WTA Elite Trophy Zhuhai: Julia Görges vorm letzten Gruppenspiel

Julia Görges gegen angeknockte Kiki

Freitag, 03.11.2017 | 08:00 Uhr
Julia Görges
© Twitter / @juliagoerges

Ein Sieg im letzten Gruppenspiel und Julia Görges steht sicher im Halbfinale der WTA Elite Trophy. Die Gegnerin scheint aktuell machbar - und kann deshalb sehr gefährlich werden.

Julia Görges fühlt sich wohl in Zhuhai. Man kann zu keinem anderen Eindruck gelangen, wenn man ihrem Twitterprofil folgt und die aktuell beste deutsche Tennisspielerin bei der Player's Party oder beim Ausflug zur Fisher Lady Statue begleitet. Dass "Jule" gestern noch ihren 29. Geburtstag am spielfreien Tag feierte - ein gratis Zusatz.

Tennismäßig konnte es für die Akteurin aus dem Porsche Team Deutschland zuletzt kaum besser laufen: Der Turniersieg in Moskau war das Sahnehäubchen auf einer Traumsaison, in der bis dato einzig der letzten Schritt gefehlt hatte, nach Finaleinzügen auf Mallorca, in Bukarest und Washington. Aktuell steht Görges auf Rang 18 der Welt, so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr; 2012 hatte sie mit Platz 15 ihr bislang bestes Ranking erreicht. Auch wenn die Deutsche auf den Weltranglistenplatz nichts gibt. "Ich möchte mich als Spielerin weiterentwickeln", sagt sie immer wieder. Verantwortlich für Görges' Höhenflug: ihr neues Team, mit dem sie seit zwei Jahren zusammenarbeitet, Trainer Michael Geserer und Physio Florian Zitzelsberger, dank dem sie endlich schmerzfrei spielt.

Mladenovic in der Krise

Für Gegnerin Kiki Mladenovic könnte es zuletzt hingegen kaum schlechter laufen. Mladenovic legte einen tollen Saisonstart hin, mit dem Premierenturniersieg in St. Petersburg sowie Finals in Acapulco, Madrid und Stuttgart sowie dem Viertelfinale bei den French Open. In Wimbledon verletzte sich die Französin am Knie, sie verlor ihr Momentum, wie sie sagte.

Zuletzt verlor Mladenovic elf Matches am Stück, ihr Auftaktspiel in Zhuhai gegen Magdalena Rybarikova allerdings nur äußerst knapp im Tiebreak des dritten Satzes, nach hartem Kampf mit Abwehr von sechs Matchbällen. Das Absurde an Mladenovics Antilauf: Sie steht in der Weltrangliste so hoch wie nie und zog vor einer Woche erstmals in die Top Ten der Welt ein.

Satzgewinn reicht

Im direkten Vergleich zwischen Görges und Mladenovic steht es aktuell 1:1. Mladenovic gewann 2013 in Paris (im dritten Satz im Tiebreak), Görges siegte in diesem Jahr in Rom in zwei engen Sätzen.

Der aktuelle Stand in Zhuhai: Gruppenkollegin Rybarikova ist bereits raus. Gewinnt Görges gegen Mladenovic, steht sie im Halbfinale, auch ein Satzgewinn würde ihr reichen. Gewinnt Mladenovic in zwei Durchgängen, ist sie weiter.

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