Tennis

Tokio, Wuhan, Peking: Angelique Kerber und ihre Asien-Wochen

Von Ulrike Weinrich
Montag, 10.09.2018 | 21:30 Uhr
Guter Auftakt für Angelique Kerber in Wimbledon
© getty

Angelique Kerber biegt auf die Zielgeraden ihrer beeindruckenden Saison ein: Für die Wimbledonsiegerin stehen die Asien-Wochen vor der Tür.

Das jüngste Mitglied im erweiterten "Team Angie" scheint ein wahrer Sonnenschein zu sein. 45,5 Zentimeter groß, 2690 Gramm schwer - und schon bestens gelaunt. Gleich nach der Geburt vermittelte der neue Erdenbürger namens Louis Fissette mit einem zarten Lächeln den Eindruck, dass er sich ausnahmslos auf all das freut, was jetzt in dieser großen weiten Welt auf ihn zukommen mag.

Der Mini-Fissette muss erstmal auf seinen Papa verzichten

Baby Louis, geboren am vergangenen Mittwoch, ist der jüngste Sohn von Wim Fissette. Doch der Kleine wird bald erstmal auf seinen Papa verzichten müssen, denn für Fissette-Schützling Kerber brechen in ein paar Tagen die Asien-Wochen an. Ein Triple-Header - sozusagen.

Die Route lautet: Tokio (ab 17. September/Premier), Wuhan (ab 24. September/Premier5), Peking (ab 1. Oktober/Premier Mandatory).

Und ab 21. Oktober folgt dann mit ein bisschen zeitlichem Abstand das letzte und abschließende Highlight des Jahres: Das mit sieben Millionen Dollar dotierte WTA-Finale der besten acht Spielerinnen 2018 in Singapur. Dafür ist Kerber als zweite Spielerin nach Branchenführerin Simona Halep (Rumänien) bereits qualifiziert. Zum insgesamt fünften Mal.

Im Endspurt nochmal angreifen: "Die Situation ist nicht neu für mich"

Auf die letzten vier Turniere ihrer Saison bereitete sich die 30-Jährige nach ihrem Drittrunden-Aus bei den US Open mit ein wenig Entspannung unter der Sonne vor. Dabei machte "Angie", übrigens seit frühester Jugend eine formidable Schwimmerin, auch beim Stand Up Paddling eine gute Figur.

Im Endspurt geht es für Kerber jetzt darum, nach der Erfüllung ihres Kindheitstraums in Wimbledon Mitte Juli noch einmal den Fokus auf die Asien-Tour zu richten. Noch einmal die Kräfte zu bündeln, noch einmal alles rein zu legen - und noch einmal eine Mission zu starten.

Keine einfache Aufgabe, "aber ich kenne das ja. Diese Situation ist nicht neu für mich", sagte die Nummer drei des WTA-Rankings jüngst.

Besonders in Wuhan und Peking kann "Angie" viele Punkte sammeln

In Tokio hat sie ein Halbfinale von 2017 zu verteidigen, aber besonders in Wuhan (Erstrunden-Aus) und Peking (Zweitrunden-Aus) stehen die Chancen gut, weitere Punkte zu sammeln. Die Weltranglistenzweite Caroline Wozniacki (Dänemark/5975 Zähler) hat nur noch 550 Punkte Vorsprung auf Kerber (5425). Die führende Halep (8061) sitzt derzeit noch relativ sicher auf dem Thron. 2016 hatte die Kielerin das Jahr als Nummer eins beendet.

Von den Top Ten werden außer Kerber nur Caroline Garcia (Frankreich), die Wuhan- und Peking-Gewinnerin 2017, sowie die US-Open-Championesse Naomi Osaka (Japan), Karolina Pliskova (Tschechien) und Sloane Stephens (USA) den Triple-Header Tokio/Wuhan/Peking spielen.

Wimbledon-Halbfinalistin Julia Görges, die Nummer elf der Welt, hat für Wuhan beziehungsweise Peking gemeldet und darf sich noch Hoffnungen auf die Qualifikation für das WTA-Finale machen.

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