This is a conspiracy, call the police!

Von Maurice Kneisel
Samstag, 28.05.2011 | 14:27 Uhr
Diebstahl mit Stil: CM Punk kopierte zu Ehren des verstorbenen Macho Man dessen Outfit
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CM Punk wird eines Verbrechens beschuldigt, das er nie bestritten hat. Randy Orton schickt sich derweil fast selbst in die Pampa und dem Godfather of Spitznamen reicht es nicht, nur Ärzte zum Lachen zu bringen. Das und eine kräftige Portion Eye Candy setzt es beim Debüt des "Slobberknocker". In dem Sinne: Ring the damn bell!

Straight Edge... Thief?

R-Truth spricht derzeit ja besonders gerne über Diebe, die sich bei WWE rumtreiben. Hier ein nicht ganz so besorgniserregender Fall: Als CM Punk 2005 bei der Liga aus Stamford, Connecticut anheuerte, war schon klar, dass er einen Teil seines aus dem Independent-Zirkus bekannten Move-Arsenals würde zuhause lassen müssen.

Vor allem sein damaliger Finisher, der aus Copyright-Gründen nicht ganz so korrekte Pepsi Plunge, hatte ausgedient. Wohl auch, da er dem Trademark Move des Schwiegersohns eines gewissen WWE-Besitzers verdächtig ähnelt - nur halt auf dem obersten Ringseil ausgeführt.

Da Punk aber nun mal ein paar Aktionen brauchte, um weiter im Ring glänzen zu können, eignete er sich einen Satz neue an. Bei seinem Debüt im Main Roster 2006 setzte er verstärkt auf Muay Thai und hatte sich zudem einen neuen Finisher zugelegt: Den Go To Sleep. Die Fireman's-Carry-Variante hatte er sich bei dem japanischen Superstar Kenta Kobayashi, besser bekannt als KENTA, abgeschaut.

Dieser hat sich nun in einem Interview mit dem "Daily Star" zum Straight-Edge-Savior geäußert und erklärt, er habe einen guten Teil seiner Moves, einschließlich des GTS sowie mehrerer Schlag-und-Tritt-Kombinationen, bei ihm abgekupfert. "Bitte setzt ihn auf die Verbrecher-Liste, denn er hat meine Aktion geklaut", so Kenta. Punk hatte allerdings immer zu diesem "Verbrechen" gestanden.

Zudem ist er Wiederholungstäter... zumindest indirekt: Sein Entrance Theme, der Song "This Fire burns" der Band Killswitch Engage, war ursprünglich für Randy Orton geplant. Dieser hatte den Metalcore-Track nicht nur für sich beansprucht, sondern war damit auch schon bei einer Show in die Halle gezogen. Die Offiziellen der WWE waren allerdings der Meinung, das Stück passe besser zu Punk, und so muss Randy weiterhin Lieder nutzen, die er doof findet - was er gerne in regelmäßigen Abständen bei Interviews erwähnt.

Viper on a plane

Apropos Randy Orton: Die Viper hätte sich in dieser Woche fast selbst den Heimaturlaub gestrichen. Er war zwar nach den Smackdown-Tapings am Dienstag in Spokane ins Flugzeug gestiegen - allerdings in das falsche. Statt in der Maschine ins heimische St. Louis saß er in der nach Fayetteville. Zum Glück für ihn fragte der Pilot vor dem Start nochmal nach, ob auch alle Passagiere bei ihm richtig seien, und so schlängelte der World-Heavyweight-Champion sich schnellstmöglich raus und zum richtigen Flieger.

"Die Tür war schon geschlossen. Der Kapitän und ich hatten Augenkontakt, und er schüttelte einfach nur enttäuscht den Kopf", verriet Orton, an Bord angekommen, via "Twitter": "Sie haben mich dann aber doch noch rein gelassen und wir werden gleich starten. Mein Gesicht ist noch immer knallrot."

All hail the Queen

Die Gerüchte um ein mögliches Comeback von Chris Jericho halten sich trotz gelegentlicher Dementis seit seinem Abschied Ende September 2010 beständig. Nach seinem Ausscheiden bei der US-TV-Show "Dancing with the Stars" erhalten diese - während wir noch angestrengt rätseln, ob Motsi Mabuse und Co. ihn beim deutschen Abklatsch trotz Topkonkurrenz vom Checker hätten weiter kommen lassen - derzeit zusätzliches Feuer.

