26.01.2012 um 17:46 Uhr
Bundesligisten im Visier
In der folgenden Blogreihe werde ich die amtierenden Bundesligisten, chronologisch sortiert nach ihrer letztjährigen Abschlussplatzierung, hinsichtlich ihrer aktuellen Situation und Perspektive beleuchten. Quelle meiner Daten war hierfür die Seite www.transfermarkt.de. Den betrachteten Transferzeitraum stellen die Saisons 2007/2008 bis 2010/2011 dar. Ich werde in regelmäßigen Abständen immer drei Vereine vorstellen, heute beginnend mit dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen.
Borussia Dortmund
Transfers und Kader:
Marktwert des Kaders: 182,2 Mio. €
Transfereinnahmen der letzten 5 Jahre: 38,4 Mio. €
Transferausgaben der letzten 5 Jahre: 49,8 Mio. €
Top Transfer: Mats Hummels
Flop Transfer: Mohamed Zidan
Schnäppchen: Shinji Kagawa
Es war nicht einfach, im genannten Zeitraum einen sportlichen Flop zu finden, welcher mit finanziellem Aufwand verbunden war. Der BVB ist vom dekadentesten Verein Deutschlands zu einem der wirtschaftlich vernünftigsten geworden. Top Spieler, wie Mats Hummels, Neven Subotic, Lars Bender oder Robert Lewandowski, konnten für sehr wenig Geld verpflichtet werden, welches in keinem Verhältnis zu ihrer Qualität steht. Hierfür ist insbesondere die Prämisse verantwortlich, keine fertigen Spieler zu verpflichten, sondern dies im Alter von bis zu 21 Jahren zu tun. Ebenfalls gute Arbeit leistet die Nachwuchsabteilung, welche mit Mario Götze einen der begabtesten Spieler der letzten Jahre hervorgebracht hat. Kevin Großkreutz und Marcel Schmelzer sind aktuell Stammspieler. Mit Marco Reus wird ein Spieler aus der eigenen Jugend zur kommenden Saison für 17,1 Mio. € zurückgeholt.
Trainer: Thomas Doll konnte seine Leistungen der Anfangszeit im Hamburg nicht bestätigen und konnte lediglich mit dem Pokalfinale ein Ausrufezeichen setzen. In der Liga wurde weitestgehend fußballerische Armutskost präsentiert. Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp entwickelte sich der Verein ständig weiter und sieht sich inzwischen wieder als die Nummer 1b in Deutschland.
Führung: Hans Joachim Watzke und Michael Zorc erledigen einen großartigen Job. Der Verein wurde finanziell konsolidiert und sportlich gestärkt. Ein Spagat der nur sehr wenigen gelingt.
Wirtschaftlichkeit: Der BVB ist nicht mehr das Pseudofinanzmonster vergangener Jahre. Es wird solide gearbeitet und der Hauptfokus auf die weitere Schuldentilgung gelegt. Die Finanzierung von Marco Reus wurde, insbesondere durch die diesjährige Champions League Qualifikation sowie dem Nuri Sahin Transfer, ermöglicht.
Platzierungen: Im letzten Jahr unter Thomas Doll noch auf Platz 13 verendet, konnte in den letzten Jahren eine stetige Verbesserung erzielt werden. Über Platz 6 und 5 konnte letztlich die Deutsche Meisterschaft im vergangenen Jahr erzielt werden. Seit 1,5 Jahren ist man in der Spitzengruppe der Fußball Bundesliga etabliert.
Perspektive: Der aktuelle Kader ist gespickt mit jungen, talentierten Spielern. Weitere wie der Cottbuser Bittencourt werden folgen, sodass der Kader perspektivisch bestens gerüstet ist. Investitionen in der Größenordnung des FC Bayern sind dauerhaft nicht möglich, allerdings sollte dies eher als Segen denn als Fluch bei Betrachtung der Vergangenheit gesehen werden. In den kommenden Jahren wird der BVB dem FC Bayern das ein oder andere Bein stellen können. Der Weg an die Deutsche Nummer 1 benötigt jedoch jahrzehntelange, gute Arbeit.
Bayer 04 Leverkusen
Transfers und Kader:
Marktwert des Kaders: 129,20 Mio. €
Transfereinnahmen der letzten 5 Jahre: 33.5 Mio. €
Transferausgaben der letzten 5 Jahre: 57 Mio. €
Top Transfer: Arturo Vidal
Flop Transfer: Theofanis Gekas
Schnäppchen: Lars Bender
Leverkusens Transferpolitik basiert, ähnlich der der Dortmunder, hauptsächlich auf der Verpflichtung junger, entwicklungsfähiger Spieler, was konsequent umgesetzt wurde. Diesen werden regelmäßig erfahrene Leute, wie Sami Hyypiä oder Michael Ballack zur Seite gestellt. Die Vielzahl der Talente wird zumeist verliehen, um deren Entwicklung zu forcieren. Von diesen spielt allerdings nur Stefan Reinartz eine konstante Rolle, verlor jedoch im Laufe der Hinrunde seinen Stammplatz. Bezeichnenderweise verkaufte man vor der Saison mit Kampl, Risse, Kaplan sowie Sukuta-Pasu 4 dieser Spieler. Lediglich Gonzalo Castro besitzt als Bayer-Nachwuchsspieler aktuell einen Stammplatz.
