06.10.2008 um 15:53 Uhr
Das, was man wohl Fußball nennt!
Sonntagabend. Glotze an. Barca gegen Atlético! Schau' ich mir an, obwohl es mich heute eigentlich gar nicht interessiert. Habe als Bayern-Fan genug vom Fußball, aber trotzdem .. Und dann, ja dann kam wohl das, was man Fußball nennt!
Ich habe nicht viel erwartet. Ein paar Antritte von Messi, vielleicht ein Tor von Aguero. Insgesamt ein Unentschieden, sind ja zwei Spitzenmannschaften und derzeit gut in Form. Barcelona leicht favorisiert, weil die Jungs von Guardiola seit fünf Partien nicht verloren haben und daheim im Camp Nou spielen. Meine Tendenz war richtig, alles andere jenseits meiner Erwartungen.
Die ersten zehn Minuten des Spiels waren ein Fußballfeuerwerk. Es war "nahe der Perfektion" sagte der Barca-Trainer im Nachhinein. Und das war es wirklich. Marquéz, Eto´o und Messi. 3:0 für Barcelona. Überragend! Schuld an der ganzen Freude, die jeder, der Fußball liebt, gefühlt haben muss, ist Kollege Messi. Immer einen Schritt schneller als der Gegner (Beweis: Der Elfer) und auch als die Mitspieler (Beweis: sein Freistoßtor). Während Coupet die Mauer stellt, Xavi und Iniesta diskutieren, wem die Kugel nun zusteht, schießt der Argentinier das Ding in die Maschen. Ein Fuchs, der Messi(as). Viel wurde vor dem Match über das Duell Messi gegen Aguero geschrieben. Der "Messias" gegen den
"Schwiegersohn Gottes", wie Aguero betitelt wird, weil er mit der Tochter des einmaligen Diego Maradona liiert ist. Aus dem Duell der beiden wurde nichts. Aguero sah im ganzen Spiel keinen Ball, was dem Spektakel im Camp Nou aber keinen Abbruch tat.

Nach einer halben Stunde war das Ding auch durch. Es stand inzwischen 5:1 für die Katalanen und dieselbigen ließen sich von ewigen "olé!"- Rufen des Publikums berauschen und spielten weiter munter nach vorne. Man fühlte sich zurückversetzt ins Jahr 2006. Damals, als Barca mit Ronaldinho und Deco die CL gewann, hatte man auch das Gefühl, dass den Jungs von Rijkaard spielerisch niemand das Wasser reichen konnte. Es war auch so. Danach passierte aber bis heute wenig. Die Mannschaft wurde träge und behäbig. Stars wie Ronaldinho schienen satt an Erfolgen zu sein und machten eher außerhalb des Platzes auf sich aufmerksam. Rijkaard musste gehen. Mit Recht. Er hatte die Kurve mit seiner Mannschaft nicht mehr bekommen und die einzig logische Konsequenz war zu packen und zu gehen.
Gekommen ist Josep Guardiola. Ein ehemaliger Barcelona- Kicker, Leistungsträger in den 90er Jahren und Hoffnungsträger der heutigen Zeit. Wenn man ihn am Spielfeldrand so sieht, erinnert er wenig an einen früheren Fußballrumpler auf der heute so populären 6-er Position. Viel mehr sieht er in seinem maßgeschneiderten Anzug und mit stets sauber gezupften Drei-Tage Bart so aus, als wäre er gerade vom Laufsteg der Mailänder Modewoche runter gestiegen. Mit Guardiola kam der schnelle, attraktive Fußball wieder. Wieso das so ist, ist schwer zu sagen. Viele Faktoren spielen eine Rolle. Einer davon ist, dass Barcelonas Jugendarbeit zur Zeit viele und besonders große Früchte trägt. In der Startelf gegen Atletico standen mehrere Spieler aus der eigenen Fußballschule. Xavi und Iniesta beispielsweise, nur um zwei Namen zu nennen. Ein anderer Aspekt des Erfolgs ist der der Rotation. Guardiola wechselt munter seine Aufstellungen. Mannschaftsstützen wie Xavi, Puyol oder Messi sind zumeist gesetzt, drumherum wird rotiert. Was beim FC Bayern derzeit gar nicht funktioniert, wird bei den Katalanen beispielhaft praktiziert.