Gegen ein kurzfristiges Comeback spricht, dass die Nebenaktivitäten von Mr. "I'm the best in the world at what I do" den Verantwortlichen bei WWE schon immer ein Dorn im Auge waren. Und Chris' liebster Zeitvertreib ist es, mit seinen Bandkollegen der Metalkombo Fozzy kräftig abzurocken. Laut ihrer Website sind die Jungs noch bis Mitte Juli auf Tour - übrigens unter anderem auch zu vier Terminen in Deutschland. Mit seiner Rückkehr darf also frühestens zum "SummerSlam" gerechnet werden.

Der Hauptschuldige an Jerichos Noch-nicht-Comeback ist aber wohl der böse Alltagstrott. Ergibt keinen Sinn? Na gut, dann lasse ich es den selbst ernannten König der Welt selbst erklären: "Ich möchte nicht zurück kommen und den gleichen Charakter porträtieren wie beim letzten Mal. Man muss sich konstant selbst neu erfinden", erklärte Jericho gegenüber "IGN". "Es mag auf den ersten Blick eine eigenwillige Analogie sein, aber ich betrachte mich immer als die Madonna des Wrestling. Und damit meine ich, das sich mich ständig neu erfinde. Bei WWE arbeitest du 52 Wochen im Jahr und bist jede Woche im TV zu sehen - da kannst du nicht immer gleich aussehen und agieren."

In dem Sinne, lieber Chris: Setz dich bitte hin und denk dir - wie üblich - was großartiges aus, damit es schon bald bei WWE heißen kann: All hail the queen of the world.

WWE's next Spaßvogel

John Morrison liegt derzeit aufgrund einer Operation infolge eines eingeklemmten Nervs im Nacken flach. Dadurch hat er reichlich Zeit, sich Gedanken über sein Comeback zu machen, das in drei bis fünf Wochen steigen soll. Dazu riet ihm neulich auch Shawn Michaels via "Twitter": "JoMo, nimm dir Zeit und lass es ausheilen. Du wirst stärker und besser zurück kommen, als du es vorher warst."

Und wohl auch lustiger. Kein Scherz, der Monday Night Delight hat nämlich Judy Carter angeheuert. Die gute Dame arbeitet mit Stand-Up-Comedians und hat in ihrem Blog auf "comedyworkshops.com" verraten, dass der Guru of Greatness ihr unlängst einen Besuch in ihrem Büro abstattete. Grund sei, dass er im Ring witziger werden und - and I quote - "eine Sprecherkarriere starten" wolle.

Eine Kostprobe seines Humors hat uns der Shaman of Sexy bereits unmittelbar nach seiner OP aus dem Krankenhaus zugezwitschert: "Mir wurde gesagt, dass ich jetzt den Saftkarton-Rekord halte. Ich habe 14 Dosen getrunken, bevor sie meinten: ‚Vielleicht solltest du es jetzt mal mit Wasser versuchen'". Nicht schlecht für den Anfang, außerdem belegt der Prince of Parkour seine Kreativität ja bereits seit Jahren durch seine ständig wachsende Spitznamen-Sammlung.

Divengezwitscher

Bei einem astreinen Slobberknocker wird per Jim-Ross-Definitionem einiges geboten, und somit ist klar, dass hier die Diven nicht fehlen dürfen. Die Mädels liefern, Social-Media-Seiten sei Dank, immer Gesprächsstoff satt. Deswegen jetzt an dieser Stelle eine Kurzzusammenfassung:

Unsere Diva des Monats April, Maryse, feiert derzeit munter Poolpartys gemeinsam mit Rosa Mendes und den Bella Twins. Ok, was haben wir davon? Jede Menge, denn die Gute liebt es einfach, Bikinibilder von sich und ihren Kolleginnen auf ihrem "Twitter"-Profil zu posten. Danke dafür.

Melina scheint derweil, gemäß dem Namen ihres früheren Finishing Moves, einen Extreme Makeover zu planen. Das verriet sie ihren Fans auf ihrer offiziellen Website "realmelina.com" während eines siebenstündigen Live-Chats: "Ich denke darüber nach, meinen Look komplett zu überholen. Möglicherweise wird es Leute traurig machen, aber ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich eine dramatische Veränderung vornehmen muss." Grund dürfte wohl sein, dass sie derzeit bei Raw kaum mehr zum Zug kommt.

Weniger schöne Nachrichten zwitscherte Layla in die Welt: Wie sich herausstellte, ist ihre unlängst bei SmackDown verkündete Knieverletzung leider kein Work gewesen. Vielmehr hat sich die hübsche Engländerin mit marokkanischen Wurzeln das vordere Kreuzband sowie das Innenband im Knie gerissen und musste am Donnerstag operiert werden. Sie wird voraussichtlich sechs Monate ausfallen. Ich wünsche gute Besserung.

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