Tennis

Kiki Mladenovic: "Ich habe mit Dominic eine Competition am Laufen"

Von Lukas Zahrer aus Linz
Mladenovic sprach über die Beziehung mit Thiem.
© GEPA

Kiki Mladenovic hat beim WTA-Turnier in Linz locker die zweite Runde erreicht. Nach ihrem Erstrundensieg über Harriet Dart sprach die Französin in der Pressekonferenz übers Zittern bei den Partien ihres Freundes Dominic Thiem und ihrer Liebe zu Österreich.

Außerdem erklärte sie, warum sie sich von ihrer Mutter coachen lässt, was sie in der zweiten Runde gegen Timea Babos erwartet und worin sie sich beinahe Tag für Tag mit ihrem Freund misst.

Kiki Mladenovic ...

... über ihre erste Runde: "Ich wusste nur wenig über meine Gegnerin, auch im Internet fand ich nur sehr wenig über sie heraus. Sie hat definitiv Talent, aber ich bin froh über meine solide Leistung."

... über das Duell mit ihrer Doppelpartnerin Babos in Runde zwei: "Auf der Tour hast du nur wenige Freunde, sie gehört aber definitiv dazu. Wir sprechen eigentlich über absolut alles miteinander. Das ist eine sehr wertvolle Verbindung, die ich mit ihr habe. Wir trainieren wirklich bei jedem Turnier zusammen. Es wird ein schwieriges Match, weil wir uns in- und auswendig kennen. Sie serviert gut und hat aggressive Grundschläge. Sie hat eine gute Bilanz gegen mich, weil ihr meine Spielweise entgegenkommt. Ich traue es mich fast nicht zu sagen, aber ich will mich diesmal für meine Niederlagen revanchieren."

Kristina Mladenovic: "Ich liebe Österreich"

... über die Unterstützung von Familie Thiem: "Ich genieße den Support. Domis Familie ist so liebevoll, es bedeutet mir viel, dass sie hier sind. Generell bin ich sehr froh, dass ich in Linz bin, denn es fühlt sich wie zu Hause an. Ich weiß nicht, warum ich in der Vergangenheit immer in Asien spielte."

... zur Situation, vor Thiems Verwandtschaft zu spielen: "Ich kenne schon fast alle Mitglieder der Familie Thiem, nur die zweite Oma lernte ich erst kennen. Es ist kein extra Druck, aber ich spüre dennoch eine positive Angespanntheit. Immerhin könnte es sein, dass sie extra nach Linz kommen, nur um mich verlieren zu sehen (lacht). Ich war wirklich nervös zu Beginn."

... über ihre Freizeitaktivitäten bei Turnieren: "Ich bin normalerweise sehr professionell und pendle nur zwischen Hotel und Trainingsplatz. Aber mit dem Alter - ohne jetzt steinalt klingen zu wollen, aber ich begann schon vor zehn Jahren, auf der Tour zu spielen - versuche ich immer mehr, mir einen halben Tag frei zu halten, um die Turnierstadt zu erkunden. Was ich beim Spazieren in Linz sah, war wirklich schön. Abseits davon finde ich Wien wunderschön, aber auch die ländlichen Regionen sind herrlich. Was soll ich sagen, ich liebe Österreich."

... auf die Frage, ob sie Thiems Match in Shanghai verfolgte: "Drei Stunden lang zitterte ich im Bett mit! Es war schrecklich, danach brauchte ich einen Mittagsschlaf. Ich war nervlich am Ende, komplett erschöpft ohne überhaupt selbst ein Match gespielt zu haben. Wenn ich ihm zusehe, spüre ich dieselben Adrenalinstöße wie wenn ich selbst spielen würde."

... auf die Frage, warum sie ihre Beziehung mit Thiem vor der Öffentlichkeit nicht versteckt: "Naja, also alles teilen wir Euch ja auch nicht mit (lacht). Aber ist ganz schön für die Fans, ein paar Bilder oder Videos zu sehen. Wir fokussieren uns dennoch auf unsere Karrieren. Es hilft, wenn wir uns über gewisse Situationen austauschen."

Kristina Mladenovic beim WTA Linz: "Dominic spricht mittlerweile unglaublich"

... über Thiems Französisch-Kenntnisse: "Wir haben eine kleine Competition am laufen. Wir beide lernen mit einer Sprach-App die jeweils andere Sprache, ich muss aber mit Deutsch vorlieb nehmen. Es gibt kein Österreichisch, und ich habe schon mitbekommen, dass es einige Unterschiede gibt. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, was für ein Wettkampf-Typ Domi ist. Ich bin sicher, er übt zwei Stunden pro Tag. Ich will nicht sagen, dass er schon fließend spricht, aber sein Französisch ist mittlerweile unglaublich. Bei den French Open kann er bestimmt schon gut sprechen."

... ihre eigenen Sprachkenntnisse: "Es war ein großer Fehler, in meiner Jugend Spanisch anstatt Deutsch gelernt zu haben. Ein paar Sätze kenne ich schon, aber ich brauche noch ein paar Monate. Das ist dann meine sechste Sprache (neben Französisch, Serbisch, Englisch, Italienisch und Spanisch, Anm.). In der Schule war ich in Mathematik immer schlecht, Sprachen waren aber immer spaßiger - so wie auch Philosophie."

... auf die Frage, ob sie Thiem zu dessen Saison-Vorbereitungscamp auf Teneriffa begleiten wird: "Vielleicht. Ich selbst trainiere im Dezember üblicherweise immer in Dubai, dort passt das Klima und es liegt auf dem Weg nach Australien. Es ist aber etwas, worüber wir schon gesprochen hatten."

... über ihre Trainer-Suche: "Meine Mutter begleitet mich derzeit. Wir haben aber nicht aufgehört, nach einem externen Coach zu suchen. Doch es ist nicht einfach, einen zu finden, denn viele sind vergeben. Es muss einfach passen, und man muss viel reisen. Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem aktuellen Team."

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