15.04.2008 um 10:54 Uhr
Arme Millionaros!
Mittwoch: FC St. Pauli gegen die TSG Hoffenheim. Wenn man der Yellow Press glauben möchte, spielt da arm gegen reich, Bier vs. Sekt und Tradition gegen Plastik. Ist das aber wirklich so?
Abgesehen davon, dass sich bis in die 80er Jahre nur gut 2.000 Zuschauer am Millerntor verliefen, beginnt die Tradition des FC St. Pauli erst direkt nach dem Krieg als der Klub zu den Top-Adressen in Deutschland aufstieg. Wie konnte das Geschehen? Eine Fleischerei versorgte die "zugekauften" Stars z.B. vom Dresdener SC mit einigen Extra-Würsten, so dass die Hamburger damals als "Millionaros" verspottet wurden. Es ging also auch damals schon um Geld bzw. um Naturalien.
Natürlich hinkt der Vergleich zum Gegner von Mittwoch aus Hoffenheim. Die Summen, die das Projekt Spitzenfußball in der Pampa für den SAP-Milliardär Dietmar Hopp noch verschlingen wird, steht trotz der Teurungsrate in den letzten sechs Jahrzehnten in keinem Verhältnis zu dem, was die St. Pauli-Legenden um Walter Dzur, Karl Miller und Co. damals in Naturalien auf dem Kiez bekamen.
Vermutlich wird das Projekt Hopp-Hoffenheim in absehbarer Zeit erfolgreich sein. Ob die TSG Hoffenheim, die ja wegen der fehlenden Tradition nur noch 1899 Hoffenheim heißen möchte, trotz des Ansatzes auf die Jugend zu setzen und professionelle Strukturen zu schaffen, sich allerdings langfristig in der nationalen oder gar internationalen Spitze etablieren kann, darf bezweifelt werden. Waren es in den 40er-Jahren Naturalien und danach Finanzspritzen irgendwelcher Mäzen, die sich einen Verein als Spielzeug hielten. Alle diese Klubs haben eines gemein: Dem Aufstieg, den sie einem solchen Gönner zu verdanken hatten, folgte unweigerlich der Abstieg, wenn die Rahmenstrukturen nicht stimmten.
Die Liste der abgestürzten Spielzeuge reicht von Fortuna Köln und endet bei LR Ahlen. Aber selbst Traditionsklubs, die sich in die Hand einzelner Gönner begaben, wurden so abhängig, dass sie nach dem Ausstieg nicht mehr überlebensfähig waren, wenn sie es zuvor versäumt hatten, ihre Strukturen anzupassen.
Langfristig ist das Projekt TSG Hoffenheim - ops, pardon 1899 Hoffenheim zum Scheitern verurteilt. Geld - selbst das Geld eines Millionärs - ist endlich und der Aufstieg bzw. das Halten der nationalen bzw. internationalen Spitze wird auch in Zukunft immer teurer werden. Wo jetzt noch vielleicht 100 Mio zum Aufstieg in die Top-5 der Bundesliga ausreichen mögen, werden es in 10 Jahren 200 oder 300 Mio sein und dann kommt ein riesiger Nachteil irgendwann zum Tragen, den man mit Geld nicht beseitigen kann. Es gibt einfach kein Umland. Eine 30.000 Einwohnerstadt als Backround für einen Dorfklub? Das reicht nie und nimmer.
Um noch einmal kurz auf den Gastgeber der Partie am morgigen Freitag zurück zu kommen. Mitte der 80er Jahre passierten mehrere Dinge, die den "Aufstieg" des FC St. Pauli beim Wachstum seines Fan-Potenzials begünstigten: Die Struktur der Bevölkerung im Stadtteil wandelte sich in Richtung Studenten- und Alternativen-Viertel. Der "Rivale" Hamburger SV hatte Probleme mit Hooligans und spielte scheußlichen Fußball und zudem entdeckte mit RTL der erste Privatsender, der die Bundesliga übertragen durfte, die Möglichkeit, ihr neues Produkt mit den Fans vom Millerntor besser verkaufen zu können. Damals wurde die Basis für den FC St. Pauli gelegt, weil die Struktur vorhanden war. Mangels Masse wird es diese Basis für Klubs wie Hoffenheim nie geben, denn wir reden beim FC St. Pauli, der laut einer Uefa-Studie alleine in Deutschland über 11 Mio Sympathisanten hat, über Dimensionen, die man mit Millionen oder Milliarden nicht kaufen kann.
