Montag, 31.10.2016

WWE Hell in a Cell 2016: Die Analyse

Ein historischer Main Event

Im TD Garden von Boston sind erstmals zwei Frauen in einem Hell in a Cell-Match angetreten. Dabei verlor Sasha Banks ihre Raw Women's Championship an Charlotte Flair. Kevin Owens verteidigte dagegen die Universal Championship durch Hilfe von Chris Jericho gegen Seth Rollins, Brian Kendrick gewann die Cruiserweight Championship von TJ Perkins.

Cedric Alexander, Lince Dorado & Sin Cara vs. Tony Neese, Drew Gulak & Ariya Daivari (Kickoff Match)

Sieger: Cedric Alexander, Lince Dorado & Sin Cara nach dem Lumbar Check von Alexander gegen Gulak. Einmal mehr wurden die Faces over gebracht, was im Hinblick auf das Ergebnis des Titelmatches aber Sinn machte. Mit Swann, der Kendrick vergangenen Montag bei Raw besiegte, und Alexander hat man nun zwei populäre und ungemein talentierte Herausforderer, die demnächst ihre Titelchancen erhalten und der Division hoffentlich mehr Leben einhauchen werden, als es Perkins bislang gelungen ist.

Perspektivisch ist es trotz allem dringend notwendig, mindestens einen weiteren Heel zu pushen. Neese erscheint angesichts der bisherigen Darstellungen und seines Talents hierfür die logische Wahl zu sein.

U.S. Champion Roman Reigns vs. Rusev (Hell in a Cell Match)

Sieger und weiterhin U.S. Champion: Roman Reigns durch ein Spear gegen den auf der Ringtreppe stehenden Rusev. Das Match erfüllte exakt das, was zu erwarten war: Überraschungen Fehlanzeige! Rusev bearbeitete Reigns über weite Strecken, setzte ihm brutal zu und musste sich am Ende doch geschlagen geben.

Die Fehde sollte damit beendet sein und Reigns wird sich anderen Herausforderern zuwenden - es stellt sich nur die Frage, welche das sein sollen?

Mit Cena als US-Champ gelang es seinerzeit, den Titel aufzuwerten, was nach Jahren der katastrophalen Darstellungen dringend notwendig war. Hier soll hingegen der Titel Reigns weiterhelfen, was nur bedingt funktionieren kann. Auch wenn Romans Heat etwas zurückgegangen ist, dürfte dies lediglich daran liegen, dass er nicht mehr so relevant wirkt und nicht im Universal-Title-Rennen mitmischt.

Selbst Rusev als Anti-Amerikaner wurde gegen ihn regelmäßig lautstark abgefeiert - wie soll das beim nächsten Gegner werden? Vor allem, da Reigns vorerst garantiert niemanden over bringen wird. Er ist definitiv kein schlechter US-Champ, aber die Hoffnungen der WWE werden sich auch hier wieder nicht erfüllen.

Bayley vs. Dana Brooke

Siegerin: Bayley nach dem Bayley-to-Belly. Das Match verlief wie zu erwarten: Dana dominierte, indem sie Bayleys lädierte Schulter bearbeitete, wodurch man einmal mehr auf den Underdog-Status der ehemaligen NXT-Women's-Championesse setzte.

Der Sieg für Bayley war die einzig richtige Entscheidung, da sich Brooke seit ihrem Wechsel in den Main Roster gefühlt eher zurück- als positiv weiterentwickelt hat. Zudem benötigt man nach dem Ergebnis im Main Event starke Faces und wird nun im Zweifel noch vor Jahresende wieder zur Charlotte/Banks/Bayley-Dreierfehde zurückkehren.

Enzo Amore & Big Cass vs. Luke Gallows & Karl Anderson

Sieger: Luke Gallows & Karl Anderson nach dem Magic Killer gegen Amore. Was macht die WWE mit Enzo&Big Cass? Bereits bei NXT gelang ihnen der große Wurf, trotz diverser Titleshots und extremer Overness, nicht. Im Main Roster starteten sie stark. Doch man merkt zunehmend, wie die beiden Certified G's absacken, obwohl sie populär sind wie eh und je.

Das Segment bei Raw in Minnesota, als das Publikum für Enzos abgeschaltetes Mikrofon übernahm, hat dies mehr als eindrucksvoll bewiesen. Doch mit dem New Day und Sheamus & Cesaro stehen zwei Teams derzeit deutlich vor ihnen, zudem benötigt man zumindest ein starkes Heel-Team.

Diese Rolle füllen Gallows&Anderson, die sich in den letzten Wochen etwas steigern konnten, aktuell ordentlich aus. Diese Fehde wird sich mit Sicherheit in die Survivor Series und gegebenenfalls noch ein paar Wochen weiterziehen, doch am Ergebnis dürfte das wenig ändern. Über Kurz oder Lang wird Cass mit Sicherheit gegen Enzo turnen und solo gepusht werden, was für Amore bestenfalls einen Platz in der Lower Midcard bedeutet.

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Maurice Kneisel

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