31.01.2009 um 14:59 Uhr
Australian Open 2009 - Review
Das Männerfinale steht morgen an. Welche Spiele bleiben unvergessen, welche Spieler haben überzeugt und welche Spieler haben die Experten enttäuscht.

Tennis-Deutschland

In der ersten Woche hat sich mal wieder Tennis-Deutschland verabschiedet. Allerdings haben auch einige unserer Spieler die AOpen mitgestaltet. Unvergessen für mich das Erstrundenduell zwischen Ferrer und Gremelmayr. Der Deutsche zwang den Spanier über 5 Sätze und war im fünften stehend KO. Dauerhaft musste er Stops einstreuen was den Spanier schier zur Verzweiflung brachte. Tolle Leistung von Gremelmayr. Auch Florian Mayer hat sich auf der Tour zurückgemeldet und ist immerhin in Runde 2 eingezogen. Da wurde er dann von Del Potro zerlegt. Eine weitere positive Erwähnung bleibt für Tommy Haas reserviert. Er musste sich in Runde 3 einem Übermenschlich wirkenden Rafael Nadal geschlagen geben. Die Auftritte von Haas waren jedoch Klasse und geben Grund zur Vorfreude für das Tennisjahr 2009. Enttäuschende Deutsche gab es leider auch wieder zu genüge. Während Kiefer gar nicht erst antreten konnte, blamierte sich Philipp Petzschner gegen den Sandler Brian Dabul nach Kräften. Dabul fegte Petzsche in drei aus dem Turnier. Allerdings ist unser Petzsche mit einer Krankheit angetreten was durchaus Respekt verdient. Überhaupt kein Respekt hat von mir Philipp Kohlschreiber zu erwarten. Nach seiner 5-Satz-Niederlage gegen den Franzosen Fabrice Santoro attackierte er völlig unsachlich die ATP und gab ziemlich viel dummes Zeug von sich. Grand-Slam wird nun mal über 5 gespielt, das ist keine Kirmesveranstaltung. Ebenfalls etwas mehr hätte von Phau kommen können. Letztes Jahr noch eine der Deutschen Newcommer, verlor er bei den AOpen in Runde 1 Sang und Klanglos gegen Brydan Klein.

Unvergessen

Spiele die in 5 Jahren noch gerne gesehen werden gab es zu Hauf bei den AOpen. Das Halbfinalmatch zwischen Rafael Nadal und Fernando Verdasco hat sich schon durch die Spiellänge von 5:14 Minuten als eines der Marathonmatches der AOpen verewigt. Ein Wahnsinns-Fight zwischen den beiden Spaniern, denen es beiden gegönnt gewesen wäre ins Finale einzuziehen. Auch der 5-Satz-Sieg von Verdasco gegen den teilweise überfordert wirkenden Schotten Andy Murray darf in einer Best-of-Sammlung der diesjährigen AOpen nicht fehlen. In der gleichen Runde war der Tscheche Tomas Berdych dicht vor der Sensation. Als er in den ersten zwei Sätzen eine Bombenleistung abrief und gegen Roger Federer diese dann auch gewann. Hätte er die Leistung über 5 gehalten, hätte Roger morgen nicht im Finale gestanden. Aber auch im Tennis ist der Konjunktiv nicht Aussagefähig. Roger gewann dank des Leistungsabfalls des Tschechen und der gleichzeitigen Leistungssteigerung verdient in 5. Matches die man schnell vergisst, die dennoch an Spannung und Dramatik den obrigen nicht nachstanden, weil die Protagonisten sich dann ziemlich scnell verabschiedeten gibt es auch wieder einige. Das Wahnsinns-Comeback von Fernando Gonzales gegen Richard Gasquet beispielsweise. Mit 12:10 im entscheidenen 5ten Satz gewann der Chilene den Krimi gegen den Franzosen. Das Spiel des Turniers war jedoch ein Erstrunden-Duell! Wenig sehen konnte man vom Duell zwischen dem Luxemburger Gilles Muller und dem Spanier Feliciano Lopez. Man konnte nicht mal die Assstatistik des Matches in die Assstatistik des Turnieres einbauen, weil man schlicht nicht weis wie viele Asse geschlagen wurden. Fakt ist das der Knüller am Ende mit 16:14 in Satz 5 an den Luxemburger ging.

