Tennis

Absagen-Flut: Turnier-Organisation beklagt vollen Tour-Kalender

Von tennisnet
Montag, 27.08.2018 | 17:01 Uhr
Kvitova gab in ihrem Match gegen Carla Suarez Navarro auf.
© getty

Die Turnierveranstalterin des WTA Events in New Haven/Connecticut, Anne Worcester, hat die große Flut an Absagen in der vergangen Woche beklagt. Die US-Amerikanerin fordert mehr Unterstützung seitens der WTA und einen strukturierteren Kalender.

"Das betrifft nicht nur die Woche vor den US Open, über den gesamten Sommer gab es einfach zu viele Absagen und Aufgaben", sagte Worcester.

Dieses Problem wurde vergangene Woche in New Haven augenscheinlich. Die Topgesetzte Simona Halep sagte ihre Teilnahme nach zwei Finaleinzügen in den beiden Wochen davor kurzfristig ab, die offizielle Begründung war eine Zerrung an der Achillessehne.

Ashleigh Barty, Kiki Bertens und Johanna Konta sagten allesamt aufgrund eines Virus ab, zwei weitere gesetzte Spielerinnen waren damit nicht dabei. Petra Kvitova gewann ihr Auftaktmatch, musste im Viertelfinale aber mit einer Schulterblessur nach einem Satz aufgeben.

Monica Puig schritt einen Tag später nach nur acht Games vorzeitig zum Handshake. So kam es, dass Carla Suarez Navarro ins Finale einzog, indem sie nicht einmal vier ganze Sätze bestritten hatte.

Die Siegerin, Aryna Sabalenka, durfte sich über einen Scheck in Höhe von 136.000 US-Dollar freuen. Bei den US Open gibt es alleine für einen Drittrundeneinzug 20.000 US-Dollar mehr zu holen.

"Wir haben zu viele hochrangige Turniere auf der Tour", sagte Worcester. "Die Verzicht-Regel ist viel zu locker angelegt. Spielerinnen sollten auf internationalem Level nur in sehr diskreten Situationen zurückziehen dürfen, für alle Top-10-Spielerinnen ist das derzeit zu leicht."

Neben den vier Grand Slams beinhaltet die WTA-Tour vier Pflicht-Events, sogenannte Premier Mandatories: Indian Wells, Miami, Madrid und Peking. Zudem müssen alle Akteurinnen bei vier der Premier 5 Turniere aufschlagen. Diese finden in Doha, Rom, Wuhan, Montreal und Cincinnati statt.

Zu guter letzt ist die Teilnahme an zwei der zwölf Premier Events, zu denen auch New Haven zählt, verpflichtend.

"Es ist enttäuschend, wenn Absagen passieren", teilte die WTA in einem Statement mit. "Wir sind uns sicher, dass unser Kalender es den Spielerinnen ermöglicht, einen Turnierplan zu konstruieren, der ihren individuellen Zielen entspricht und dennoch für ein spannendes Produkt bei unseren Fans sorgt."

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