Die Geschichte der WWE Survivor Series

25 Jahre Kampf ums Überleben

Von Walandi Tsantiridis
Donnerstag, 17.11.2011 | 13:13 Uhr
Dwayne The Rock Johnson (l.) feierte bei den Survivor Series sein Debüt
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The Rock kehrt bei den Survivor Series Sonntag Nacht (1.45 Uhr im LIVE-TICKER) an den Ort seines Debüts zurück. Der Undertaker machte ebenfalls zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung auf sich aufmerksam. Das und mehr bieten 25 Jahre Survivor Series.

Die größten Debüts: "Dies wird der Mann der Zukunft überhaupt werden!", erklärte Kommentatoren-Legende Jim Ross beinahe prophetisch beim Debüt von The Rock bei den Survivor Series 1996. Allerdings lag noch ein langer, holpriger Weg zwischen dem damaligen Neuling Rocky Maivia und dem Hollywood-Star The Rock. Der damalige Gimmick-Name Dwayne Johnsons zollte seinem Vater Rocky Johnson und Großvater High Chief Peter Maivia Tribut.

An diesem Abend im Madison Square Garden in New York City war er der einzige "Überlende" seines Teams. Dabei besiegte er im Alleingang sowohl Crush als auch Goldust zum Sieg seines Teams. Das Ende bewies eindeutig, dass die WWE frühzeitig große Pläne für den ersten Superstar der dritten Generation der Unternehmensgeschichte hatte. Die zehnte Ausgabe der Survivor Series stellte hierbei einen würdigen Rahmen für den Startschuss einer Ausnahmekarriere dar.

Bei den Survivor Series präsentierte die WWE bereits zuvor und auch danach weitere vielversprechende Neulinge. 1990 stellte der Million Dollar Man Ted DiBiase den Undertaker - damals mit seinem schrillen Manager Brother Love - als seinen mysteriösen Partner vor. Neun Jahre später feierte der bis dato einzige olympische Goldmedaillengewinner in der Unternehmensgeschichte, Kurt Angle, sein Debüt gegen Shawn Stasiak.

Nicht nur Superstars erblickten bei diesem Pay-per-View das Licht der WWE-Welt, auch neue Matcharten feierten hier ihre Premiere. Das Sargmatch fand 1992 zwischen dem Undertaker und Kamala seinen Ursprung.

Die Premiere der Elimination Chamber stand 2002 im Mittelpunkt. Shawn Michaels komplettierte hier seine erfolgreiche Rückkehr in den Ring nach vierjähriger Verletzungspause mit dem Gewinn der Welt-Schwergewichts-Championship.

Der Hintergrund: Doch wie entstand die Idee der Survivor Series? Die erste Ausgabe fand am Erntedankfest 1987 statt und stellt somit hinter WrestleMania die älteste Großveranstaltung der WWE dar. In den vorangegangenen vier Jahren veranstaltete die Konkurrenz-Organisation National Wrestling Alliance (NWA) an diesem US-Feiertag traditionell sein Jahreshighlight Starrcade.

Vince McMahon bewies seinen Geschäftssinn, als er nicht nur parallel zur NWA seine neue Pay-Per-View-Veranstaltung anbot, sondern zudem die Kabelanbieter aufforderte, exklusiv den WWE-PPV anzubieten. Ansonsten wäre ihnen das Recht zur Ausstrahlung der kommenden WrestleMania IV abgenommen worden.

Das Ergebnis gab ihm Recht. Der damalige NWA-Boss Jim Crockett verkaufte ein Jahr später kurz vor dem finanziellen Ruin sein Unternehmen an Ted Turner, der die WCW als eigenständige Liga etablierte.

Der Kreis sollte sich 2001 schließen: Das Team WWE besiegte das Team Alliance (WCW und ECW), wodurch das ursprüngliche Turner-Unternehmen World Championship Wrestling sein endgültiges Ende fand.

Die Rekorde: Shawn Michaels besiegte in seiner Karriere zwölf Gegner bei den traditionellen Survivor-Series-Ausscheidungsmatches. Von den momentan aktiven Superstars jagen Big Show (11) und Randy Orton (9) diese Bestmarke.

Dabei hält Randy Orton noch einen ganz besonderen Rekord. Die Viper war bereits vier Mal (2003, 2004, 2005 und 2008) der letzte "Überlebende" seines Teams. Noch teilt er sich den ersten Platz mit Hulk Hogan und dem Ultimate Warrior.

Der Undertaker gewann seinen ersten WWE-Champion-Titel im Jahr 1991 - der erste Titelwechsel bei den Survivor Series überhaupt. Insgesamt neun Mal wechselte bis heute die höchste Auszeichnung der WWE den Besitzer.

Die Fehltritte: Auch kreative Missgeschicke weisen den Weg der Veranstaltung. Der Montreal Screwjob stellt hierbei den größten Skandal in der WWE-Geschichte dar, der im Gimmick Effekt bereits aufgearbeitet wurde.

Die Verletzungsanfälligkeit von Stone Cold Steve Austin zwang die WWE, ihr Zugpferd aus den Storylines zu schreiben. 1999 wurde die Klapperschlange beziehungsweise sein Stunt-Double Opfer eines Autos, das ihn überfuhr. Die Auflösung um den vermeintlichen Täter zog sich ein Jahr hin.

Triple H entpuppte sich letztendlich als Drahtzieher dieser Attacke, Rikishi als Fahrer. Das Ende des Matches von Austin gegen The Game bei den Survivor Series 2000 endete jedoch umstritten. Austin ließ das Auto samt dem Insassen Triple H von einem Gabelstapler fallen.

Der Eisprung des Goobledy Gookers im Jahr 1990 rundet die kreativen Fehlgriffe der Survivor Series ab.

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