Spieler

Die positivste Überraschung unter den Spielern ist natürlich der Spanier Fernando Verdasco. Er zog mit überragenden Leistungen und Siegen über Tsonga und Murray ins Halbfinale ein. Es war sein erstes Grand-Slam-Halbfinale. Ich denke er kann eine gute Saison spielen. Ebenfalls ganz oben auf der Überraschungsliste seht für mich Rafael Nadal. Auf Rasen und Sand ist er immer Favorit, aber auf Hard wurden doch vorher einige andere Namen genannt bevor der des Spaniers fiel. So ist es umso überraschender in welch starker Form er bis in das Halbfinale spazierte ohne einen Satz abzugeben. Morgen im Finale gegen Federer versucht er seinen ersten Grand-Slam-Sieg auf Hard zu holen. Hut ab Rafa. Endlich zurück auf der Tour ist der Zyprer Marcos Baghdatis. Er musste sich im Achtelfinale dem Serben Novak Djokovic geschlagen geben. In diesem Match wehrte er sich aber nach Kräften und hat gezeigt das er immer noch ein richtig Guter ist. Er gehört einfach auf die Tour, auch wegen seiner fantastischen Fans. Ein 16-jähriger Serbe war das Gesprächsthema in den ersten zwei Runden. Es handelt sich um Bernard Tomic, der in der ersten Runde immerhin Potito Starace eleminierte und in Runde 2 gegen Gilles Muller einen Satz holte. Man kann nur hoffen das er sich auf der Tour etabliert.

Negativ überrascht haben meiner Meinung nach der Schotte Andy Murray. Der Geheimtipp war so geheim das jeder davon wusste. Allerdings dann im Achtelfinale die Segel schon zu streichen ist etwas wenig. Wenn er einen Grand-Slam-Titel gewinnen will, muss er auch schwache Spiele gewinnen wie es ein Federer und Nadal seit Jahren machen. Etwas enttäuscht bin ich auch von der Leistung von Ernests Gulbis. Der hat eine gute Vorbereitung auf das Turnier hingelegt um bei den AOpen in der zweiten Runde am Russen Igor Andreev zu scheitern. Andreev ist nicht gerade als Hard-Spezi bekannt. Ein bisschen Enttäuscht bin ich auch von Auftritt von Juan Martin Del Potro gewesen. Zumindest gegen Federer. Klar ist es immer noch Federer, aber man hatte den Eindruck Del Potro hatte Angst gegen ihn zu spielen. Resultat: 3:6, 0:6, 0:6. Das Scheitern von Mikhail Youzhny, Rainer Schüttler und Lleyton Hewitt kann man auf die schweren Erstrundenlose schieben, sind aber durchaus auch Enttäuschungen.

Zusammenfassend

Zusammenfassend muss man sagen das die diesjährigen Australian Open schon Spannung und Freude auf das Tennisjahr 2009 hervorrufen, allerdings sind mir zu wenige richtig große Überraschungen dabei gewesen. Es darf nicht unerwähnt bleiben das viele Spieler und Spielerinnen der enormen Hitze Tribut zollen musste und vorzeitig aufgeben mussten. Extremstes Beispiel ist bei den Damen Azarenka gewesen, die die heutige AOPen Siegerin Serena Williams am Rande einer Niederlage hatte. Schade!!! Insgesamt war das Niveau bei den Damen gering was mich dazu veranlasst hat hier nur die männlichen Tennisspieler zu berücksichtigen.
Aufrufe: 322 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 1 | Erstellt:31.01.2009
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31.01.2009 | 20:23 Uhr
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31.01.2009 | 20:23 Uhr
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Gut zusammengefasster Blog der A-Open.

Murray konnte die Erwartungen nicht erfüllen, für mich unverständlich, wie er von einigen Medien als Topfavourit gekürt wurde. Da kann ich nur Fed-Ex zitieren:
"Andy hat noch nie einen Slam gewonnen. Das ist eine andere Stufe, die er erst noch nehmen muss."

Positv überrascht hat auch Andy Roddick, sein neuer Coach hat ihn 7 Kilo abnehmen lassen und so ziemlich fit gemacht und auf die Hitze vorbereitet. Mit ihm hätte fast niemand im Halbfinale gerechnet. A-Rod hat es sich auch verdient, er spielte ein klasse Turnier.

Aus Damensicht erwähnenswert und die große Gewinnerin ist für mich Jelena Dokic.
Das Märchencomeback verdient höchste Anerkennung, einfach klasse wie sie sich zurückgekämpt hat.


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