So fragt sich, welcher Verein bei diesem Duell am 29. Spieltag wirklich arm ist und wer reich?
Abgesehen davon, dass sich bis in die 80er Jahre nur gut 2.000 Zuschauer am Millerntor verliefen, beginnt die Tradition des FC St. Pauli erst direkt nach dem Krieg als der Klub zu den Top-Adressen in Deutschland aufstieg. Wie konnte das Geschehen? Eine Fleischerei versorgte die "zugekauften" Stars z.B. vom Dresdener SC mit einigen Extra-Würsten, so dass die Hamburger damals als "Millionaros" verspottet wurden. Es ging also auch damals schon um Geld bzw. um Naturalien.
Natürlich hinkt der Vergleich zum Gegner von Mittwoch aus Hoffenheim. Die Summen, die das Projekt Spitzenfußball in der Pampa für den SAP-Milliardär Dietmar Hopp noch verschlingen wird, steht trotz der Teurungsrate in den letzten sechs Jahrzehnten in keinem Verhältnis zu dem, was die St. Pauli-Legenden um Walter Dzur, Karl Miller und Co. damals in Naturalien auf dem Kiez bekamen.
Vermutlich wird das Projekt Hopp-Hoffenheim in absehbarer Zeit erfolgreich sein. Ob die TSG Hoffenheim, die ja wegen der fehlenden Tradition nur noch 1899 Hoffenheim heißen möchte, trotz des Ansatzes auf die Jugend zu setzen und professionelle Strukturen zu schaffen, sich allerdings langfristig in der nationalen oder gar internationalen Spitze etablieren kann, darf bezweifelt werden. Waren es in den 40er-Jahren Naturalien und danach Finanzspritzen irgendwelcher Mäzen, die sich einen Verein als Spielzeug hielten. Alle diese Klubs haben eines gemein: Dem Aufstieg, den sie einem solchen Gönner zu verdanken hatten, folgte unweigerlich der Abstieg, wenn die Rahmenstrukturen nicht stimmten.
Die Liste der abgestürzten Spielzeuge reicht von Fortuna Köln und endet bei LR Ahlen. Aber selbst Traditionsklubs, die sich in die Hand einzelner Gönner begaben, wurden so abhängig, dass sie nach dem Ausstieg nicht mehr überlebensfähig waren, wenn sie es zuvor versäumt hatten, ihre Strukturen anzupassen.
Langfristig ist das Projekt TSG Hoffenheim - ops, pardon 1899 Hoffenheim zum Scheitern verurteilt. Geld - selbst das Geld eines Millionärs - ist endlich und der Aufstieg bzw. das Halten der nationalen bzw. internationalen Spitze wird auch in Zukunft immer teurer werden. Wo jetzt noch vielleicht 100 Mio zum Aufstieg in die Top-5 der Bundesliga ausreichen mögen, werden es in 10 Jahren 200 oder 300 Mio sein und dann kommt ein riesiger Nachteil irgendwann zum Tragen, den man mit Geld nicht beseitigen kann. Es gibt einfach kein Umland. Eine 30.000 Einwohnerstadt als Backround für einen Dorfklub? Das reicht nie und nimmer.
Um noch einmal kurz auf den Gastgeber der Partie am morgigen Freitag zurück zu kommen. Mitte der 80er Jahre passierten mehrere Dinge, die den "Aufstieg" des FC St. Pauli beim Wachstum seines Fan-Potenzials begünstigten: Die Struktur der Bevölkerung im Stadtteil wandelte sich in Richtung Studenten- und Alternativen-Viertel. Der "Rivale" Hamburger SV hatte Probleme mit Hooligans und spielte scheußlichen Fußball und zudem entdeckte mit RTL der erste Privatsender, der die Bundesliga übertragen durfte, die Möglichkeit, ihr neues Produkt mit den Fans vom Millerntor besser verkaufen zu können. Damals wurde die Basis für den FC St. Pauli gelegt, weil die Struktur vorhanden war. Mangels Masse wird es diese Basis für Klubs wie Hoffenheim nie geben, denn wir reden beim FC St. Pauli, der laut einer Uefa-Studie alleine in Deutschland über 11 Mio Sympathisanten hat, über Dimensionen, die man mit Millionen oder Milliarden nicht kaufen kann.
