Tennis

Laureus World Sports Awards 2018: Serena Williams und Roger Federer ausgezeichnet

SID
Serena Williams ist bereits zum vierten Mal Weltsportlerin des Jahres.

Serena Williams ist bei den Laureus World Sports Awards in Monaco zum vierten Mal als Weltsportlerin des Jahres ausgezeichnet worden. Roger Federer hat indessen bei den Herren zum fünften Mal die begehrte Auszeichnung als Weltsportler des Jahres erhalten und ist zum Rekordhalter in dieser Kategorie aufgestiegen.

Die 36-Jährige Williams, die 2017 aufgrund ihrer Schwangerschaft fast die komplette Saison verpasst hatte, setzte sich in der Wahl gegen Allyson Felix (Leichtathletik), Katie Ledecky (Schwimmen), Mikaela Shiffrin (Ski alpin/alle USA), Caster Semenya (Südafrika/Leichtathletik) und Garbine Muguruza (Spanien/Tennis) durch.

Williams hatte im Januar vergangenen Jahres bei den Australian Open durch den Gewinn ihres insgesamt 23. Major-Titels einen Rekord aufgestellt und damit die deutsche Ikone Steffi Graf überflügelt - in ihrer bereits achten Schwangerschaftwoche. Ihre Tochter Alexis Olympia jr. kam am 1. September 2017 zur Welt. Bereits 2003, 2010 und 2016 hatte Williams die Laureus-Auszeichnung erhalten.

Im vergangenen Jahr gewann Kunstturn-Olympiasiegerin Simone Biles (USA). Damals war auch Angelique Kerber (Kiel) nominiert, Deutschlands beste Tennisspielerin ging aber leer aus. Dieses Mal gehörte keine Deutsche zum Kreis der Kandidatinnen.

Laureus Awards: Roger Federer mit Comeback des Jahres

Der ebenfalls 36-jährige Federer, der seit dem 19. Februar wieder als Nummer eins der Welt geführt wird, hatte den "Sport-Oscar" bereits von 2005 bis 2008 gewonnen. "Es ist ein absolutes Privileg, diese Auszeichnung zu erhalten. Das bedeutet mir sehr viel. Es ist eine große Ehre", sagte der Eidgenosse.

Federer, der im Gala-Verlauf auch schon in der Kategorie Comeback geehrt worden war, nahm die Trophäe im festlichen "Salle des Etoiles" (Sternensaal) persönlich in Gegenwart von Fürst Albert von Monaco entgegen. Den Award für den Rückkehrer des Jahres überreichte Boris Becker.

Der Grand-Slam-Rekordsieger hatte sich in der Wahl zum Weltsportler gegen seinen Rivalen Rafael Nadal (Spanien), Weltfußballer Cristiano Ronaldo (Portugal), Formel-1-Champion Lewis Hamilton, Leichtathlet Mo Farah und den viermaligen Tour-de-France-Sieger Chris Froome (alle Großbritannien) durchgesetzt.

Deutsche Sportler waren nicht nominiert. 2002 und 2004 hatte Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher die Trophäe erhalten, sein späterer WM-Nachfolger Sebastian Vettel gewann 2014.

Die Laureus World Sport Awards werden seit 2000 vergeben. Die gemeinnützige Laureus-Stiftung, die sich weltweit mit verschiedenen Sport-Projekten für benachteiligte Kinder einsetzt, zeichnet dabei Sportler und Sportlerinnen in acht Kategorien für ihre Leistungen im zurückliegenden Kalenderjahr aus. Auf Vorschlag von rund 2000 Journalisten werden die Gewinner von einer Jury der Stiftung bestimmt.

Als Mannschaft des Jahres ehrte die Jury Formel-1-Konstrukteursweltmeister Mercedes. In der Kategorie Behindertensportler des Jahres wurde der Schweizer Rollstuhlrennfahrer Marcel Hug ausgezeichnet.

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