Tennis

Auf eigene Faust: Simona Halep geht erst einmal ohne Coach in die Saison

Von Ulrike Weinrich
Simona Halep verliert in Wimbledon
© getty

Branchenführerin Simona Halep geht erst einmal ohne neuen Coach in die anstehende Saison. Nach dem Abgang von Darren Cahill will sie sich bei der Trainersuche Zeit lassen.

Das Trainerkarussell drehte sich in den letzten Wochen besonders auf der Damentour rasant. Am meisten überraschte dabei wohl die Trennung von Wimbledonsieger Angelique Kerber und Wim Fissette nach nur einem Jahr gemeinsamer Arbeit. Die Kielerin erläuterte erst am vergangenen Mittwoch in Köln ihre Beweggründe, warum sie Rainer Schüttler als Nachfolger des Belgiers engagierte.

Auch Simona Halep muss noch einen Trainer verpflichten, nachdem Darren Cahill Anfang November bekannt gegeben hatte, sich 2019 intensiv um seine Familie kümmern zu wollen. Aber: Muss sie wirklich? Halep jedenfalls scheint gut fünf Wochen vor Beginn der neuen Spielzeit keinen Zeitdruck zu verspüren, jemanden an ihre Seite zu holen.

Halep will "ein paar Turniere allein angehen"

"Ich habe darüber nachgedacht und werde in nächster Zeit keinen Coach haben", sagte die Weltranglistenerste rumänischen Medien und kündigte an: "Ich will ein paar Turniere allein angehen und werde dann sehen, wie es läuft."

Halep startet also gewissermaßen als Einzelkämpferin in 2019. Man darf gespannt sein, ob die 27-Jährige auch das erste Grand-Slam-Event des Jahres, die Australian Open (14. bis 27. Januar), ohne Coach bestreitet. Auf eigene Faust sozusagen. In der vergangenen Saison hatte sie in Melbourne ein dramatisches Finale in drei Sätzen gegen Caroline Wozniacki verloren und die Nacht wegen Dehydrierung in einer Klinik verbringen müssen.

Der Wimbledonsieg 2019 soll das große Ziel sein

Gut vier Monate später erfüllte sich Halep dann bei den French Open in Paris ihren großen Traum und holte sich ihre erste Major-Trophäe. Es soll nicht die einzige bleiben. Glaubt man den rumänischen Berichten, dann hat ein Triumph in Wimbledon für Halep nun höchste Priorität.

"Ich will einen neuen Grand-Slam-Pokal, das ist in jedem Jahr das Ziel", sagte sie - und betonte, dass ein Erfolg an der Church Road ein besonders "süßer" sein würde. 2014 hatte "Simo", die ihrer Heimat eine Volksheldin ist, im Rasen-Mekka das Halbfinale erreicht und dort gegen Eugenie Bouchard den Kürzeren gezogen.

Halep hatte ihre Teilnahme an den WTA-Finals im Oktober in Singapur wegen eines Bandscheibenvorfalls absagen müssen. Das Jahr schloss dei Rechtshänderin aus Constanta trotzdem zum zweiten Mal in Folge als Nummer eins der Welt ab.

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