21.11.2008 um 15:58 Uhr
.Fußball .Revolution?
Bernhard Peters Überlegungen ließen viele Fußballexperten diskutieren. Letzte Woche veröffentlichte der Hoffenheimer Sportdirektor einen Vorschlag, der den Fußball revolutionieren könnte. Er ist für die Einführung des unbegrenzten und fliegenden Wechsels im Fußball nach dem Vorbild des Hockeys und der amerikanischen Sportarten.
Es brachen daraufhin verständlicherweise heftigste Diskusionen über ein Pro und Kontra dieses Vorschlags aus. Und ich habe mich wirklich sehr gewundert als in einer Kicker Umfrage vom 20.11. 60 % für dieses Auswechsel-Modell stimmten. Einen dermaßen großen Anklang hätte ich niemals erwartet. Daher hatte es mich ach ein bisschen gewundert, dass auf spox.com kein Artikel dazu erschien.
Ich selbst stehe diesem Modell mit einigem Misstrauen gegenüber, was vor allem daran liegen mag, dass jeder Fußballfan zu einem gewissen Sinn traditionell ist. Ein derartiges Modell bricht mit jeder Tradition und ist daher schlicht unvorstellbar. Es ist für mich einfach nicht nachzuvollziehen , dass sich Michael Ballack für zehn Minuten auswechseln lässt, um sich mal ein bisschen zu entspannen.
Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass nach zehn Minuten auf einmal die halbe Mannschaft ausgewechselt wird. Und irgendwie will ich auch einfach nichts verändern. Der Fußball ist der Fußball, das ist mein Sport und ich liebe ihn so wie er ist. Meine Freundin liebe ich doch auch so wie sie ist, sie muss sich ja nicht für mich verändern. Ich will damit sagen: Der Fußball gefällt mir so wie er ist, daher ist es doch überhapt nicht notwendig irgendetwas zu ändern.
Das sagt zumindest mein Herz.
Doch auf der anderen Seite hätte eine derartige Regeländerung auch einige positive Seiten. Durch die kürzeren Einsatzzeiten würde das ganze Spiel viel schneller und dynamischer, da auch die Erschöpfung nicht so schnell einsetzen würde. Für die Spieler wäre es sicherlich eine Entlastung, gerade für die Vereine, die auch international spielen. Sie könnten ihre Lesitung auf weniger Minuten konzentrieren, was durchaus Vorteile hat.
Der für mich positivste Aspekt ist aber die Förderung von Talenten. Durch mehr Spielerwechsel steigt die Chance für junge Spieler ihr Können zu zeigen natürlich enorm. Sie kriegen auf jeden Fall mehr Einsatzzeit. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass diese Spieler nur schwer Konstanz entwickeln können, da sie nie dauerhaft spielen. Am Ende werden sie aber trotzdem mehr Spielzeit bekommen, als es momentan der Fall ist. Und auch für Spieler, die lange verletzt waren, ist die Eingliederung leichter, da sie langsam immer mehr Spielminuten erhalten würden.
Außerdem würde unter den Spielern eine wohl größere Zufriedenheit herrschen, da durch die Verteilung der Spielminuten auf mehr Spieler ein nicht mehr so großer Kampf um die Stammpätze herrscht und mehr Zufriedenheit unter den Spielern vorhanden ist, auch wenn es natürlich Spieler gibt, die viel länger spielen als andere Spieler.
Grundsätzlich wird das Spiel natürlich anspruchsvoller für die Spieler, da sie sie taktisch geschulter sein müssen, sich besser und mehr auf andere, immer wechselnde Gegenspieler einstellen müssen und ein enorm hohe Tempo gehen.
Dieses revolutionäre Modell ist also nicht bloß irgendein Hirngespinst, sondern eine gut durchdachte Idee. Eine derartige Umstellung ist aber nicht von heute auf morgen denkbar. Man müsste im Amateurbereich ein solches System testen und letztendlich müsste es global umgesetzt werden. Die Trainingsmethoden müssten sich gerade im konditionellen Bereich schon in der Jugend verändern.
Es wäre eine weitere im Fußball vorgenommene Amerikanisierung in Richtung des American Football. Es entsteht eine viel größere taktische Variation, so dass als nächster Schritt wahrscheinlich Auszeiten vorgeschlagen werden. In dieser Hinsicht muss der Fußball aufpassen. Und hierin besteht auch meine große Angst, dass mein Sport irgendwann nicht mehr das ist, was ich so an ihm geliebt habe.
Meines Erachtens ist das Modell des fliegenden Wechsels zwar eine gute Idee, würde im Fußball aber viel zu viel durcheinander bringen und ist momentan auch gar nicht notwendig.
