16.11.2009 um 09:32 Uhr
- Trauertouristen ! -
Mal ein paar Fakten:
Ein super Torwart und super Mensch begeht Suzid.
Er hinterlässt eine Ehefrau und ein "frisch" adoptiertes Kind.
Eine ganze Nation verfällt in kollektive Trauer.
Es tut mir leid, aber ich denke, viele, die unterwegs waren in
den letzten Tagen, waren eigentlich unterwegs zu einem
"happening". Ähnlich wie bei Michael Jackson im Sommer
diesen Jahres weinen Leute um einen Menschen, den sie
nichtmal kannten (nur den öffentlichen Teil).
Die Politik nutzt es aus, Trainer (meist die ohne Anstellung),
Politiker und alle möglichen Funktionäre sitzen in Talkrunden und philosiphieren über Ursache und Wirkung...
Jeder weiss, ein Umdenken würde Geld kosten. Wenn
Fussball den Stellenwert verlieren würde, keine Helden mehr
aufgebauscht, keine Trainer mehr öffentlich getadelt, keine
Spieler mehr kritisiert und die Ein- und Verkäufe der Vereine
keine 6-Wochen Sommerloch mehr füllen, dann wäre der
äussere Druck weniger.
Aber wollen wir das ? Wollen wir mehr Menschlichkeit ?
Wollen wir weniger Kommerz ?
Oder kommt so eine Schlagzeile (!!! - mehr ist es doch für die
Medien nicht) gerade recht ?
Normalerweise müsste jeder Verlust eines Menschen genauso
wichtig sein, wie der von Herrn Enke. Daher verstehe ich das ganze
nicht mehr.
Aufrufe: 251 | Kommentare: 1 | Bewertungen: 2 | Erstellt:16.11.2009
ø 5.5
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Was die Medien teilweise draus gemacht haben ist überzogen. Ich nehme da die Trauerfeier im Stadion aus, da dadurch vielen die Möglichkeit gegeben wurde sich zu verabschieden, sei es in hannover oder vor der TV Gerät. Mir war das jedenfalls wichtig.
Für die Medien sind halt "bad news" good news. So ist unsere Welt nun mal.