29.12.2008 um 01:13 Uhr
25 Dinge über Schiedsrichter
»Herr Kahn, bitte nicht beißen«
Text: Philipp Köster
11 Freunde.de
Bin beim Surfen auf diesen witzigen Artikel über Schiedsrichter gestossen:
Lehmann, Daum, Magath – alle zetern sie über die Schiedsrichter. Dabei sind die schwarzen Männer doch ganz normale Menschen, machen manchmal Fehler und haben keine Zeitlupe zum Nachgucken. 25 kleine Geschichten über die Unparteiischen.
1
Lothar Woelk kennt man als grobschlächtigen Aufräumer. Durchaus sensibel half der Bochumer Woelk allerdings Schiedsrichter Markus Merk bei seiner Premiere in der Bundesliga. Als Merk von Fotografen belagert wurde, raunzte der bärtige Woelk die Meute an: »Jetzt macht mal Platz, wie soll der Junge hier ein Spiel pfeifen.« Das half.
2
Merk wurde später selbst zum Therapeuten. In einem Spiel hatte er den zeternden BVB-Coach Matthias Sammer wegen Motzerei auf die Tribüne geschickt, als er wenig später schon wieder auf den erzürnten Dortmunder Trainer traf. Ihn abermals des Platzes zu verweisen, war keine Lösung, also entschied Merk: »Leihe ihm einfach dein Ohr.« Also durfte Sammer im Zwiegespräch all das loswerden, was ihn bedrückte. »Danach setzte er sich auf die Trainerbank und 80 Minuten hörte ich nichts mehr von ihm.« Was Sammer mitzuteilen hatte? Merk: »Ich habe kein Wort verstanden.«
3
Wolf-Dieter Ahlenfelder und seine zu früh abgepfiffene Halbzeit sind längst Legende. Aus einem Interview mit der »Hessischen Allgemeinen«: »Damals spielte der Höttges noch in Bremen. Er sagte zu mir: ›Schiri, das kann nicht sein. Mein Trikot ist noch nicht nass.‹ Ich habe gesagt: ›Her mit dem Knicker – und habe Schiedsrichterball gegeben.‹ Die ›Bild‹ hat gefragt, was ich getrunken hätte, und ich antwortete: ›Eine Kiste Bier und eine Flasche Asbach.‹ Da war der Bock fett, auch wenn einige gemerkt haben, dass ich scherze.«
4
Weniger glimpflich ging die Trunkenheit an der Trillerpfeife für den Schweizer Urs Meier aus. Der hatte in der Nacht vor dem Aufstiegsspiel zur Dritten Liga zwischen Fislisbach und Villmergen anlässlich der Einweihung einer Mehrzweckhalle gezecht, mit Restalkohol im Blut ging alles schief: »Ich verlor die Übersicht und übersah mehrere Handspiele im Sechzehner.« Die Villmerger nahmen direkt nach dem Schlusspfiff Meier in die Zange. Der spurtete erst zur Eckfahne, dann zum Parkplatz, sprang in seinen VW Käfer und raste davon.
5
Als der langjährige FIFA-Schiedsrichter Knut Kircher einmal Oliver Kahn verwarnen musste, rief er eingedenk der Kahnschen Beißattacke gegen Heiko Herrlich schon von weitem: »Herr Kahn, ich zeige Ihnen jetzt die Gelbe Karte. Bitte nicht beißen.« Da musste sogar Kahn lachen.
6
Ein anderer Bayern-Spieler wurde nach den Spielen gerne mal bei Kircher in der Schiedsrichter-Kabine vorstellig. Das Kabuff der Unparteiischen war der einzige Ort, an dem Mario Basler unbeobachtet eine Zigarette rauchen konnte. Kircher stellte Bedingungen: »Wir haben gesagt: ›Mario, bring vier Bier mit, dann geht das in Ordnung.‹ Das hat er gemacht.«
7
Zu den Pflichten gastgebender Vereine gehört die professionelle Betreuung der Schiedsrichter am Spielort. Im Falle des Referees Dieter Pauly war das keine ganz leichte Übung, hatte Pauly doch ein etwas außergewöhnliches Hobby, »eine Vorliebe für das Trecker- und Schlepperfahren«. Also gab man sich beim 1.FC Nürnberg alle Mühe: »Meine nächste Treckerfahrt sollte dann nicht lange auf sich warten lassen. Sie gaben mir die Gelegenheit, meiner kleinen Schwäche für das Fahren dieser Ungetüme nachzugeben.«
8
Später geriet der Club ins Zwielicht, hatte er doch 1991 die erstaunliche Summe von 191000 Euro für den Posten »Schiedsrichterbetreuung« ausgegeben. Was das bedeutete, referierte der zerknirschte Schiri Neuner. Er bekam einen Diaprojektor, Fitnessgel, Öl, einen Pokal mit Gravierung und einen Vereinswimpel.
