Tennis

Peking: US-Open-Siegerin Osaka scheitert im Halbfinale an Sevastova

Von Ulrike Weinrich
Naomi Osaka, Peking
© getty

US-Open-Siegerin Naomi Osaka (Japan) ist im Halbfinale von Peking an Anastasija Sevastova gescheitert. Die Lettin erreichte damit ihr erstes Endspiel bei einem Premier-Mandatory-Turnier.

Nach knapp 1:32 Stunden besiegelte im National Tennis Stadium ein Returnfehler von Osaka den 6:4, 6:4-Erfolg der Weltranglisten-20. Sevastova. Ihr österreichischer Coach und Lebensgefährte Ronald Schmidt hielt den besonderen Moment mit einem Foto fest. Seine Freundin wird im neuen WTA-Ranking bis auf Platz 12 klettern.

"Ich wusste, dass ich aggressiv und konzentriert agieren muss, denn Naomi ist eine tolle Spielerin", sagte New-York-Semifinalistin Sevastova nach ihrem ersten Finaleinzug bei einem Event der zweithöchsten Kategorie. Die 28-Jährige greift nun am Sonntag entweder gegen Australian-Open-Championesse Caroline Wozniacki (Dänemark/Nr. 2) oder Wildcard-Inhaberin Qiang Wang aus China nach ihrem vierten Einzeltitel auf der WTA-Tour.

Der angeschlagenen Osaka waren die jüngsten Strapazen anzumerken

Sevastova hat in diesem Jahr das Turnier in Bukarest gewonnen. Sollte ihr auch der Coup bei den China Open gelingen, würde sich die Lettin, die ihre Karriere 2013 wegen Rückenproblemen schon einmal beendet hatte, mit einer Siegerprämie von 1,525 Millionen Dollar und 1000 Punkten für die Weltrangliste belohnen.

Osaka indes waren die Strapazen der vergangenen Wochen deutlich anzumerken, ihr unterliefen 42 Unforced Errors. Einen Tag nach dem 2:33-stündigen Viertelfinale gegen ihre gute Freundin Zhang Shuai (China) hatte die 20-Jährige physische Probleme. Auf Geheiß ihres deutschen Coaches Sascha Bajin ließ sich die frischgebackene Grand-Slam-Gewinnerin beim Stand von 3:4 im zweiten Satz von der herbeigeholten Physiotherapeutin am unteren Rücken behandeln.

Es nutzte nichts mehr. Sevastova, die insgesamt drei von vier Breakbällen abwehrte, blieb cool und machte den Erfolg perfekt. Mit dem sechsten Ass (insgeamt neun) hatte sie sich den ersten Satz nach rund 46 Minuten geholt.

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