Trainer: Michael Skibbe sowie Bruno Labbadia fingen jeweils stark an, ließen aber auch stark nach, sodass 2009 Trainer Veteran Heynckes verpflichtet wurde. Anfang des Jahrtausends verlieh er Bayer 04 wieder den Glanz und begeisterte mit seinen jungen Spielern. Aktuell ist Robin Dutt nicht unumstritten.
Führung: Rudi Völler und Wolfgang Holzhäuser nutzen die von der Bayer AG gegebenen Mittel bewusst und landeten nur wenige teure Transferflops in den vergangenen Jahren. Diese Position ist kostant und gut besetzt.
Wirtschaftlichkeit: Mit der Bayer AG im Rücken, sind finanzielle Mittel jederzeit vorhanden, welche, anders als in Wolfsburg, stets mit Bedacht eingesetzt wurden. Der Vorwurf, dass hier der Erfolg lediglich erkauft wird, ist nicht nachzuvollziehen. Für die nächsten Jahre ist das finanzielle Grundgerüst solide, größere Ausgaben sind vom Erreichen der internationalen Wettbewerbe abhängig.
Platzierungen: Im betrachteten Zeitraum konnte man sich stets in den Top 10 platzieren. In den vergangenen drei Jahren, hält man sich permanent in den internationalen Rängen auf. Zudem konnte 2008 das UEFA-Cup Viertelfinale erreicht werden. Den größten Erfolg stellte das Pokalfinale 2009 dar.
Perspektive: Leverkusen ist, sowohl von der Führung, als auch finanziell solide aufgestellt. Der Kader ist talentiert, viele Spieler konnten jedoch in der Hinrunde ihr volles Leistungspotenzial nicht konstant abrufen. Gelingt es zukünftig, das eigene Talentpotenzial noch mehr auszuschöpfen, ist auch ein nationaler Titel drin. Andernfalls wird man weiterhin regelmäßig um die internationalen Plätze mitspielen.
Hier gehts zum FC Bayern München
Borussia Dortmund
Transfers und Kader:
Marktwert des Kaders: 182,2 Mio. €
Transfereinnahmen der letzten 5 Jahre: 38,4 Mio. €
Transferausgaben der letzten 5 Jahre: 49,8 Mio. €
Top Transfer: Mats Hummels
Flop Transfer: Mohamed Zidan
Schnäppchen: Shinji Kagawa
Es war nicht einfach, im genannten Zeitraum einen sportlichen Flop zu finden, welcher mit finanziellem Aufwand verbunden war. Der BVB ist vom dekadentesten Verein Deutschlands zu einem der wirtschaftlich vernünftigsten geworden. Top Spieler, wie Mats Hummels, Neven Subotic, Lars Bender oder Robert Lewandowski, konnten für sehr wenig Geld verpflichtet werden, welches in keinem Verhältnis zu ihrer Qualität steht. Hierfür ist insbesondere die Prämisse verantwortlich, keine fertigen Spieler zu verpflichten, sondern dies im Alter von bis zu 21 Jahren zu tun. Ebenfalls gute Arbeit leistet die Nachwuchsabteilung, welche mit Mario Götze einen der begabtesten Spieler der letzten Jahre hervorgebracht hat. Kevin Großkreutz und Marcel Schmelzer sind aktuell Stammspieler. Mit Marco Reus wird ein Spieler aus der eigenen Jugend zur kommenden Saison für 17,1 Mio. € zurückgeholt.
Trainer: Thomas Doll konnte seine Leistungen der Anfangszeit im Hamburg nicht bestätigen und konnte lediglich mit dem Pokalfinale ein Ausrufezeichen setzen. In der Liga wurde weitestgehend fußballerische Armutskost präsentiert. Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp entwickelte sich der Verein ständig weiter und sieht sich inzwischen wieder als die Nummer 1b in Deutschland.
Führung: Hans Joachim Watzke und Michael Zorc erledigen einen großartigen Job. Der Verein wurde finanziell konsolidiert und sportlich gestärkt. Ein Spagat der nur sehr wenigen gelingt.