So fragt sich, welcher Verein bei diesem Duell am 29. Spieltag wirklich arm ist und wer reich?
Aufrufe: 2555 | Kommentare: 35 | Bewertungen: 4 | Erstellt:15.04.2008
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KOMMENTARE
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15.04.2008 | 16:05 Uhr
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Ste :
Das Projekt Hoffenheim ist nicht unbedingt zum Scheitern verurteilt, denn es wurde ebenso in ein Supermodernes Jugendzentrum investiert und die Nachwuchsmannschaften der TSG sind bärenstark, siehe BuLi im A- und B-Jugendbereich. Bei einer starken Jugend, aus der immer wieder gute Spieler hochkommen, kann etwas entstehen!
15.04.2008 | 16:31 Uhr
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alex_cox :
Das Problem was angesprochen wurde ist aber der Background und nicht das Spielerpotenzial. Wenns danach ginge gäbe es sicher noch ganz andere Unterklassige Manschaften die oben mitmischen würden.
Als ich die Artikelüberschrift anfing zu lesen dachte ich "och nö nicht schon wieder so ein Oberflächiger Müll" aber ich wurde positiv überrascht. Natürlich ist die Fanbasis und Infrastruktur genauso entscheident, ich bezweifel das der Herr Hopp in ein Projekt investieren würde wenn er sich nicht was versprechen würde.
Was das ist sei dahin gestellt aber wenn er merkt das sich da vorallem in der Fanbasis nichts ändert wird er den Verein schnell fallen lassen und dann? Der Verein muss irgendwann seine Kosten selber tragen können und wie will er das machen wenn er einen haufen gute Spieler hat die aber auch bezahlt werden wollen aber nicht genug Fans die ihr Geld in Karten und Merchandising stecken? Ich kann mir im moment wirklich nicht vorstellen wie ein nicht Hoffenheimer sich für diese Manschaft als Fan unter den Umständen begeistern lassen will?
Ich muss gestehn das ich nicht weiß wie das Einzugsgebiet um Hoffenheim aussieht aber bezweifel das sich da in den nächsten 10 Jahren auch nur was brauchbares aufbaut. Zumal der Verein immer damit belastet sein wird das er von einem Millionär als Spielzeug gesponsert wird. Wie soll man da ein breite Fanbasis aufbauen?
Dann doch lieber das Projekt Ebbsfleet oder Fortuna Köln. :) Da können sich die Fans mit dem Verein auch indentfizieren.
15.04.2008 | 16:34 Uhr
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Ste :
Wenn Hoffenheim in die BL aufsteigt, locken aber gewiss Sponsoren, die dem FC St. Pauli dann fehlen und die Merchandising - Einnahmen wieder ersetzen; wie das Projekt Hoffenheim aber in 20 Jahren aussehen wird, das steht natürlich in den Sternen, das weiß weder ich noch du noch Dietmar Hopp, sondern nur Gott.^^
15.04.2008 | 16:35 Uhr
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Creed : Projekt Hoffenheim
bin auch der Meinung, dass in Hoffenheim etwas entsteht, auch längerfristig. Ich habe nicht das Gefühl, dass hier versucht wird, den kurzfristigen Erfolg um jeden Preis zu erkaufen. Sicherlich, von den Transfers können die anderen Zweitligisten nur träumen, aber die Verpflichtungen haben schon Hand und Fuss und waren keine Schnellschüsse. Und ein Rangnick geht auch nicht einfach so in die Regionalliga, weil gerade nichts anderes verfügbar ist. Er war einfach vom Konzept und der Perspektive absolut überzeugt.Und dem was Ste sagt, kann ich nur zustimmen...
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Hoffenheim über die nächsten 5-7 Jahre in der Bundesliga etabliert
Fans & Sympathie kann man sich natürlich nicht kaufen, dass ist ein wahnsinnig langer Entwicklungsprozess...
15.04.2008 | 16:43 Uhr
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alex_cox :
Nochmal aufsteigen,Fernsehverträge, Titel schön und gut aber letztendlich sind es auch die Fans die ihren Verein mit sponsern. Ich bin gespannt ob die sich wie die Spieler oder Rangnick auch so leicht überzeugen lassen.
15.04.2008 | 16:45 Uhr
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Ste :
Mir ist der Verein Sympathisch, weil mir das Gesamtkonzept gefällt. Außerdem: Sobald der Erfolg da ist, gibt es auch Fans - das ist immer so.
