Barthel nach Sieg über Titelverteidigerin Babos im Budapest-Viertelfinale

Von tennisnet/SID
Donnerstag, 22.02.2018 | 19:27 Uhr
Mona Barthel bleibt in Budapest erfolgreich
© getty

Mona Barthel (27) ist beim WTA-Turnier in Budapest durch einen Sieg über die ungarische Titelverteidigerin Timea Babos ins Viertelfinale eingezogen und hat ihren Aufschwung nach zuletzt schwierigen Wochen fortgesetzt.

Die Weltranglisten-74. aus Neumünster, die bis dato in diesem Jahr erst zwei Matches gewonnen hatte, setzte sich gegen die Doppelsiegerin der Australian Open 6:4, 4:6, 6:3 durch. Nach 1:52 Stunden verwandelte Barthel ihren zweiten Matchball. Lokalmatadorin Babos (WTA-Nr. 35) hatte am Vortag Tatjana Maria (Bad Saulgau) glatt mit 6:1, 6:0 bezwungen.

In der Runde der besten Acht trifft Barthel am Freitag auf die belgische Qualifikantin Ysaline Bonaventure. Zuletzt hatte die Fed-Cup-Spielerin im Mai 2017 in einem Viertelfinale gestanden - damals hatte sie das WTA-Turnier in Prag gewonnen. Beim mit 250.000 Dollar dotierten Hallenturnier in der ungarischen Hauptstadt waren auch Sabine Lisicki (Berlin), Carina Witthöft (Hamburg) sowie Antonia Lottner (Düsseldorf) am Start, scheiterten jedoch spätestens im Achtelfinale.

Barthel orientiert sich an der Konkurrenz: "Wozniacki ist mental sehr tough"

Barthel hatte in der vergangenen Woche in Doha im tennisnet-Interview über ihre schwierigen Monate gesagt: "Ich habe bereits im letzten Jahr angefangen, mit einem Mentalcoach zu arbeiten. Und weil ich auch Selbstverantwortung übernehmen wollte, habe ich mir Bücher zum Thema gekauft. Darin ging es nicht nur um Sport, denn das normale Leben ist manchmal dem Tennissport sehr ähnlich. Das lässt sich ganz gut übertragen, denn vom Prinzip her geht es ja immer um die gleichen Dinge." Sie habe sehen wollen, wo das Problem liege, "und wie ich es rational angehen kann. Es gehört ja eigentlich zu meinen Stärken, logisch zu denken", meinte die Einser-Abiturientin, die von Christopher Kas gecoacht wird.

Barthel schaut auch auf die Konkurrenz, wenn es darum geht, sich weiterzuentwickeln. "Ich habe mir auch aufgeschrieben, wie mein Spiel aussehen soll und mich mit anderen Spielerinnen verglichen. Da fragt man sich: Wo fehlt es bei mir noch, woran muss ich jetzt noch arbeiten?" Beim Service sei sie ein großer Fan der Pliskova-Zwillinge. "Mental gefällt mir Caroline Wozniacki, weil ich finde, dass sie sehr tough ist. Aber gleichzeitig sieht man ihr an, dass sie Spaß hat auf dem Platz. Caro gelingt diese Balance sehr gut", erklärte Barthel.

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