Zum Schluss stand es letztlich 6:1. Der Sieg hätte, angesichts der katalanischen Brillanz an diesem Abend, auch um zwei, drei Tore höher ausfallen können. Atlético war zwar ein schnell erlegtes Opfer, da das Spiel nach 30 Minuten entschieden war, dennoch hat Barcelona mit der Art und Weise des Sieges mal wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. Wenn es annähernd so weitergeht, geht der Weg zum Champions League Sieg nur über Barca.
Ein Ausrufezeichen gab es seitens der Gäste aus Madrid an diesem Abend auch. Es war das Tor zum 1:3 von Maxi Rodriguez. Eine Granate aus 30 Metern in den Winkel. Glückwunsch, auch wenn es an diesem blamablen Abend höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein für die Madrilenen war.
Ich habe nicht viel erwartet. Ein paar Antritte von Messi, vielleicht ein Tor von Aguero. Insgesamt ein Unentschieden, sind ja zwei Spitzenmannschaften und derzeit gut in Form. Barcelona leicht favorisiert, weil die Jungs von Guardiola seit fünf Partien nicht verloren haben und daheim im Camp Nou spielen. Meine Tendenz war richtig, alles andere jenseits meiner Erwartungen.
Die ersten zehn Minuten des Spiels waren ein Fußballfeuerwerk. Es war "nahe der Perfektion" sagte der Barca-Trainer im Nachhinein. Und das war es wirklich. Marquéz, Eto´o und Messi. 3:0 für Barcelona. Überragend! Schuld an der ganzen Freude, die jeder, der Fußball liebt, gefühlt haben muss, ist Kollege Messi. Immer einen Schritt schneller als der Gegner (Beweis: Der Elfer) und auch als die Mitspieler (Beweis: sein Freistoßtor). Während Coupet die Mauer stellt, Xavi und Iniesta diskutieren, wem die Kugel nun zusteht, schießt der Argentinier das Ding in die Maschen. Ein Fuchs, der Messi(as). Viel wurde vor dem Match über das Duell Messi gegen Aguero geschrieben. Der "Messias" gegen den
"Schwiegersohn Gottes", wie Aguero betitelt wird, weil er mit der Tochter des einmaligen Diego Maradona liiert ist. Aus dem Duell der beiden wurde nichts. Aguero sah im ganzen Spiel keinen Ball, was dem Spektakel im Camp Nou aber keinen Abbruch tat.

Nach einer halben Stunde war das Ding auch durch. Es stand inzwischen 5:1 für die Katalanen und dieselbigen ließen sich von ewigen "olé!"- Rufen des Publikums berauschen und spielten weiter munter nach vorne. Man fühlte sich zurückversetzt ins Jahr 2006. Damals, als Barca mit Ronaldinho und Deco die CL gewann, hatte man auch das Gefühl, dass den Jungs von Rijkaard spielerisch niemand das Wasser reichen konnte. Es war auch so. Danach passierte aber bis heute wenig. Die Mannschaft wurde träge und behäbig. Stars wie Ronaldinho schienen satt an Erfolgen zu sein und machten eher außerhalb des Platzes auf sich aufmerksam. Rijkaard musste gehen. Mit Recht. Er hatte die Kurve mit seiner Mannschaft nicht mehr bekommen und die einzig logische Konsequenz war zu packen und zu gehen.
Gekommen ist Josep Guardiola. Ein ehemaliger Barcelona- Kicker, Leistungsträger in den 90er Jahren und Hoffnungsträger der heutigen Zeit. Wenn man ihn am Spielfeldrand so sieht, erinnert er wenig an einen früheren Fußballrumpler auf der heute so populären 6-er Position. Viel mehr sieht er in seinem maßgeschneiderten Anzug und mit stets sauber gezupften Drei-Tage Bart so aus, als wäre er gerade vom Laufsteg der Mailänder Modewoche runter gestiegen. Mit Guardiola kam der schnelle, attraktive Fußball wieder. Wieso das so ist, ist schwer zu sagen. Viele Faktoren spielen eine Rolle. Einer davon ist, dass Barcelonas Jugendarbeit zur Zeit viele und besonders große Früchte trägt. In der Startelf gegen Atletico standen mehrere Spieler aus der eigenen Fußballschule. Xavi und Iniesta beispielsweise, nur um zwei Namen zu nennen. Ein anderer Aspekt des Erfolgs ist der der Rotation. Guardiola wechselt munter seine Aufstellungen. Mannschaftsstützen wie Xavi, Puyol oder Messi sind zumeist gesetzt, drumherum wird rotiert. Was beim FC Bayern derzeit gar nicht funktioniert, wird bei den Katalanen beispielhaft praktiziert.

