Tennis

Barbara Rittner: „Wollen noch individueller fördern“

Von Presseaussendung
Barbara Rittner
© getty

Seit fünf Jahren bilden die besten weiblichen Nachwuchsspielerinnen das Porsche Talent Team. Im Interview zieht "Head of Women's Tennis" Barbara Rittner Zwischenbilanz. Sie berichtet, welche jungen Damen 2018 speziell gefördert werden und erklärt die Einführung des Porsche Junior Teams.

Frau Rittner, vor gut fünf Jahren wurde das Porsche Talent Team gegründet, eine Gruppe von jungen Nachwuchsspielerinnen, die durch den Deutschen Tennis Bund und das Engagement seines Premium-Partners Porsche speziell gefördert werden. Wie fällt Ihre Bilanz nach einem halben Jahrzehnt aus?

Die Zusammenarbeit mit Porsche im Allgemeinen und die Gründung des Porsche Talent Teams im Speziellen sind eine großartige Erfolgsgeschichte. Mit der Einführung des Nachwuchsteams konnten wir damals beginnen, die besten weiblichen Talente viel individueller zu fördern, sie enger an die Hand zu nehmen, Trainingsmaßnahmen großzügiger zu bezuschussen und eine intensivere Bindung zum DTB herzustellen. Es gibt eine Reihe von Spielerinnen, die sich aus dem Porsche Talent Team heraus hervorragend entwickelt haben. Allen voran natürlich Carina Witthöft, die 2012 zum Gründungsteam gehörte, nun in diesem Jahr ihre beste Saison auf der WTA-Tour gespielt hat und unter den Top 50 steht. Aber auch Anna-Lena Friedsam oder Annika Beck waren von der ersten Stunde an dabei und konnten sich in den Jahren danach auf der WTA-Tour etablieren.

Welche Spielerinnen gehören ab der Saison 2018 zum Porsche Talent Team?

Der Kern des Teams aus dem vergangenen Jahr bleibt bestehen. Dazu gehören Antonia Lottner (21), die bereits seit der Gründung vor fünf Jahren von uns gefördert wird, Katharina Gerlach (19), Lena Rüffer (19) und Katharina Hobgarski (20). Neu im Team sind ab der kommenden Saison Jule Niemeier (18) und Anna Gabric (19). Mit diesen sechs Mädels haben wir eine Gruppe talentierter Spielerinnen, die alle über das Potential verfügen, um den Sprung unter die besten 100 der Welt zu schaffen.

Was hat den Ausschlag gegeben, mit Niemeier und Gabric zwei neue Spielerinnen in die intensiven Fördermaßnahmen zu integrieren?

Jule hat 2017 über konstant gute Ergebnisse, vor allem bei großen internationalen Jugendturnieren, auf sich aufmerksam gemacht. Ende des Jahres spielte sie ihre ersten ITF-Profiturniere, konnte sich dort für die Hauptfelder qualifizieren. Sie hat ein Spiel mit schnellen Schlägen und einem guten Aufschlag, damit kann sie sich auf der Damentour langfristig durchsetzen. Sie hat sich die Berufung ins Porsche Talent Team durch ihre positive Entwicklung verdient. Das gilt auch für Anna. Wir beobachten sie schon länger und ich treffe sie regelmäßig im DTB-Bundesstützpunkt in Stuttgart. Leider laboriert sie seit August an einer Knieverletzung. Ich hoffe, dass sie 2018 gesund und fit angreifen kann.

Welche Unterstützung erhalten die Spielerinnen des Porsche Talent Teams?

Wir garantieren ihnen eine enge Betreuung, zum einen im Training, aber auch bei Turnieren. Zudem werden die Spielerinnen mit besonderen Maßnahmen gefördert: zum Beispiel durch eine umfangreiche Bezuschussung der Heimtrainer, zusätzliche Einheiten mit Konditionscoaches, individuelle Trainingspläne unseres Fed Cup-Fitnesscoaches Mike Diehl oder finanzielle Unterstützung für die Zusammenarbeit mit Mentaltrainern. Damit entlasten wir natürlich die Familien und nehmen den Mädels einen gewissen Druck. Regelmäßige Lehrgänge und eine sehr intensive Betreuung durch die DTB-Bundestrainer Jasmin Wöhr, Ute Strakerjahn oder Dirk Dier sind ebenfalls wichtige Leistungen. Letztlich stehen wir alle als Trainerteam den Spielerinnen mit Rat und Tat zur Seite.

Ab 2018 wird zusätzlich ein Porsche Junior Team für jüngere Talente eingeführt. Von welchen Fördermaßnahmen profitieren die Mädchen?

Wir wollen in diesem Team junge Mädels der Jahrgänge 2002, 2003 und 2004 unterstützen. Dazu gehören zum Start Luisa Meyer auf der Heide (15), Mara Guth (14), Julia Middendorf (14), Mina Hodzic (15), Amelie-Christin Janßen (14), Nastasja Schunk (14), Sarah Müller (13), Mia Mack (13) und Joelle Steur (13). Im Fokus stehen werden vor allem Lehrgänge, zu denen wir die Spielerinnen einladen, insbesondere in den Schulferien. Wir wollen auch diese Jahrgänge bereits individueller fördern, ihnen zuhause bessere Trainingsbedingungen und eine intensivere Betreuung ermöglichen. In einzelnen Fällen übernehmen wir auch Teile der Kosten für Fernschulen.

Vor wenigen Wochen wurde die Vertragsverlängerung zwischen dem DTB und der Porsche AG bekanntgegeben. Der Automobilhersteller bleibt weitere drei Jahre Premium-Sponsor des Dachverbandes. Was zeichnet die Zusammenarbeit aus?

Abgesehen davon, dass das finanzielle Engagement von Porsche für den DTB natürlich enorm wertvoll ist, ist Porsche auch vom Image her der perfekte Partner. Sie haben in ihrer Führungsetage einige aktive und begeisterte Tennisspieler, vor allem sind sie durch den Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart in der internationalen Damentennis-Szene seit Jahrzehnten fest verwurzelt. Das Unternehmen steht hinter unserem Sport - das ist wahnsinnig wichtig.

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