Der WWE-Slobberknocker

Einen Go-to-Sleep zum Mitnehmen, bitte!

Von Maurice Kneisel
Freitag, 29.07.2011 | 15:15 Uhr
Pizza-King gegen Gartenzwerg: Wer ist der wahre WWE-Champion?
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Herzlich Willkommen zum inoffiziellen Twitter-Newsletter der WWE-Superstars, dem Slobberknocker. In der dritten Ausgabe futtern wir einen Go-to-Sleep, stellen John Cena in den Garten und krönen das Kolumnen-Maskottchen. Außerdem wird es dieses Mal richtig schlüpfrig. In dem Sinne, ein ganzer Sack voll Fun beim Lesen. It's Slobbering Time!

Straight-Edge-Fun

He is baaaaaaaaaaack! Nachdem CM Punk zuletzt mit Baseball-Kappe, Rucksack und Megafon bewaffnet auf der Spielwiese des Nerdtums aka der Comic Con in San Diego rumlungerte und im Rahmen eines Panels Triple H anpöbelte, feierte er in dieser Woche bei RAW sein WWE-Comeback. Und während wir uns alle fragen, ob Hunter die Telefonnummer des Punkers tatsächlich von seiner Ehefrau Stephanie zugesteckt bekam, wären auch ein paar andere Antworten interessant.

Beispielsweise: Dass Neu-WWE-Boss The Game Jim Ross on-air wieder einstellt ist eine Sache, aber wieso muss er John Morrison nach einer Verletzungspause laut eigener Aussage ebenfalls neu verpflichten? Wie hat Michael Cole in Trips olle Klamotten gepasst? Wurden die vorher schon mal benutzt? Und wer ist eigentlich dieser Typ mit der Bier-Box und dem unglaublichen Schlag bei Diven, der neuerdings ständig bei der WWE rumlungert?

Fragen über Fragen, auf die wir wohl niemals eine Antwort erhalten werden. Also widmen wir uns lieber wieder Punk und dem, was er während seines Kurzurlaubs unternommen hat. Mal abgesehen davon natürlich, dass er seinen WWE-Champion-Titel zu Baseball-Spielen mitschleppte oder unter die Erdnussbutter in den Kühlschrank packte.

Exzessive Saufgelage mit Keith Stone sind bei Mister "I don't have fun, I'm Straight Edge" bekanntlich keine Option, dafür hängt er gerne bei "Ian's Pizza" in Wrigleyville ab. Dort durfte der Best in the World jetzt seine eigene Variante kreieren - die "GTS Pizza". Ein Besuch in dem Laden wäre prinzipiell also Pflicht. Bleibt nur zu hoffen, dass einem der Kellner beim Servieren nicht grundsätzlich das Knie in die Visage rammt. Ansonsten hätte ich meine gerne zum Mitnehmen, danke!

Maskottchen und Killer-Käfer

Hiermit ernenne ich Chris Jericho zum offiziellen Maskottchen der Slobberknocker-Kolumne. Wieso ich das mache? Na, ganz einfach: Zum einen, weil ich es kann. Außerdem hat der Kerl es (als einziger neben CM Punk) bislang in jede Ausgabe geschafft. Und das, obwohl er nicht mal mehr für die WWE arbeitet. Noch ein Grund gefällig? Y2J ist (nach Derrick Bateman) der männlichste Mann auf Erden... meistens zumindest.

Da der gute Y2J derzeit nicht im Ring aktiv ist, muss er sich andere Betätigungsfelder suchen, außer rund um die Uhr so ausgiebig rumzuzwitschern, dass er Goldust Konkurrenz macht. Also schreibt er halt mal ein Buch, tanzt im US-TV mit irgendwelchen F-Promis um die Wette oder rockt derbe vor Menschenmengen ab. Letzteres geschah zuletzt im Rahmen der Europatour seiner Band Fozzy auch in Deutschland, und der Kanadier - welch Überraschung - tweetete natürlich prompt über seine Erlebnisse in Good Ol' germany.

"Ich bin gerade im Burger King in Düsseldorf. Es ist unglaublich, wie sehr du nach einer Woche in Europa amerikanischen Junk Food vermisst." Absolut Chris, schließlich gibt es auf dem ollen Kontinent ja nicht an jeder zweiten Ecke einen Burger King, Mäcces oder die Filiale einer anderen US-Kette, für die ich an dieser Stelle völlig grundlos keine Schleichwerbung mache.

