Tennis

Bethanie Mattek-Sands: Schrill, exzentrisch - und mit eigener Modekollektion

Von Ulrike Weinrich
Bethanie Mattek-Sands
© getty

Serena Williams hat eine, Venus Williams hat eine - und jetzt auch Bethanie Mattek-Sands. Die schrille und sympathische Amerikanerin mit Kultfaktor startet unter dem Dach des US-Labels "Lucky in Love" eine eigene Kollektion.

Man muss nicht über hellseherische Fähigkeiten verfügen, um prognostizieren zu können: Die von Mattek-Sands entworfenen Stücke werden vor allen Dinge eines sein - SCHRILL !!!

"Die Kleidung passt zu meinem Stil, - nicht nur in puncto Mode, sondern auch, was meinen Lebensstil angeht, so dass sich diese Zusammenarbeit natürlich anfühlt. Es hat mir so viel Spaß gemacht, mit 'Lucky in Love' zusammenzuarbeiten, um unsere Vision von mutiger Tennisbekleidung zum Leben zu erwecken", sagte die achtmalige Doppel- und Mixed-Major-Siegerin aus den USA, die schon einmal mit Cowboy-Hut zu einem Match erschien.

Am 1. Januar 2019 sollen die ersten von "Fashion Designerin" Mattek-Sands kreierten Teile auf den Markt kommen. Name der Premiere-Kollektion: "Australian Open Capsule"

"Wir sind stolz darauf, einen einzigartige Kontrast zur traditionellen Tennisbekleidung hinbekommen zu haben, und wir sind der Meinung, dass Bethanies Stil perfekt mit unserer Marke harmoniert", sagte "Lucky in Love"-Geschäftsführer und -Gründer Brad Singer.

Kniestrümpfe, wandelnder Tennisball und "Eye Black"

Die 33-Jährige aus Arizona gilt als die Tennisspielerin mit der ungewöhnlichsten Kleidung auf und abseits des Courts. Zu einer Wimbledon-Party war "BMS" einst als wandelnder Tennisball mit Netz-Applikationen erschienen.

Ihre Kniestrümpfe sind legendär. Und die ehemalige Nummer eins der Doppel-Weltrangliste (derzeit Nummer 66) malt sich in Anlehnung an die amerikanischen Footballer auch schonmal schwarze, dicke Balken ("Eye Black") unter die Augen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Hier geht es zur außergewöhnlichen Fashion-Gallery von Bethanie Mattek-Sands

Mattek-Sands, Mixed-Olympiasiegerin von Rio 2016, war erst im Frühjahr 2018 auf die Tour zurückgekehrt, nachdem sie im Sommer des Vorjahres bei einem Einzel in Wimbledon eine Horrorverletzung erlitten hatte. "Ich bin durchgedreht. Ich habe nie zuvor so eine Verletzung gesehen. Das Knie war in einer schlimmen Stellung. So etwas kennt man sonst nur aus Filmen", meinte nachher ihre geschockte Gegnerin Sorana Cirstea.

Konfrontation als Therapie: Tränen in Wimbledon

Mattek-Sands hatte sich bei dem Sturz einen Patellasehnenriss zugezogen. Zudem war die Kniescheibe ausgerenkt. Zwölf Monate später dann kehrte die so lebenslustige Amerikanerin mit den wechselnden Haarfarben genau an den Ort zurück, an dem das Malheur passiert war. Court 17 in Wimbledon, mitten im Rasen-Mekka an der Church Road. Sie setzte sich in Höhe der T-Linie auf den Platz - und weinte.

"Es war kein einfacher Gang für mich. Aber ich hatte das alles während meiner Reha schon vor meinem inneren Auge durchgespielt", berichtete Mattek-Sands und schämte sich ihrer Tränen nicht: "Als ich dann dort war, konnte ich es verarbeiten."

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