Es brachen daraufhin verständlicherweise heftigste Diskusionen über ein Pro und Kontra dieses Vorschlags aus. Und ich habe mich wirklich sehr gewundert als in einer Kicker Umfrage vom 20.11. 60 % für dieses Auswechsel-Modell stimmten. Einen dermaßen großen Anklang hätte ich niemals erwartet. Daher hatte es mich ach ein bisschen gewundert, dass auf spox.com kein Artikel dazu erschien.
Ich selbst stehe diesem Modell mit einigem Misstrauen gegenüber, was vor allem daran liegen mag, dass jeder Fußballfan zu einem gewissen Sinn traditionell ist. Ein derartiges Modell bricht mit jeder Tradition und ist daher schlicht unvorstellbar. Es ist für mich einfach nicht nachzuvollziehen , dass sich Michael Ballack für zehn Minuten auswechseln lässt, um sich mal ein bisschen zu entspannen.
Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass nach zehn Minuten auf einmal die halbe Mannschaft ausgewechselt wird. Und irgendwie will ich auch einfach nichts verändern. Der Fußball ist der Fußball, das ist mein Sport und ich liebe ihn so wie er ist. Meine Freundin liebe ich doch auch so wie sie ist, sie muss sich ja nicht für mich verändern. Ich will damit sagen: Der Fußball gefällt mir so wie er ist, daher ist es doch überhapt nicht notwendig irgendetwas zu ändern.
Das sagt zumindest mein Herz.
Doch auf der anderen Seite hätte eine derartige Regeländerung auch einige positive Seiten. Durch die kürzeren Einsatzzeiten würde das ganze Spiel viel schneller und dynamischer, da auch die Erschöpfung nicht so schnell einsetzen würde. Für die Spieler wäre es sicherlich eine Entlastung, gerade für die Vereine, die auch international spielen. Sie könnten ihre Lesitung auf weniger Minuten konzentrieren, was durchaus Vorteile hat.
Der für mich positivste Aspekt ist aber die Förderung von Talenten. Durch mehr Spielerwechsel steigt die Chance für junge Spieler ihr Können zu zeigen natürlich enorm. Sie kriegen auf jeden Fall mehr Einsatzzeit. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass diese Spieler nur schwer Konstanz entwickeln können, da sie nie dauerhaft spielen. Am Ende werden sie aber trotzdem mehr Spielzeit bekommen, als es momentan der Fall ist. Und auch für Spieler, die lange verletzt waren, ist die Eingliederung leichter, da sie langsam immer mehr Spielminuten erhalten würden.
Außerdem würde unter den Spielern eine wohl größere Zufriedenheit herrschen, da durch die Verteilung der Spielminuten auf mehr Spieler ein nicht mehr so großer Kampf um die Stammpätze herrscht und mehr Zufriedenheit unter den Spielern vorhanden ist, auch wenn es natürlich Spieler gibt, die viel länger spielen als andere Spieler.
Grundsätzlich wird das Spiel natürlich anspruchsvoller für die Spieler, da sie sie taktisch geschulter sein müssen, sich besser und mehr auf andere, immer wechselnde Gegenspieler einstellen müssen und ein enorm hohe Tempo gehen.
Dieses revolutionäre Modell ist also nicht bloß irgendein Hirngespinst, sondern eine gut durchdachte Idee. Eine derartige Umstellung ist aber nicht von heute auf morgen denkbar. Man müsste im Amateurbereich ein solches System testen und letztendlich müsste es global umgesetzt werden. Die Trainingsmethoden müssten sich gerade im konditionellen Bereich schon in der Jugend verändern.
Es wäre eine weitere im Fußball vorgenommene Amerikanisierung in Richtung des American Football. Es entsteht eine viel größere taktische Variation, so dass als nächster Schritt wahrscheinlich Auszeiten vorgeschlagen werden. In dieser Hinsicht muss der Fußball aufpassen. Und hierin besteht auch meine große Angst, dass mein Sport irgendwann nicht mehr das ist, was ich so an ihm geliebt habe.
Meines Erachtens ist das Modell des fliegenden Wechsels zwar eine gute Idee, würde im Fußball aber viel zu viel durcheinander bringen und ist momentan auch gar nicht notwendig.
Aufrufe: 695 | Kommentare: 15 | Bewertungen: 3 | Erstellt:21.11.2008
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KOMMENTARE
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21.11.2008 | 16:13 Uhr
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FCBluke :
stimme dir zu. der fußball soll so bleiben wie er ist!!!!!!!!!!!!!!!!!
