Plötzlich Favoritin

Donnerstag, 19.10.2017 | 10:19 Uhr
Julia Görges, einzig verbliebene gesetzte Spielerin
© getty

Julia Görges hat sich in Moskau bis jetzt makellos gezeigt. Im Viertelfinale wartet nun aber eine Frau, mit der die deutsche Nummer zwei in der Vergangenheit Probleme gehabt hat.

Lesia Tsurenko hat ihre US-amerikanischen Festspiele in der zweiten Runde des Kremlin Cup in Moskau fortgesetzt, nach Christian McHale auch Coco Vandeweghe in verschiedene Richtungen verabschiedet - McHale eher in Richtung nach Hause in die USA, Vandeweghe, in diesem Jahr schon Halbfinalistin bei den Australian Open und vor wenigen Wochen auch beim Heim-Grand-Slam in New York, wird sich nach Zhuhai aufmachen. Die WTA Elite Trophy wird dort nach dem Saisonfinale in Singapur ausgetragen, zwölf Damen spielen dann um den wirklich letzten halbgroßen Titel des Jahres.

Vielleicht auch Julia Görges, die im Viertelfinale von Moskau nun auf Tsurenko treffen wird. Die beiden Kontrahentinnen kennen sich gut, Freud und Leid lagen 2017 aus Sicht von Görges zeitlich recht knapp beinander. In Stuttgart reüssierte die Deutsche im Fed Cup gegen Tsurenko wie auch gegen deren Landsfrau Elina Svitolina. In Wimbledon hätte es für Görges durchaus ein Da Capo geben können, es gewann indes Tsurenko. Die Begegnung in Acapulco, ebenfalls 2017, fällt aus der Wertung, Julia Görges musste Anfang des zweiten Satzes aufgeben.

Alle raus

Sie ist in Moskau bis jetzt makellos zu Werke gegangen, Görges hat Yulia Putintseva recht locker weggespielt. Auf dem Court 1, wo die Partie gegen Tsurenko nicht vor 15:30 Uhr deutscher Zeit angesetzt ist. Der zweitgrößte Platz des Turniers verfügt nicht über den Luxus des Hawk Eyes, Tsurenko ist dies im Match gegen McHale zugute gekommen, sie profitierte von einer hanebüchenen Entscheidung der Linienrichter, die der US-Amerikanerin einen Satzball verwehrten.

Beinahe alle Gesetzten haben sich aus dem Tableau schon entfernt, Julia Görges als Nummer sieben ist da nach dem Ausscheiden von Elena Vesnina am Mittwochabend die einzige Ausnahme. Und mithin beinahe sogar Favoritin auf den größten Titel seit ihrem Triumph in Stuttgart 2011. Wäre da nicht die noch negative Bilanz gegen Lesia Tsurenko.

Hier das Einzel-Tableau der Damen in Moskau

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