Tennis

Auszeichnungen für Muguruza und Co.

Von Maximilian Kisanyik
Garbine Muguruza
© getty

Im Rahmen der WTA-Finals in Singapur sind die jährlichen Awards in verschiedenen Kategorien vergeben worden - auch Angelique Kerber wurde geehrt.

Die WTA-Awards sind vergeben worden und eine Spanierin darf sich ganz besonders freuen: Wimbledon-Champion Garbine Muguruza wurde zur WTA-Spielerin des Jahres gewählt. Für die Wahl der 22-Jährigen sprechen historische Fakten. Nach den US Open wurde Muguruza die Nummer eins der Welt; die erste Spanierin seit Arantxa Sánchez-Vicario 1995.

Neben ihrem zweiten Grand-Slam-Titel in London, den ersten holte sie sich bei den French Open 2016, gelang Muguruza ein weiteres Kunststück: Sie ist die bislang einzige Spielerin, die beide Williams-Schwestern in einem Major-Finale besiegen konnte - Venus in Wimbledon, Serena in Paris ein Jahr zuvor.

Zudem gesellen sich Halbfinalteilnahmen im Jahr 2017 in Brisbane, Rom, Birmingham und Tokio, sowie der Titel in Cincinnati.

Zwei Awards für Amerikanerinnen

Als die Spielerin mit dem größten Comeback wurde die US-Amerikanerin Sloane Stephens ausgezeichnet. Im Januar 2017 unterzog sich die 24-Jährige einer Operation am linken Fuß, um nur knapp acht Monate später die US Open zu gewinnen. Noch keine Spielerin gewann jemals den Titel in New York mit einem Ranking von 83 oder schlechter.

Ein weiterer Award an eine Amerikanerin ging an die erst 18-jährige Catherine "Cici" Bellis. Passend zu ihrem Alter und ihrer Weltranglistenposition 44 wurde Bellis mit der Auszeichnung "Newcomerin des Jahres" ausgezeichnet. Dabei startete die junge Dame aus San Francisco das Jahr von Position 90 und spielte sich mit Halbfinals auf Mallorca und in Birmingham nach oben.

Bei den WTA-Awards darf natürlich ein Name nicht fehlen: French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko wurde als die Spielerin mit der größten Entwicklung ausgezeichnet. Die Lettin verbesserte sich in diesem Jahr von Platz 44 auf Rang sieben der Weltrangliste und sicherte sich die erste Teilnahme an den WTA-Finals in Singapur. Dazu ist sie eine von acht Spielerinnen, die mindestens zwei Turniere im Kalenderjahr gewinnen konnte - zum Coup in Paris gesellte sich der Triumph in Seoul.

Engagement-Award für Kerber

Auch eine Deutsche wurde von der WTA ausgezeichnet. Angelique Kerber wurde mit dem "Jerry Diamond Aces Award" geehrt. Diese Auszeichnung erhält die Spielerin, die sich vorbildlich für die Verbreitung der Sportart und dessen Außendarstellung einsetzt. Dazu gehört auch ein reges Engagement im Charity-Bereich. Unter anderem besuchte Kerber Kinderkliniken und unterstützte soziale Projekte.

Als das Doppel des Jahres wurden Martina Hingis mit ihrer Partnerin Chan Yung-Jan geehrt. Die Titel in Indian Wells, Madrid, Rom, Mallorca, Eastbourne, Cincinnati, Wuhan, Peking und der Grand-Slam-Titel bei den US Open sprechen eine deutliche Sprache für die Entscheidung der WTA. Dabei erreichte das Schweiz-China-Doppel bei jeder Turnierteilnahme mindestens das Viertelfinale und sicherte sich eine 9:0-Finalbilanz.

Die Partien der WTA-Fianals in Singapur

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