Ashleigh Barty mit dem Potenzial zur Nummer 1

Von tennisnet
Donnerstag, 28.12.2017 | 13:55 Uhr
Ashleigh Barty war die beste australische Spielerin 2017
© Jürgen Hasenkopf

John Newcombe erkennt eine Gewinnerin, wenn er sie sieht. So wie seine australische Landsfrau Ashleigh Barty.

Ashleigh Barty ist eine außergewöhnliche Tennisspielerin. Dies betrifft sowohl ihren Stil auf dem Court - nur ganz wenige Damen zeigen ähnlich viel Variationen und Offensive wie die 21-jährige Australierin. Und da wäre noch der mehrmonatige Pause, die Barty nach ihrem durchaus erfolgreichen Einstieg ins Profitennis genommen hat - und aus der sie tatsächlich gestärkt zurückgekommen ist.

So stark, dass Barty 2017 in Malaysia ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour gewonnen hat. Und in Wuhan knapp davor war, eine Premier-5-Veranstaltung für sich zu entscheiden. Der Lohn dafür? Platz 17 in der WTA-Weltrangliste, mithin die beste aktuelle Position einer Australierin.

Geht es nach John Newcombe, einem der legendären Landsmänner Bartys, dann muss und wird dies noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Wenn man Ashleigh Barty beim Spielen zusehe, so Newcombe gegenüber der Australian Associated Press, dann bekomme man das Gefühl, dass sie nur die Spitze des Eisbergs ihres Könnens berühre. Passend zum hohen Lob des Altmeisters war Barty vor kurzem auch als beste Spielerin des Landes mit der Newcombe-Medaille ausgezeichnet.

Großes Potenzial, harte Arbeit

"Sie hat ein Spiel für alle Beläge und wenn sie noch ein paar wichtige Komponenten dazu fügt, kann Ashleigh die Nummer eins der Welt werden", so Newcombe. Aber man solle auch nichts überstürzen. "Wenn die Leute zu voreilig sind, dann erzeugt das nur Druck auf die Athleten. Mein Ratschlag wäre, dass sie alle notwendigen Puzzleteile zusammenstellt und an ihren Schwächen arbeitet."

In Eile sieht der australische Veteran den Vorstoss von Barty an die Weltspitze indes nicht. "Es könnte noch zwei Jahre dauern, aber auch schneller passieren", so Newcombe. "Ich glaube nur nicht, dass es sofort passiert." Das Potenzial sei auf jeden Fall da, aber: "Es könnte unglaublich harte Arbeit verlangen."

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