Lottner, Hobgarski, Pfizenmaier, Zaja und Korpatsch erfolgreich

Talentproben bis spät nach Mitternacht

Sonntag, 23.04.2017 | 08:02 Uhr
Antonia Lottner erkämpfte sich die zwiete Chance auf einen Platz im Hauptbewerb
© Porsche Tennis

Am ersten Tag der Qualifikation in Stuttgart bekommen die Zuschauer bekannte Gesichter, aber auch erfolgreiche deutsche Auftritte zu sehen.

Von Jens Huiber aus Stuttgart

Die Wege sind nicht weit in Stuttgart, der Übergang vom Hauptplatz der Porsche Arena auf den Court 2 in der Schleyer-Halle beinahe fließend. Ebenso fließend wie die Grenzen zwischen der Qualifikation und dem Hauptfeld des Porsche Tennis Grand Prix 2017. Jelena Ostapenko etwa - hat die gute Frau nicht erst vor wenigen Tagen in Charleston das Finale eines ziemlich großen WTA-Turniers erreicht, und mithin ein gar nicht mal so kleines? Die Lettin jedenfalls muss durch die Mühlen zweier Matches, um sich eine Chance auf ein Stück des großen Kuchens zu erarbeiten.

Den Auftakt am Samstag macht indes Antonia Lottner, neben Laura Siegemund jene deutsche Spielerin mit der engsten Bindung an den Turnierort Stuttgart. Lottner muss sich mit Mariana Duque-Marino messen, es lässt sich gut an, nach nervösem Beginn findet die Deutsche besser ins Spiel, holt sich den ersten Satz mit 7:5. Lottner, mittlerweile 20 Jahre alt, bringt viel Tempo auf den Court, die Kolumbianerin flinke Beine. Gegen Ende findet die Deutsche die Balance zwischen Risiko und Gewinnschlägen wieder, das Break zum 4:3 im dritten Satz bleibt das letzte des Matches. Erfolgreiche Qualifikationsspiele sind keine Seltenheit bei Antonia Lottner, 2016 hat sie das bei den US Open bewiesen, zuletzt auch im Schweizerischen Biel.

Angeschlagene Turnierdirektorin

Für Turnier-Chefin Anke Huber ist das jedenfalls der Auftakt in einen Turniertag, der bis weit nach Mitternacht reichen wird. Bei acht angesetzten Partien pro Platz keine Überraschung, Huber hätte gegen einen kürzeren Arbeitstag nichts einzuwenden gehabt, die Stimme der ehemaligen Weltklasse-Spielerin bedarf dringender Schonung. Der Sonntag wird ein wenig entspannter ausfallen, eines der vielen angenehmen Features in Stuttgart ist die komplette Überdachung aller Courts, das Wetter bleibt außen vor.

Annika Beck kann daraus keinen Nutzen mehr ziehen, für sie hat sich der Qualifikations-Wettbewerb bereits nach einem Match erledigt. Vor etwas mehr als einem Jahr hat Beck in Leipzig für das deutsche Fed-Cup-Team einen Punkt gegen die Schweiz geholt, im Moment sucht sie ihre Form auf den Außenplätzen. Weltranglisten-Position 61 ist keineswegs schlecht, für einen Platz im Hauptfeld in Stuttgart indes nicht gut genug.

Kleine Fehler-Margen

Da reicht nicht einmal Rang 48. Den hat Naomi Osaka inne, die 19-jährige Japanerin führt die Setzliste der Qualifikantinnen vor Ostapenko an. Der erste Auftritt der hoch gelobten Osaka wäre beinahe der letzte gewesen, den Satzrückstand gegen Asia Muhammad aus den USA konnte sie gerade noch umdrehen. Die Fehler-Margen sind äußerst gering in fast allen Matches, ein Level höher gilt dies erst recht.

Dort wird es erst ab Montag ernst, nach Abschluss der Fed-Cup-Partien bekommen die in der Halle verbliebenen Zuschauer jedenfalls drei Damen präsentiert, die sich schon als Grand-Slam-Champions verewigt haben: Svetlana Kuznetsova eröffnet die Trainingseinheiten auf dem Center Court, Garbine Muguruza und Samantha Stosur machen schließlich die Lichter aus. Zu einem Zeitpunkt allerdings, da auf den Qualifikationsplätzen noch Hochbetrieb herrscht.

Mit erfreulichen Ergebnissen aus deutscher Sicht, vor allem der Sieg von Dinah Pfizenmaier gegen Camila Giorgi fällt in die Kategorie der nicht zu erwartenden. Dass Katharaina Hobgarski die an Position fünf gesetzte Risa Ozaki schlägt ebenso. Anna Zaja und Tamara Korpatsch kommen auch weiter, es ist angerichtet für den Qualifikationssonntag in Stuttgart.

Hier die Ergebnisse und Auslosungen aus Stuttgart: Einzel, Einzel-Qualifikation

Hier der Spielplan

Die aktuelle WTA-Weltrangliste

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