Wie dem auch sei, nachdem der Gute fündig geworden war und sich einen Teil seines Kampfgewichts wieder angefressen hatte, musste er sich auch schon einem anderen Problem stellen: Der exotischen deutschen Tierwelt: "Ich habe gerade 20 Minuten damit verbracht, einen Marienkäfer durch mein Hotelzimmer zu jagen. Die Viecher sind bedenklich schnell!" Klar Chris, das lag nur am Marienkäfer, nicht etwa an der Burger-Plauze.

Aber egal, da das Karma bekanntlich eine Bitch und Kharma im Mutterschaftsurlaub ist, rächte sich das Schicksal prompt an unserem Hobby-Kammerjäger: "Meine Fresse! Ein gigantischer Grashüpfer ist gerade durch mein Fenster geflogen und in meinem Gesicht gelandet. Ich habe einen Riesenschreck bekommen. Wo bin ich denn hier - im Urwald?"

Respekt, Chris! Bei so viel Männlichkeit - und da wir dich im Slobberknocker eh nicht loswerden - hast du dir deinen neuesten Titel redlich verdient: Den Slobbicho. Die Trophäe folgt bald... vielleicht.

You can't see Midget

Keine Frage, die WWE-Shopzone bietet alles, was das Fanherz begehrt. Aber man kann das Ganze auch etwas überstrapazieren. Seit Neuestem findet man dort unter anderem einen John Cena-Gartenzwerg. Und nein, ich spreche hier nicht von Hornswoggle, der mal wieder als Cena-Fanboy auftritt.

Die WWE hat ihre deutschen Fans halt ganz besonders doll lieb und erfüllt uns allen einen langgehegten Traum. Für bescheidene 30 US-Dollar (20,67 Euro) kann man sich ab sofort die Kitsch-Variante des Doctor of Thuganomics in den Vorgarten stellen. Dort soll der Gute dann vermutlich der Gießkanne ein Attitude Adjustment verpassen und die Bengel aus der Nachbarschaft mit seinen Five Moves of Doom vertreiben.

Aber jetzt kommt der Haken bei der Sache: Den Cena-Gartenzwerg gibt es bislang nur auf der US-Seite. Klarer Fall von Zielgruppe verfehlt. Und während die deutschen Marks die Scherben ihrer gebrochenen Herzen auffegen, dürfen die Smart Marks weiterhin von CM-Punk-Pendants träumen.

Rocky-Quicky

Der Ein oder Andere mag ja mitbekommen haben, dass die WWE schon ein Match für WrestleMania 28 in Miami im kommenden Jahr angekündigt hat. Und weil das Aufeinandertreffen zwischen der ausgewachsenen Nicht-Keramik-Version von John Cena und The Rock durchaus für ein wenig Medienaufsehen sorgen könnte, wäre es doch schön, wenn dann nicht nur die Stimmung, sondern auch das Match selbst etwas taugt.

Nachdem unser Co-Champ mit der stattlichen Kappen-Kollektion beim letzten Pay-per-View gegen CM Punk bewiesen hat, dass er ein besserer Worker ist, als ihm mancher Hater zugestehen will, stellt sich die Frage: Was hat Dwayne Johnson nach knapp sieben Jahren ohne In-Ring-Praxis eigentlich noch drauf? Zwei Dinge werden entscheidend sein: a) dass er nicht Chris Jericho als Ernährungsberater engagiert und b) dass er körperlich in Topform ist.

Während über den ersten Punkt nur spekuliert werden kann, hat Rocky den zweiten kürzlich via "Twitter" unterstrichen. Der Gute steht offensichtlich nicht nur an den Trainingsgeräten voll unter Dampf, sondern auch in allen anderen Lebenslagen: "Nachmittags-Workout - dominiert. 450 Gramm gegrillter Büffel - dominiert. Meine Frau - dominiert. Es war mal wieder ein typischer Dienstag." Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

Dumm, dümmer, Heath Slater

Der Corre ist Geschichte, entsprechend muss Wade Barrett nicht mehr mit seinen ehemaligen Verbündeten Justin Gabriel und Heath Slater rumlungern. Im Falle von letzterem scheint das eine ganz hervorragende Idee zu sein. Denn, Hand aufs Herz: Wer hat noch nie während einer NXT-, Raw- oder SmackDown!-Ausgabe das Bedürfnis verspürt, der selbsternannten Ein-Mann-Rockband eine reinzuhauen?