15.04.2008 | 17:19 Uhr
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Mba13 : @alex cox
Meine Güte, informier dich doch bitte zuerst einmal bevor du irgendwelche unqualifizierten Kommentare in den Raum wirfst.Ich verfolge das Projekt Hoffenheim schon seit seiner Regionalligazeit, habe fast jedes Spiel in der zweiten Liga gesehen und kann zu diesem Blog eigentlich nur sagen: Gehts noch parteiischer und unobjektiver?
Fakt ist:
Hopp wird Hoffenheim ganz sicher nicht fallen lassen nur weil die Fanbasis nicht da ist. Hoffenheim ist für den SAP-Gründer eine Herzensangelegenheit und sein Engagement überhaupt nicht mit den Investitionen die es in der EPL gibt zu vergleichen. Hopp hat selbst bei Hoffenheim gespielt, es ist sein Heimatdorf und er investiert in das Projekt schon bald 15(!!!) Jahre. Und du denkst er hört dann auf damit, nur weil die "Fanbasis" fehlt?
Sicherlich hat Hoffenheim jetzt nicht so ein Einzugsgebiet wie beispielsweise München, aber die Sympatisanten steigen von Spiel zu Spiel. Warum? Weil die einfach einen guten Fussball spielen. Offensiv ausgerichteter Tempofussball mit guten, jungen und technisch hochklassigen Spielern.
Der Plan sieht ja den Erstligaaustieg in dieser Saison nicht einmal vor, dass sieht man ja schon an den Investitionen die da getätigt werden. Der vllt. einzige Kritikpunkt wird da schon fast wiederlegt: Die jungen Spieler sind zwar meist Ausländer, aber selbst beim Aufbau einer Erfolgmannschaft wird auf den Jugendstil geachtet.
Beispiele gefällig?
Eduardo, Gustavo: Jahrgang 87
Obasi: Jahrgang 86
Demba Ba, Compeer: Jahrgang 85
Alles Stammspieler, die selbst im Falle eines Austieges ganz sicher nicht durch komplette Spieler ersetzt werden.
Und mit der Region Sinsheim, Mannheim, Heidelberg ist da sicherlich Fanpotenzial, vor allem bei jungen Leuten, denen der gute Fussball gefällt und die nach dem Abstieg von Waldhof Mannheim seit Jahren keinen Erstligisten mehr in der Region haben...
15.04.2008 | 17:19 Uhr
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Mba13 : Teil 2
Was die Zukunft betrifft:Neben den bereits erwähnten jungen Spielern die Hoffenheim jetzt schon im Kader hat, haben sie wie Ste schon erwähnte ein hochmodernes Jugendzentrum und mit den oben genannten Einzugsgebieten auch die Möglichkeit, ihr Potenzial in diesem Fall auszuschöpfen. Alle Nachwuchsmannschaften spielen durchgehend in den höchsten Spielklassen und geben dort eine gute Figur ab.
Der nächste Punkt: Hoffenheim baut ein hochmodernes Stadion, dass im Frühjahr 2009 fertig sein wird. Wer dieses Stadion füllen soll? Fans und Interessierte aus den bereits genannten Regionen.
Nebenbei bauen sie noch die TSG-City, ein Trainingsgelände nach dem Vorbild von Arsenal, nach seiner Fertigstellung das Modernste in ganz Deutschland.
Fassen wir mal zusammen:
1.) Ein Milliardär im Hintergrund, der seit 15 Jahren in den Verein investiert und für den die ganze Sache eine Herzensangelegenheit ist.
2.) Eine junge, erfolgreiche Mannschaft
3.) Ein enormes Fanpotenzial aus den "hungrigen" Einzugsgebieten von beispielsweise Mannheim oder Heidelberg
4.) Eine zukunftsweisende Jugendarbeit
5.) Ein hochmodernes Stadion
6.) Das modernste Trainingszentrum von Deutschland
Und irgendjemand hier will mir erzählen, dass das wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen soll in 5-7 Jahren. Da kann ich einfach nur sagen, derjenige hört Milliardär und schiebt die ganze Sache in eine Schublade. Man sollte dann aber bei so wenig Informationen einfach die Klappe zu so einem Thema halten.
Und Hoffenheim ist arm? Das einzig arme hier ist dieser objektive Blog von einem neidischen St.Pauli-Fan...
