15.12.2008 um 10:28 Uhr
Babbel und der Trainerschein
Seit einigen Wochen ist der ehemalige Profifußballer Markus Babbel nun "Teamchef" des VfB Stuttgart...und das mit Erfolg. Kein Spiel seit seiner Amtsübernahme von Extrainer Armin Veh wurde verloren. Am vergangenen Spieltag gelang sogar ein 2:2 gegen den FC Bayern München, wo phasenweise sehr guter Fußball geboten wurde. Doch kaum übernimmt ein ehemaliger Profi einen Fußballverein, der keinen Trainerschein besitzt, sitzt ihm und dem Verein der DFB im Nacken. Fristen werden gesetzt, bis wann der Trainerschein zu machen ist, ansonsten müsse man sein Traineramt aufgeben.
Nun sicherlich gibt es Vorschriften von Seiten des DFB und natürlich ist es sinnvoll einen Trainerschein zu besitzen. Doch gibt es unter den ehemaligen Profis nicht wirklich gute Trainer, die in ihrer Karriere unter großen Trainer gespielt haben und sich somit einiges abschauen konnten? Haben ehemalige Profis nicht viel mehr Erfahrung als man es in einem theoretischen Lehrgang lernen könnte?
Die meisten Bundesligavereine sind mittlerweile mehr Unternehmen als ein Verein. Viele Mitarbeiter in der Geschäftsstelle und im Umfeld des Vereins machen aus einem Verein ein mittelständisches Unternehmen. Warum mischt sich dann ein Verband ein und schreibt den Vereinen vor, welcher Trainer trainieren darf und welcher nicht? Meiner Meinung nach gibt es in der Geschichte der Bundesliga kaum einen Trainer, der einen Verein wirtschaftlich in den Abgrund führte. Dafür gibt es aber zahlreiche Beispiele wo Vorstände, Manager und unqualifiziertes Vereinspersonal einen Verein ruinierten. Warum schreitet nicht hier der DFB ein und empfiehlt den Vereinen, welche Mitarbeiter zu ihnen passen und von welchen sie besser die Finger lassen sollten? Sicherlich wäre so der ein oder andere Traditionsverein noch heute höherklassig und finanziell besser aufgestellt. Wird in einem Unternehmen dem Personalleiter von einer unabhängigen Institution vorgeschrieben, welche Mitarbeiter er einstellen muss? Wohl kaum..Es gibt auch in Unternehmen Mitarbeiter, die aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten und Talente Berufe ausüben, die sie gar nicht groß mit Studiums oder Ausbildungen erlernt haben, aber dennoch optimal erledigen.
Es ist klar, dass in Deutschland immer ein Zertifikat, Urkunde, Lizenz u.ä. mehr zählt, als die praktische Erfahrung. Doch warum eigentlich? Ist ein Theoretiker besser als ein Praktiker? Im Falle Babbel ist es sicherlich so, dass ein Praktiker, der unter anderem für so "kleine und unbedeutende" Vereine wie den FC Bayern, FC Liverpool, Hamburger SV oder den VfB Stuttgart gespielt hat, er mehr Erfahrung hat als jeder Theoretiker und das spiegelt sich in seiner Arbeit wieder.
Trainerweiterbildung für alle
Sinnvoll wäre es, wenn jeder Trainer, egal welchen Vereins, im Jahr sich weiterbilden muss. So erhalten auch altgediegene und sehr erfahrene Trainer, die schon jahrelang im Sport tätig sind, neue Impulse und neue Trainingsmethoden.
Fazit: Lasst Markus Babbel weiter den VfB trainieren und nebenher an freien Wochenenden oder in der Sommerpause sich beim DFB locker weiterbilden. Ein Modell FC St Pauli, wo der Trainer die Woche auf der Autobahn Richtung Köln ist und seine Mannschaft nicht trainieren kann ist wohl keine ideale Lösung...für alle nicht...
Nun sicherlich gibt es Vorschriften von Seiten des DFB und natürlich ist es sinnvoll einen Trainerschein zu besitzen. Doch gibt es unter den ehemaligen Profis nicht wirklich gute Trainer, die in ihrer Karriere unter großen Trainer gespielt haben und sich somit einiges abschauen konnten? Haben ehemalige Profis nicht viel mehr Erfahrung als man es in einem theoretischen Lehrgang lernen könnte?
Die meisten Bundesligavereine sind mittlerweile mehr Unternehmen als ein Verein. Viele Mitarbeiter in der Geschäftsstelle und im Umfeld des Vereins machen aus einem Verein ein mittelständisches Unternehmen. Warum mischt sich dann ein Verband ein und schreibt den Vereinen vor, welcher Trainer trainieren darf und welcher nicht? Meiner Meinung nach gibt es in der Geschichte der Bundesliga kaum einen Trainer, der einen Verein wirtschaftlich in den Abgrund führte. Dafür gibt es aber zahlreiche Beispiele wo Vorstände, Manager und unqualifiziertes Vereinspersonal einen Verein ruinierten. Warum schreitet nicht hier der DFB ein und empfiehlt den Vereinen, welche Mitarbeiter zu ihnen passen und von welchen sie besser die Finger lassen sollten? Sicherlich wäre so der ein oder andere Traditionsverein noch heute höherklassig und finanziell besser aufgestellt. Wird in einem Unternehmen dem Personalleiter von einer unabhängigen Institution vorgeschrieben, welche Mitarbeiter er einstellen muss? Wohl kaum..Es gibt auch in Unternehmen Mitarbeiter, die aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten und Talente Berufe ausüben, die sie gar nicht groß mit Studiums oder Ausbildungen erlernt haben, aber dennoch optimal erledigen.
Es ist klar, dass in Deutschland immer ein Zertifikat, Urkunde, Lizenz u.ä. mehr zählt, als die praktische Erfahrung. Doch warum eigentlich? Ist ein Theoretiker besser als ein Praktiker? Im Falle Babbel ist es sicherlich so, dass ein Praktiker, der unter anderem für so "kleine und unbedeutende" Vereine wie den FC Bayern, FC Liverpool, Hamburger SV oder den VfB Stuttgart gespielt hat, er mehr Erfahrung hat als jeder Theoretiker und das spiegelt sich in seiner Arbeit wieder.
Trainerweiterbildung für alle
Sinnvoll wäre es, wenn jeder Trainer, egal welchen Vereins, im Jahr sich weiterbilden muss. So erhalten auch altgediegene und sehr erfahrene Trainer, die schon jahrelang im Sport tätig sind, neue Impulse und neue Trainingsmethoden.
Fazit: Lasst Markus Babbel weiter den VfB trainieren und nebenher an freien Wochenenden oder in der Sommerpause sich beim DFB locker weiterbilden. Ein Modell FC St Pauli, wo der Trainer die Woche auf der Autobahn Richtung Köln ist und seine Mannschaft nicht trainieren kann ist wohl keine ideale Lösung...für alle nicht...
Aufrufe: 350 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 0 | Erstellt:15.12.2008
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Dennoch ist gerade im Hinblick auf die gezielte Förderung des Nachwuchses wichtig, dass die Trainer ein Grundrüstzeug mitbringen, was eben neben Dingen, die man beiläufig auch als Spieler lernt, auch aus bspw. psychologischen oder pädagogischen Aspekten besteht. Ich bin kein Fan von zu viel Bürokratie, aber irgendeine Regelung muss man da wohl treffen.
Und wenn man es irgendwie reglementiert, wird es immer Menschen geben, die an der bestehenden Regelung Kritik üben. Man kann es eben nie allen Recht machen.