21.11.2008 | 17:29 Uhr
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Josh9 :
Konfuse Idee, die hinten und vorne nicht stimmig ist.Football und Basketball haben ständige Unterbrechungen, die für mich als FussballAnhänger sehr nervend sind.
Diese ständigen TimeOuts, fouls..etc.
Gerade das macht doch den Fußball gegenüber solchen Sportarten attraktiv.
Ohne Unterbrechungen bei so einem großen Feld zu wechseln würde nur Chaos bringen.
Wann, wen, und wo wechseln. Nicht dass dann gerade ein Angriff läuft, oder vielleicht spezialisiert sich der Gegner darauf,
genau in die Wechsellöcher zu stossen

Das wäre kein Fussball mehr.
Peters kann ja gerne seine eigene Sportart erfinden und die nennt man dann eben Peters-Ball und er ist der Großmeister und Erfinder. Und die Liga heisst dann 1. Berhard Peters-Ball Liga
21.11.2008 | 18:20 Uhr
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Da gebe ich dir vollkommen Recht, das ist auch mein größtes Problem. Beim Basketball passt es einfach perfekt, weil nur fünf Leute spielen, es viele Punkte gibt und das Spiel unglaublich schnell ist.
Aber beim Fußball finde ich es schlimm, wenn ich im Stadion sitze und gar nicht mehr genau weiß welcher Spieler gerade auf dem Feld steht, weil sich das ständig ändert.
22.11.2008 | 09:01 Uhr
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neee, das ist nix
23.11.2008 | 15:50 Uhr
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Josh9 :
Ich hab da noch was:Standards!
Gibt es beim Fussball oft, und genau so oft fallen da auch Tore.
Ich würde mir da 4-5
2.30 meter- Männer auf die Bank setzen, die die ganze Saison nur Standards trainieren. Kopfball etc.
Wenn es dann ne Ecke gibt kommen die erst mal zum Einsatz

Dann kann selbst der Torwart nix mehr mit den Händen machen.
Und danach wieder schnell wechseln.
Geiles Spiel.
Sorry aber ich halte diesen Peters für einen Selbstdarsteller vom Herrn. Wie schon sein ganzes Büro vollgehängt ist, mit seinen tollen WM-Hockey Bildern. Peinlich.
Hockey rangiert bei mir zwischen Softball und Hallenhalma
23.11.2008 | 15:57 Uhr
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@josh:1. Berhard Peters-Ball Liga , hehe

23.11.2008 | 16:25 Uhr
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Wie geil, ich stelle mir das gerade vor. Alleine deswegen sollte das mit den fliegenden Wechseln eingeführt werden xDD
Wenn ich mir das nur vorstelle wie dann auf einmal solche Monster reinkommen.
Aber naja, gerade an den Standards sieht man wie sehr das mit den Einwechslungen zum US-Sport tendiert.
Daher auch nicht sinnvoll für den Fußball.
24.11.2008 | 14:25 Uhr
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Dann hätten wir am Ende Special Teams, genau gestoppte Zeit, wo nix mehr mit Spannung bis zur letzten Sekunde ist und so weiter.
Hände weg vom Fußball!!!
24.11.2008 | 14:38 Uhr
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riesery :
Es geht im Fußball nicht nur darum das Spiel immer schöner attraktiver zu machen.Zum Fußball gehört auch mal ein hässliches 0 zu 0.
Fußball ist Leidenschaft 100 % ige Identifikation mit dem Vereinauch wenn dieser Holzhackerfußball spielt wie Cottbus.
An Baernard Peters Vorschlägen sieht man was fehlender Stallgeruch ausmacht.Er will den Sport so weit reformieren bis ein komplett anderes Spiel entsteht.
Die leute die nur ins Stadion gehen um unterhalten zu werden soll zu Hoffenheim gehen.
Der Rest geht zu den anderen Vereinen......
24.11.2008 | 17:34 Uhr
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EdHardy22 : @Josh9
Sorry, aber wenn der Blogverfasser hier schon nen Link anführt, dachte ich du nutzt das und ließt den Artikel.Peters hat extra beschrieben, dass es keinen Spezialisten für Standards geben sollte, der Spieler müsste also für eine Gewisse Zeit drin bleiben oder bei Standards darf nicht gewechselt werden, egal, irgendeine Regel muss es da halt geben.
Unter diesem Gesichtspunkt ist dein Witz relativ schwach.
Obendrein sollte man doch alle Quellen nutzen, um etwas zu diskutieren...
Größtenteils gebe ich dir natürlich dennoch recht, sowei allen Skeptikern, wobei die Amerikanisierung nicht schlimm ist, wenn es den Sport auf ein höheres Level führt, aber das kann man nicht mal so eben austesten...
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