15.04.2008 | 21:18 Uhr
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Parmi : @ Mba13
Mein Güte, da fühlt sich aber jemand auf den Schlips getreten. Habe ich mit irgendeiner Zeile gesagt, dass Hopp das Projekt TSG Hoffenheim fallen lassen wird? Habe ich irgendwo behauptet, dass es nicht seinen Herzensangelegenheit sei?Mitnichten habe ich dazu gesagt, dass das Projekt (was für ein perverses Wort im Zusammenhang mit Fußball - absolute Unkultur!) in fünf bis sieben Jahren zusammen fallen wird. Ich habe nur das Wort langfristig benutzt (20 bis 50 Jahre in meinem Empfinden).
Stell dir mal vor, 20 weitere Milliardäre würden ähnliche Projekt anstoßen, um ihre Verbundenheit zum Thema Fußball oder ihre Region zu zeigen. Glaubst du ernsthaft, wenn die Liga nur noch aus Vereinen wie der TSG Hoffenheim, dem FC Hintertupfingen, der Spvgg Kleinkleckersdorf besteht, dass sich irgendeine Sau in diesem Land noch für Fußball interessiert?
Die Liga erträgt gerade noch so Vereine wie den VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen - schau dir mal die Auswärtszuschauerzahlen der Vereine an. Wenn jetzt noch zig weitere Klubs dieser Couleur in Deutschlands Beletage spielen, kann man an fünf Fingern abzählen, wie in Zukunft die Zuschauerzahlen aussehen werden.
Ob sich das Projekt Hoffenheim irgendwann amortisieren wird, wird die Zukunft zeigen. Für den Sport, den ich liebe, hoffe ich sogar, dass es ein Erfolg wird - ich befürchte aber, dass solche Tendenzen genau dessen Totengräber sein werden, denn Plastik bleibt für die meisten Fußballfans Plastik.
15.04.2008 | 22:06 Uhr
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Mba13 : @Parmi
Die meisten Dinge waren auch nicht gegen dich gerichtet, sondern gegen alex. Les dir doch bitte die Kommentare und die überschriften vorher durch. Da bin ich nur ein bisschen rauer geworden, weil es mich so langsam wirklich nervt, wenn irgendjemand total uninformiert irgendwo was aufgreift und dass dann sofort als seine Meinung weitergeben muss ohne auch nur im Entferntesten mit dem Hintergrund vertraut zu sein.
Ein paar Sachen sind aber auch für deinen Ohren bestimmt gewesen. Du greifst einfach irgendwelche Argumente aus der Luft und nennst diese dann als Grund für ein Scheitern.
Bsp.: "Eine 30.000 Einwohnerstadt als Backround für einen Dorfklub? Das reicht nie und nimmer."
Wenn du dir meinen Kommentar durchliest erkennst du, dass da nicht nur eine 30.000 Einwohnerstadt als Background dienen muss.
Aber ich will die Gründe jetzt nicht alle noch einmal aufführen warum sich Hoffenheim durchsetzten wird, habe ich den 2 Kommentaren oben bereits getan.
Ausserdem war das ein ganz normaler Kommentar, der nur genau das wiederlegt, was du in deinem Blog geschrieben hast. Und jetzt komm mir bitte nicht mit: "Das habe ich so alles gar nicht gemeint..." Dein Blog ist ziemlich unobjektiv und provokant, deshalb musst du auch damit rechnen, dass da was dagegen kommt.
Alles weitere ist einfach nur hausgemachter Unsinn.
Bsp.:
"Stell dir mal vor, 20 weitere Milliardäre würden ähnliche Projekt anstoßen..."
Ich brauch mir dass nicht vorzustellen, weil sowas wohl kaum ein zweites Mal passieren wird. Es bedarf enormer Geduld so einen Verein über Jahre hinweg in die Spitze zu führen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass es nicht 20 Milliardäre in Deutschland gibt, die diese aufbringen. Aber dass wäre dann nur genau so hypotetisch wie deine Aussage....
Zusammengefasst:
Hoffenheim scheitert meiner Meinung nicht, lies dir meine Kommentare dazu durch. Auch nicht in 20-50 Jahren, ich versteh auch nicht worauf du da hinaus willst. Nach 20 Jahren Oberhaus gibt es zwangsläufig eine Fankultur.
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