WWE Clash of Champions 2017 - die Analyse: Ein versöhnlicher Abschluss

Von Maurice Kneisel
Montag, 18.12.2017 | 08:55 Uhr
AJ Styles ist jeweils zweifacher WWE- und United-States-Champion

Im TD Garden von Boston, Massachusetts stieg vergangene Nacht der letzte WWE-PPV 2017. Im Main Event des SmackDown-exklusiven Events verteidigte AJ Styles seine WWE Championship gegen Jinder Mahal. Zuvor ging es beim Tag Team Match Randy Orton & Shinsuke Nakamura vs. Kevin Owens & Sami Zayn um die Karrieren der beiden letztgenannten. Darüber entschieden mit Shane McMahon und Daniel Bryan gleich zwei Special Guest Referees.

Zack Ryder vs. Mojo Rawley (Kickoff Match)

Sieger: Mojo Rawley per Running Forearm Smash.Rawley dominierte das Match von Anfang an, Ryder gelang nur kurz vor Ende ein kurzzeitiges Comeback. Der Sieg für Mojo war die einzig logische Wahl, da man mit ihm offenkundig noch Pläne hat, während das Ende der Hype Bros für den Long Island Iced Z wohl den endgültigen Absturz in die Bedeutungslosigkeit nach sich ziehen dürfte - was nicht bedeuten soll, dass das Team irgendeine Relevanz gehabt hätte.

Rawley betrieb nach Matchende zwar noch etwas Trash Talking, zu einem weiteren Beatdown kam es aber nicht, so dass diese Fehde tatsächlich schon zu Ende sein könnte. Sollte dem so sein, benötigt Rawley schnellstmöglich eine Anschlussfehde, um ihn als Heel zu etablieren, denn ansonsten wird auch er, wie schon während Ryders Verletzung, wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

United States Champion Baron Corbin vs. Bobby Roode vs. Dolph Ziggler (Triple Threat Match)

Sieger & neuer United States Champion: Dolph Ziggler per Zig Zag an Corbin. Dolph ist einfach ein Phänomen. Immer wenn man glaubt, der Mann sei nach zig Jahren katastrophalen Bookings und Jobbens am Ende seiner WWE-Karriere angekommen, gewinnt er aus dem Nichts mal wieder einen Midcard-Titel. Vergangene Nacht bildet da keinerlei Ausnahme, denn nach der Entrances-Storyline, die scheinbar nur gefahren wurde, damit er sich für Roode hinlegen konnte, schien Ziggler endgültig am Ende und sein Abgang beim baldigen Vertragsende beschlossene Sache.

Doch aus heiterem Himmel gewinnt er mal wieder den US-Titel und es würde wohl niemanden wundern, wenn in den kommenden Tagen einmal mehr eine Vertragsverlängerung bekannt gegeben würde. Der Sinn dieser Entscheidung erschließt sich derweil vermutlich niemandem, denn sowohl Roode - seit dem Call-up von NXT irrelevant - als insbesondere auch der Lone Wolf, dessen Main Eventer-Karriere seit dem verloreneren Money in the Bank Cash-in am seidenen Faden hängt, hätten diesen Sieg bedeutend dringender gebraucht.

Nun hat der Showoff also den Titel, um zu zeigen, dass in der WWE immer alles passieren kann. Er wird ihn bald schon wieder abgeben, im Zweifel an einen seiner beiden Gegner. Gewonnen hat durch diese Booking-Entscheidung letztlich niemand.

SmackDown Tag Team Champions The Usos vs. The New Day vs. Shelton Benjamin & Chad Gable vs. Rusev & Aiden English (Fatal 4-Way Match)

Sieger & weiterhin SmackDown Tag Team Champions: The Usos per Superfly Splash gegen Gable. Die vier Teams zeigten in einem äußerst unterhaltsamen Match, dass die SmackDown Tag Team Division auf einem guten Weg ist. Monatelang von den beiden Top-Teams Usos und New Day dominiert, durften zuletzt auch Rusev & English und, mit Abstrichen, Gable & Benjamin glänzen.

Nach mehreren Niederlagen in den letzten Wochen und dem erneut genommenen Pin von Gable sollten letztere nun aber dringend wieder ein paar Siege einfahren, falls man ihnen nicht jegliches durch den angedeuteten Heelturn entstandene Momentum wieder komplett nehmen will. Rusev & English, oder besser gesagt Rusev, ist unglaublich over und entsprechend dürfte das Duo nun eine Fehde gegen die Usos um die Titel erhalten. Der New Day könnte parallel Gable & Benjamin beschäftigen oder sich den Bludgeon Brothers stellen.

Die Titelverteidigung der Usos macht absolut Sinn, da sie seit geraumer Zeit das heißeste Team der WWE sind. Gleichzeitig war diese Ansetzung aber auch eine gute Gelegenheit, die Titel wechseln zu lassen, ohne sie zu schwächen. Da man diese nicht genutzt hat, ist davon auszugehen, dass Jimmy & Jey das Gold noch eine Weile behalten werden.

Seite 1: US Champion Ziggler und The Usos überzeugen

Seite 2: McMahon und Bryan klauen die Show

Seite 3: AJ Styles verteidigt seinen Gürtel gegen Jinder Mahal

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