Wirtschaftlichkeit: Der BVB ist nicht mehr das Pseudofinanzmonster vergangener Jahre. Es wird solide gearbeitet und der Hauptfokus auf die weitere Schuldentilgung gelegt. Die Finanzierung von Marco Reus wurde, insbesondere durch die diesjährige Champions League Qualifikation sowie dem Nuri Sahin Transfer, ermöglicht.
Platzierungen: Im letzten Jahr unter Thomas Doll noch auf Platz 13 verendet, konnte in den letzten Jahren eine stetige Verbesserung erzielt werden. Über Platz 6 und 5 konnte letztlich die Deutsche Meisterschaft im vergangenen Jahr erzielt werden. Seit 1,5 Jahren ist man in der Spitzengruppe der Fußball Bundesliga etabliert.
Perspektive: Der aktuelle Kader ist gespickt mit jungen, talentierten Spielern. Weitere wie der Cottbuser Bittencourt werden folgen, sodass der Kader perspektivisch bestens gerüstet ist. Investitionen in der Größenordnung des FC Bayern sind dauerhaft nicht möglich, allerdings sollte dies eher als Segen denn als Fluch bei Betrachtung der Vergangenheit gesehen werden. In den kommenden Jahren wird der BVB dem FC Bayern das ein oder andere Bein stellen können. Der Weg an die Deutsche Nummer 1 benötigt jedoch jahrzehntelange, gute Arbeit.
Bayer 04 Leverkusen
Transfers und Kader:
Marktwert des Kaders: 129,20 Mio. €
Transfereinnahmen der letzten 5 Jahre: 33.5 Mio. €
Transferausgaben der letzten 5 Jahre: 57 Mio. €
Top Transfer: Arturo Vidal
Flop Transfer: Theofanis Gekas
Schnäppchen: Lars Bender
Leverkusens Transferpolitik basiert, ähnlich der der Dortmunder, hauptsächlich auf der Verpflichtung junger, entwicklungsfähiger Spieler, was konsequent umgesetzt wurde. Diesen werden regelmäßig erfahrene Leute, wie Sami Hyypiä oder Michael Ballack zur Seite gestellt. Die Vielzahl der Talente wird zumeist verliehen, um deren Entwicklung zu forcieren. Von diesen spielt allerdings nur Stefan Reinartz eine konstante Rolle, verlor jedoch im Laufe der Hinrunde seinen Stammplatz. Bezeichnenderweise verkaufte man vor der Saison mit Kampl, Risse, Kaplan sowie Sukuta-Pasu 4 dieser Spieler. Lediglich Gonzalo Castro besitzt als Bayer-Nachwuchsspieler aktuell einen Stammplatz.
Trainer: Michael Skibbe sowie Bruno Labbadia fingen jeweils stark an, ließen aber auch stark nach, sodass 2009 Trainer Veteran Heynckes verpflichtet wurde. Anfang des Jahrtausends verlieh er Bayer 04 wieder den Glanz und begeisterte mit seinen jungen Spielern. Aktuell ist Robin Dutt nicht unumstritten.
Führung: Rudi Völler und Wolfgang Holzhäuser nutzen die von der Bayer AG gegebenen Mittel bewusst und landeten nur wenige teure Transferflops in den vergangenen Jahren. Diese Position ist kostant und gut besetzt.
Wirtschaftlichkeit: Mit der Bayer AG im Rücken, sind finanzielle Mittel jederzeit vorhanden, welche, anders als in Wolfsburg, stets mit Bedacht eingesetzt wurden. Der Vorwurf, dass hier der Erfolg lediglich erkauft wird, ist nicht nachzuvollziehen. Für die nächsten Jahre ist das finanzielle Grundgerüst solide, größere Ausgaben sind vom Erreichen der internationalen Wettbewerbe abhängig.
Platzierungen: Im betrachteten Zeitraum konnte man sich stets in den Top 10 platzieren. In den vergangenen drei Jahren, hält man sich permanent in den internationalen Rängen auf. Zudem konnte 2008 das UEFA-Cup Viertelfinale erreicht werden. Den größten Erfolg stellte das Pokalfinale 2009 dar.
Perspektive: Leverkusen ist, sowohl von der Führung, als auch finanziell solide aufgestellt. Der Kader ist talentiert, viele Spieler konnten jedoch in der Hinrunde ihr volles Leistungspotenzial nicht konstant abrufen. Gelingt es zukünftig, das eigene Talentpotenzial noch mehr auszuschöpfen, ist auch ein nationaler Titel drin. Andernfalls wird man weiterhin regelmäßig um die internationalen Plätze mitspielen.
Hier gehts zum FC Bayern München
Aufrufe: 282 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 0 | Erstellt:26.01.2012
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KOMMENTARE
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27.01.2012 | 12:26 Uhr
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DieZecke :
Mal ein Tipp: Blogreihe sofort beenden und die Leser nicht mit allgemein bekannten Belanglosigkeiten langweilen.
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