9
Weil die Spieler des madagassischen Klubs Stade Olympique l’Emyrne mit einer Entscheidung nicht einverstanden waren, schossen sie nach jedem Anstoß den Ball wieder ins eigene Tor. Am Ende gewann Gegner AS Adema mit 149:0, dessen Spieler hatten belustigt zugesehen.
10
Weil einige Spieler zu energisch gegen eine Rote Karte protestierten, zog der Schiedsrichter eines Spiels im malayischen Bundesstaat Johor eine Pistole. Der Referee, im normalen Leben Polizist, war nach einer Rudelbildung zu seinem Wagen gelaufen, hatte seine Dienstwaffe geholt und in die Luft geballert.
Warum 25 geschrieben steht und es tatsächlich nur 10 sind, kann ich euch nicht sagen. Wird eine Serie sein o.ä. Den Originalartikel findet ihr hier:
http://www.11freunde.de/bundesligen/116726/herr_kahn_bitte_nicht_beissen?PHPSESSID=
03294ba721bdff9254ac1fadf0f758d6
Text: Philipp Köster
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Bin beim Surfen auf diesen witzigen Artikel über Schiedsrichter gestossen:
Lehmann, Daum, Magath – alle zetern sie über die Schiedsrichter. Dabei sind die schwarzen Männer doch ganz normale Menschen, machen manchmal Fehler und haben keine Zeitlupe zum Nachgucken. 25 kleine Geschichten über die Unparteiischen.
1
Lothar Woelk kennt man als grobschlächtigen Aufräumer. Durchaus sensibel half der Bochumer Woelk allerdings Schiedsrichter Markus Merk bei seiner Premiere in der Bundesliga. Als Merk von Fotografen belagert wurde, raunzte der bärtige Woelk die Meute an: »Jetzt macht mal Platz, wie soll der Junge hier ein Spiel pfeifen.« Das half.
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Merk wurde später selbst zum Therapeuten. In einem Spiel hatte er den zeternden BVB-Coach Matthias Sammer wegen Motzerei auf die Tribüne geschickt, als er wenig später schon wieder auf den erzürnten Dortmunder Trainer traf. Ihn abermals des Platzes zu verweisen, war keine Lösung, also entschied Merk: »Leihe ihm einfach dein Ohr.« Also durfte Sammer im Zwiegespräch all das loswerden, was ihn bedrückte. »Danach setzte er sich auf die Trainerbank und 80 Minuten hörte ich nichts mehr von ihm.« Was Sammer mitzuteilen hatte? Merk: »Ich habe kein Wort verstanden.«
3
Wolf-Dieter Ahlenfelder und seine zu früh abgepfiffene Halbzeit sind längst Legende. Aus einem Interview mit der »Hessischen Allgemeinen«: »Damals spielte der Höttges noch in Bremen. Er sagte zu mir: ›Schiri, das kann nicht sein. Mein Trikot ist noch nicht nass.‹ Ich habe gesagt: ›Her mit dem Knicker – und habe Schiedsrichterball gegeben.‹ Die ›Bild‹ hat gefragt, was ich getrunken hätte, und ich antwortete: ›Eine Kiste Bier und eine Flasche Asbach.‹ Da war der Bock fett, auch wenn einige gemerkt haben, dass ich scherze.«
4
Weniger glimpflich ging die Trunkenheit an der Trillerpfeife für den Schweizer Urs Meier aus. Der hatte in der Nacht vor dem Aufstiegsspiel zur Dritten Liga zwischen Fislisbach und Villmergen anlässlich der Einweihung einer Mehrzweckhalle gezecht, mit Restalkohol im Blut ging alles schief: »Ich verlor die Übersicht und übersah mehrere Handspiele im Sechzehner.« Die Villmerger nahmen direkt nach dem Schlusspfiff Meier in die Zange. Der spurtete erst zur Eckfahne, dann zum Parkplatz, sprang in seinen VW Käfer und raste davon.
