Tennis

WTA: Monica Seles gegen On-Court-Coaching

Von Nikolaus Fink
Seles will kein Coaching bei Grand Slams
© getty

Die Diskussion rund um On-Court-Coaching auf der WTA-Tour schlägt weiterhin hohe Wellen. Nun hat sich auch Monica Seles zu Wort gemeldet - und sich gegen eine grundlegende Reform ausgesprochen.

Auf der WTA-Tour ist das Coaching außerhalb der vier Majors bereits gestattet. Die ehemalige Weltranglistenerste Monica Seles will nicht, dass künftig auch bei Grand-Slam-Turnieren On-Court-Coaching erlaubt ist. "Als Profispielerin auf dem höchsten Niveau solltest du für dich selbst denken können", meint Seles gegenüber Tennis World USA.

Die neunfache-Grand-Slam-Gewinnerin spricht sich somit gegen eine Erneuerung des bestehenden Systems aus. Nach dem US-Open-Finale zwischen Serena Williams und Naomi Osaka war eine Diskussion rund um das Thema Coaching aufgebrandet. Unter anderem hatte sich Williams-Coach Patrick Mouratoglou für eine Reform ausgesprochen.

Via Twitter forderte der Franzose eine Umkehr des bisherigen Praxis und wünschte sich eine Freigabe des Coachings. Es würde ohnehin jeder machen und durch eine Adaptierung des Regeln könnte man das Spiel für die Zuschauer noch attraktiver machen. Es gebe zwei Seiten: die Traditionalisten und jene, die den Tennissport in die Moderne führen wollen.

WTA-Boss: "Coaching wird erhalten bleiben"

Seles dürfte sich wohl zu den Erstgenannten zählen: "Schon mein Vater hat zu mir vor den Matches gesagt: Gehe auf den Platz und bewege dich. Ich mag das On-Court-Coaching nicht."

Zumindest auf der WTA-Tour wird die Linkshänderin mit dem Coaching leben müssen. WTA-Boss Steve Simon äußerte sich am Rande der Finals in Singapur zur aufkommenden Debatte: "Coaching ist hier, um bei der WTA zu bleiben." Einzig die Handhabung könne sich zukünftig etwas ändern.

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