Dass einem das als Fan so geht, ist ja nicht verkehrt. Schließlich ist der Ober-Ginger ein Heel und soll die Leute dazu bringen, ihn zu hassen. Wenn ihm dies schon alleine durch sein Aussehen gelingt - umso besser. Für Barrett gestaltet sich die Sache allerdings etwas komplizierter, schließlich ist er ständig mit Slater unterwegs.

Als Wade sich letztlich im Rahmen eines Interviews mit dem "WWE Magazin" zum Gimmick seines Ex-Buddys äußerte, musste man sich schon leichte Sorgen machen: "Ich bin stolz darauf, eine intelligente Person zu sein. Ich ermuntere auch andere Menschen dazu, sich zu bilden. Und Heath Slater ist, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel, der dümmste Typ, der mir jemals begegnet ist."

Soweit, so gut. Aber der Brite legte nochmal überragend nach: "Ich liebe Heath; er ist ein klasse Kerl. Aber Heath Slater ist ein Schwachkopf. Ich kann seine lächerliche Frisur tolerieren und seine völlig überzogenen Eigenheiten, aber wenn er seinen Mund aufmacht, fängt mein Blut wirklich an zu kochen." Da hilft wohl nur noch eine brütend heiß servierte "Pizza GTS" für den Kollegen.

Traumjob: Sicherheitsbeamtin

Ein Glück, dass Journalisten mit der Gabe gesegnet sind, grundsätzlich über jedes Thema absolut objektiv schreiben zu können *hust*. Ansonsten wäre im Rahmen des Artikels zur Diva des Monats Juni wohl deutlich geworden, dass es sich beim Autor dieser Zeilen um den größten A.J. Lee-Fanboy überhaupt (Screw you, Josh Mathews!) handelt. Und das mit gutem Grund.

Schließlich hat die SmackDown!-Diva nicht nur im Ring einiges drauf, sondern ist auch ungemein putzig. Teilweise ein bisschen zu sehr vielleicht. "Ich hätte fast meinen ersten Flug verpasst", tweetete sie kürzlich: "Dann ging bei Burger King der Kaffee aus, mein Rumgeheule hat mich wertvolle Zeit gekostet, und anschließend bin ich am Gate vorbei gelaufen, wodurch ich beinahe auch den zweiten Flug verpasst hätte."

Aber zum Glück gibt es ja engagiertes Personal an Flughäfen - zu engagiert manchmal. "Oh, und jetzt bin ich am Notausgang, und eine Flugbegleiterin fragt mich: ‚Na, wie alt bist du denn, meine Kleine?' Bislang habe ich einen ganz tollen Tag." Einen Kindersitz hat man für die kleine A.J. dann aber wohl doch noch gefunden.

Von einer Verschwörung (schöne Grüße an R-Truth und seine imaginären Freunde) des Flughafenpersonals kann hier trotzdem keine Rede sein. Schließlich verstand April sich mit einer anderen Dame kürzlich fast schon zu gut: " Eine Sicherheitsbeamtin meinte zu mir ‚Du hast schönes Haar' und hat mich durchgelassen. Danke dafür, dass sie mein Ego gestreichelt hat, ohne meinen Intimbereich zu streicheln." Sicherheitsbeamtin müsste man sein...

Dirk Diggler oder Dolph Ziggler?

Apropos Intimbereich streicheln - unlängst kursierte im Internet das Gerückt, unser aller Lieblings-Mr. Perfect-Ripoff Dolph Ziggler habe BiBi Jones zu einem Date ausgeführt. Für alle, die Ms. Jones nicht kennen - die Gute arbeitet in der Regel vor laufender Kamera in der Horizontalen. Kennengelernt haben soll Dolph die Freudenspenderin übrigens bei einem Britney Spears-Konzert.

Der United-States-Champion hat aber mittlerweile klargestellt, dass lediglich sein Name an Dirk Diggler aus "Boogie Nights"angelehnt ist: "Wow! An alle, die es interessiert: Nein, ich date niemanden! Und ja, ich höre regelmäßig Britney Spears!" In dem Sinne: Hit me baby, one more time.

Die kommenden WWE-Termine im Überblick

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