5
Als der langjährige FIFA-Schiedsrichter Knut Kircher einmal Oliver Kahn verwarnen musste, rief er eingedenk der Kahnschen Beißattacke gegen Heiko Herrlich schon von weitem: »Herr Kahn, ich zeige Ihnen jetzt die Gelbe Karte. Bitte nicht beißen.« Da musste sogar Kahn lachen.
6
Ein anderer Bayern-Spieler wurde nach den Spielen gerne mal bei Kircher in der Schiedsrichter-Kabine vorstellig. Das Kabuff der Unparteiischen war der einzige Ort, an dem Mario Basler unbeobachtet eine Zigarette rauchen konnte. Kircher stellte Bedingungen: »Wir haben gesagt: ›Mario, bring vier Bier mit, dann geht das in Ordnung.‹ Das hat er gemacht.«
7
Zu den Pflichten gastgebender Vereine gehört die professionelle Betreuung der Schiedsrichter am Spielort. Im Falle des Referees Dieter Pauly war das keine ganz leichte Übung, hatte Pauly doch ein etwas außergewöhnliches Hobby, »eine Vorliebe für das Trecker- und Schlepperfahren«. Also gab man sich beim 1.FC Nürnberg alle Mühe: »Meine nächste Treckerfahrt sollte dann nicht lange auf sich warten lassen. Sie gaben mir die Gelegenheit, meiner kleinen Schwäche für das Fahren dieser Ungetüme nachzugeben.«
8
Später geriet der Club ins Zwielicht, hatte er doch 1991 die erstaunliche Summe von 191000 Euro für den Posten »Schiedsrichterbetreuung« ausgegeben. Was das bedeutete, referierte der zerknirschte Schiri Neuner. Er bekam einen Diaprojektor, Fitnessgel, Öl, einen Pokal mit Gravierung und einen Vereinswimpel.
9
Weil die Spieler des madagassischen Klubs Stade Olympique l’Emyrne mit einer Entscheidung nicht einverstanden waren, schossen sie nach jedem Anstoß den Ball wieder ins eigene Tor. Am Ende gewann Gegner AS Adema mit 149:0, dessen Spieler hatten belustigt zugesehen.
10
Weil einige Spieler zu energisch gegen eine Rote Karte protestierten, zog der Schiedsrichter eines Spiels im malayischen Bundesstaat Johor eine Pistole. Der Referee, im normalen Leben Polizist, war nach einer Rudelbildung zu seinem Wagen gelaufen, hatte seine Dienstwaffe geholt und in die Luft geballert.
Warum 25 geschrieben steht und es tatsächlich nur 10 sind, kann ich euch nicht sagen. Wird eine Serie sein o.ä. Den Originalartikel findet ihr hier:
http://www.11freunde.de/bundesligen/116726/herr_kahn_bitte_nicht_beissen?PHPSESSID=
03294ba721bdff9254ac1fadf0f758d6
Aufrufe: 905 | Kommentare: 11 | Bewertungen: 5 | Erstellt:29.12.2008
ø 8.2
KOMMENTARE
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29.12.2008 | 10:13 Uhr
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29.12.2008 | 17:16 Uhr
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punkt 5,9,10 sind auch meine Favoriten... ;)
29.12.2008 | 18:28 Uhr
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30.12.2008 | 17:22 Uhr
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La_Pulga :
Puntk 10 ist einfach nur geil!Und bei 9 wäre ich gerne dabei gewesen!
30.12.2008 | 18:10 Uhr
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Da muss ich gleich eine eigene Anekdote anbringen.
In der A-Jugend hatten wir mal einen Schiedsrichter, den ich sehr gut kannte: mein Vater. Der war bei einem anderen Verein beschäftigt und wurde dann meiner Mannschaft zugeteilt. Irgendwann hat er Freistoß gepfiffen und die gegnerischen Spieler haben ihn gefragt "Für wen?", woraufhin er mit "für uns" geantwortet hat...
01.01.2009 | 19:31 Uhr
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Fußballalien : @ Nr. 6
Und dann hat Mario Basler geraucht, während die Schiris Bier getrunken haben, oder was? Wie ging es dann weiter?Und ach ja 10!
09.01.2009 | 17:35 Uhr
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Timm : 10 aus 25
dass es nur 10 sind, obwohl 25 angekündigt waren, kann daran liegen, dass man am ende des genusses der seite 1 zur seite 2 wechseln sollte.
;)
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10 ist aber auch nicht schlecht.