Zum Schluss stand es letztlich 6:1. Der Sieg hätte, angesichts der katalanischen Brillanz an diesem Abend, auch um zwei, drei Tore höher ausfallen können. Atlético war zwar ein schnell erlegtes Opfer, da das Spiel nach 30 Minuten entschieden war, dennoch hat Barcelona mit der Art und Weise des Sieges mal wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. Wenn es annähernd so weitergeht, geht der Weg zum Champions League Sieg nur über Barca.
Ein Ausrufezeichen gab es seitens der Gäste aus Madrid an diesem Abend auch. Es war das Tor zum 1:3 von Maxi Rodriguez. Eine Granate aus 30 Metern in den Winkel. Glückwunsch, auch wenn es an diesem blamablen Abend höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein für die Madrilenen war.
Aufrufe: 3454 | Kommentare: 10 | Bewertungen: 8 | Erstellt:06.10.2008
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KOMMENTARE
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06.10.2008 | 19:37 Uhr
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WaiSteD :
schöner Blog =)
Schliesse mich zudem der Meinung von SpyGroove an:
Jugendarbeit ist wirklich Klasse.
06.10.2008 | 20:11 Uhr
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Falkao10 :
auf jeden fall haben die ne tolle jugendarbeit. was da immer wieder raussprudelt. am meisten freut es mich aber für guardiola,dem viele diese aufgabe als barca coach nicht zutrauten (jetzt evtl.auch noch zu früh um darüber entscheidend urteilen zu können) und der nach dem holprigen saisonstart immer wieder sagte in ein paar wochen sieht das hier ganz anders aus. Hoffentlich war das nur der Anfang...
06.10.2008 | 23:29 Uhr
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Dortmund1989 : ..
Das hat bestimmt nichts mit den Trainer zu tun was barca gerade leistet, wenn man so ein kader hat, lässt man die in der woche einbisschen rennen um fit zu bleiben und samstag sagt man, jungs spielt fussball und es funktioniert von alleine!!!
Es gibt taktikfuchse, fussball spezialisten und und und,,, aber nichts ist besser als Fussballfreude,,,
07.10.2008 | 03:58 Uhr
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boLito :
Schön geschrieben. War wirklich ein sehenswertes Spiel!Nur angemerkt, das Spiel fand am Samstag statt.
Gruß
07.10.2008 | 07:49 Uhr
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Falkao10 :
stimmt,hat nix mit dem trainer zu tun,der jos luhukay hätte dort sicher auch erfolg! hahahahaha
07.10.2008 | 10:54 Uhr
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Schmibu :
Sehr guter Blog.Ich habe das Spiel auch gesehen und das gleiche empfunden, das war Fussball in Perfektion. Ich habe das allerdings Sonntags in der Wiederholung gesehen und abends dann Bundesliga. Das kann man sich dann nicht mehr angucken, wenn man vorher Barca gesehen hat
07.10.2008 | 11:29 Uhr
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Falcule :
Erstmal gratuliere ich, schön geschrieben.
Ich glaube das Guardiola schon einen gross anteil am erfolg hat. Er hat eine mentalität mitgebracht die seit Van Gaal verloren war. Es herrscht mehr Disziplin, es wird auf die Ernährung der Spieler geachtet. Die spieler bekommen individuelles extra training um defizite zu minimisieren. Spiele werden auch taktisch vorbereitet. wie gesagt es sieht ganz gut aus was der Pep da leistet und vor allem was der FCB über Jahre geleistet hat: JUGENDARBEIT
Valdes, Puyol, Busquets, Xavi, Iniesta, Messi, Bojan, Pedro, alles eigengewächse für die Barça mehr bedeutet als ein guter 3-4 Jahresvertrag
07.10.2008 | 11:41 Uhr
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el__tren :
"Wenn man ihn am Spielfeldrand so sieht, erinnert er wenig an einen früheren Fußballrumpler auf der heute so populären 6-er Position."Diese "witzigen" Umschreibungen sollte man sich sparen wenn man Guardiola offensichtlich nie hat spielen sehen ...
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Die Jugendarbeit ist fast schon besser wie die von Ajax Amsterdam! Da ich das letzte U 19 Turnier gesehen hab und in der Spanischen Nationalmannschaft gleich 5 überragende Barca-Spieler standen ist es nur eine Frage der Zeit bis weitere Bojans und Messis kommen :)!!
Na dann auf weitere erfolgreiche Jahre!!