltern, auch wenn es hier nur für das Ehrentor zum 1:5 reichte. Das Meisterstück jedoch, vollbrachte Fuchs am 17. Spieltag in Hannover: Wir schreiben die 86. Minute, der Ball liegt gut 25 Meter vor dem Kasten. In Hannover hat sich die Freistoßgenauigkeit des Österreichers scheinbar noch nicht rumgesprochen und da war es passiert! Fuchs erzielte das 2:3 Siegtor (nach 2:0 Rückstand) und machte seinen Freistoß-Hattrick perfekt. Hut ab!
Teil 1 (A-C)
Teil 3 (G-I)
Teil 4 (J-L)
Teil 5 (M-O)
Teil 6 (P-R)
Teil 7 (S-U)
Teil 8 (V&W)
Teil 9 (X&Y)
Teil 10 (Z)
Aufrufe: 1127 | Kommentare: 4 | Bewertungen: 10 | Erstellt:22.12.2009
ø 8.1
KOMMENTARE
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22.12.2009 | 11:45 Uhr
+2
0
Ballkontakt87 :
TOP Blog! Weiter so
22.12.2009 | 19:20 Uhr
0
0
Pasonem :
Super Blog 10 pAllerdingas mein Freund ist Lehmann 40 nicht 37 siehe Teil 1 :D
22.12.2009 | 20:01 Uhr
0
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Bin mal gespannt was du zu "Y" und zu "X" finden wirst
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