Royal Rumble 2014, das Head-to-Head

Der perfekte Startschuss?

Von Maurice Kneisel/Marcus Hinselmann
Freitag, 24.01.2014 | 14:19 Uhr
Lesnar und Show lieferten sich schon vor zehn Jahren eine erbitterte Fehde
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Montagnacht (ab 1:30 Uhr im User Talk) fällt mit dem Royal Rumble im Consol Energy Center von Pittsburgh der Startschuss zur Road to WrestleMania. Besonderer Fokus liegt dabei auf der 30 Mann Battle Royal, bei der Batista sein In-Ring Comeback feiern wird. Zudem verteidigt Randy Orton die WWE World Heavyweight Championship gegen John Cena, Daniel Bryan trifft auf Bray Wyatt und Brock Lesnar bekommt es mit der Big Show zu tun. Die SPOX-Tipps.

WWE Tag Team Champions Cody Rhodes & Goldust vs. The New Age Outlaws (Kickoff Match)

Maurice Kneisel: Cody dürfte sich im Leben noch nie so jung gefühlt haben wie im Rahmen dieser Fehde. Unfassbar, dass man nach all den anderen Teilzeitprofis nun auch die Outlaws reaktiviert hat. Noch unglaublicher ist, wie verdammt gut die beiden nach wie vor sind, von Goldust ganz zu schweigen.

Auch wenn ich deutlich lieber junge, talentierte Duos wie die Real Americans oder die Usos im Titelmatch sehen würde, denen diese Leute leider den Platz stehlen, ist der Nostalgiefaktor doch unglaublich hoch. Ich setze tatsächlich darauf, dass der Road Dogg sich und Billy Gunn demnächst als "Six Time Tag Team Champions of the Wooooorld" ansagen darf, da ich davon ausgehe, dass man hier und später im Rumble-Match die Halbbruder-Fehde für WrestleMania einleitet.

Marcus Hinselmann: Dass es zu einer Fehde zwischen den Halbbrüdern kommt, scheint ja beschlossene Sache. Aber den New Age Outlaws die Titel geben? Das kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt einfach andere Teams, für die ein Titelgewinn logischer wäre. Allen voran die Usos, die in den letzten Wochen unfassbar stark dargestellt werden und von Sieg zu Sieg eilen.

Recht hast du allerdings damit, dass Billy und Road Dogg immer noch großartig im Ring agieren und Unterhaltung pur sind. Ich rechne mit einer Titelverteidigung von Cody Rhodes & Goldust. Später am Abend gibt es dann die ersten Risse in der Brotherhood und spätestens bei Elimination Chamber den Titelverlust.

Daniel Bryan vs. Bray Wyatt

Hinselmann: Viele waren der Meinung, dass der Re-Turn von Bryan zu früh kam. Aus meiner Sicht war es der perfekte Zeitpunkt. Zu Beginn sah ich Daniel Wyatt als größten Fehler der WWE und Ende des Bryan-Hypes. Als er dann vor knapp zwei Wochen mit einer Gehirnerschütterung auf dem Käfig saß und die "YES!" Rufe Ausmaße der "What!" Schreie zu Steve Austins besten Zeiten annahmen, musste ich die erste Annahme revidieren. Bryan ist DAS Face der WWE. Erst am Montag haben seine Reaktionen selbst die von Batista in den Schatten gestellt.

Mein Gefühl sagt mir, dass Daniel Bryan sich den Sieg sichern und mit den Wyatts abschließen wird. Ich sehe keinen Weg, wie Bray hier gewinnen kann. Mächtig wird das Match nicht, dafür ist der ehemalige Husky Harris nach all den Verletzungen einfach zu eingeschränkt. Leben wird das Aufeinandertreffen aber von Brays Mimik und natürlich von Bryan. Die WWE hat hier eine sehr unterhaltsame Fehde aufgebaut, die nun ihren Siedepunkt erreicht, wodurch das Match einen gewissen "Big Time" Charakter erhält. Siehst du das genauso?

Kneisel: Die Fehde ist unterhaltsam und mit der Entscheidung, Bryan nach nur zwei Wochen zu turnen, hat man auch in meinen Augen alles richtig gemacht. Zwar hätte ich in der Theorie gerne eine längerfristige Storyline um Daniel Wyatt gesehen, doch wenn die Geschichte bis WrestleMania oder länger gegangen wäre, hätte man mit Sicherheit seinem Momentum geschadet.

Vom Match an sich erwarte ich leider ähnlich wenig wie du, da Bray aus den genannten Gründen zumindest bislang viel zu wenig gezeigt hat. Seine Videopromos sind Weltklasse, die im Ring teilweise auch sehr gut. Aber wrestlerisch hat der Mann leider wenig zu bieten und auch die Reaktionen des Publikums sind teilweise enttäuschend. Es ist verständlich, dass die WWE ein so starkes Gimmick in den Main Event pushen will, doch ich bin nicht überzeugt, dass ihnen dies mit Windham Rotunda in der Rolle gelingen wird. Sonntagnacht werden sie aber noch alles auf diese Karte setzen, Bray Wyatt gewinnt dank tätiger Mithilfe von Luke Harper und Erick Rowan.

Big Show vs. Brock Lesnar

Kneisel: Big Show gegen Lesnar - da kommen Erinnerungen an das großartige Stretcher Match bei Judgment Day 2003 auf. Unvergesslich der Moment, als Brock in einem Gabelstapler in die Halle heizte, ein paar Meter vor dem Ring bremste, auf die Fahrerkabine kletterte und aus dem Stand einen sensationellen Sprung in den Ring hinlegte. Leider ist man auf die Vorgeschichte gar nicht eingegangen, vermutlich, da damals die Rollen vertauscht waren und man Lesnar nicht als Face zeigen wollte.

Schade, da das Ganze dadurch deutlich mehr Würze erhalten hätte. Doch da es sich hierbei lediglich um eine Übergangsfehde handelt, um das Biest als würdigen WWE-Titel-Anwärter bzw. WrestleMania-Gegner für den Undertaker aufzubauen, war das wohl auch nicht nötig. Henry wurde geopfert, um Big Show stärker darzustellen, der nun ebenfalls Brock Lesnar zum Opfer fallen wird. Oder glaubst du etwa, dass Show eine Chance gegen den wahren Best in the World hat, Marcus?

Hinselmann: Gegen den "Best in the World" also? Interessant. Das Einzige, was mir an dieser Fehde bitter aufstößt, ist die Degradierung von Mark Henry. Ich habe mich noch sehr gefreut, als er rauskam, um Lesnar die Stirn zu bieten. Doch so schnell die Freude aufkam, war sie aber auch schon wieder zerstört. Am Ende wurde es doch The Big Show. Ob Henry oder Show, das Resultat wird das Gleiche sein: Brock Lesnar gewinnt und soll als ernste Gefahr für Undertakers Wrestlemania-Streak aufgebaut werden.

Seite 1: Kickoff, Daniel Bryan vs. Bray Wyatt, Lesnar vs Big Show
Seite 2: John Cena vs. Randy Orton, Battle Royal

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