Tennis

Naomi Osaka und ihre besondere Freundschaft zu Zhang Shuai

Von Ulrike Weinrich
Naomi Osaka
© getty

Nach ihrem überraschenden Triumph bei den US Open wollten ziemlich viele Leute quasi alles von der schüchternen Naomi Osaka wissen. Die Japanerin verriet unter anderem, wer ihre beste Freundin auf der Tour ist. Die beiden treffen nun ausgerechnet im Viertelfinale von Peking aufeinander.

Es gibt kaum etwas, was Naomi Osaka in den vergangenen Wochen nicht gefragt worden ist. Der Erfolg weckt die Neugier am Menschen hinter der Tennisspielerin. Also hat die 20-Jährige erzählt - von sich, ihrer Familie, dies und jenes. In TV-Sendungen, bei Pressekonferenzen und in Exklusiv-Interviews.

Kopfhörer als Schutz gegen Fremde

Osaka hat verraten, dass sie sich manchmal nur Kopfhörer aufsetzt, um nicht angesprochen zu werden. Dass sie Schwierigkeiten damit habe, sich anderen Personen gegenüber zu öffnen. Und sie hat über den ungewöhnlichen Beginn einer besonderen Freundschaft berichtet. Nämlich jener zur chinesischen Kollegin Zhang Shuai (29).

"Sie ist so etwas wie eine große Schwester für mich. Ihr Coach und sie sind die nettesten Menschen überhaupt", sagte Osaka dem Internetportal "Sport360°" über die Weltranglisten-45. Dabei habe das Ganze etwas eigentümlich begonnen, wie die New-York-Championesse findet.

Shuai staunte schon vor zwei Jahren über Osakas Talent

Zhang Shuai hatte sich beim Turnier in Tokio im September 2016 ein Match von Osaka angeschaut. "Danach hat sie meinem Coach erklärt, dass ich so gut sei", erzählte die Japanerin. Das Seltsame: Osaka war die nächste Gegnerin von Shuai.

"Ich dachte mir, sie ist verrückt, das vor dem direkten Duell zu sagen." Zwar gewann Shuai am nächsten Tag im Achtelfinale mit 6:3, 6:2 gegen die junge Osaka. Doch ihre Einschätzung hatte sich nicht geändert.

Osaka: "...und das kommt bei mir selten vor"

"Sie meinte, ich sei so gut, das sei unglaublich. Und ich dachte nur: 'Aber du hast mich doch besiegt'", berichtete Osaka schmunzelnd. Es war der Beginn einer speziellen Freundschaft. Die Beiden trainierten oft zusammen, Shuai übernahm ein wenig die Rolle der Mentorin. "Immer wenn ich sie sehe, möchte ich sie drücken. Und das kommt bei mir selten vor", fügte Osaka an.

Nun trifft Osaka am Freitag im Viertelfinale von Peking auf Shuai, die am Donnerstag Angelique Kerber (Nr. 3) mit 6:1, 2:6, 6:0 bezwang. Die Japanerin hatte zuvor Julia Görges (Nr. 10) mit 6:1, 6:2 ausgeschaltet.

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