Maria Sharapova lässt sich vom Hype um das Match gegen Eugenie Bouchard nicht anstecken

"Mein Tennis spricht für sich selbst"

Montag, 08.05.2017 | 13:15 Uhr
Maria Sharapova
© getty
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Das Zweirunden-Match in Madrid zwischen Maria Sharapova gegen Eugenie Bouchard am Montagabend (ab 20 Uhr, live auf DAZN) ist das Spiel des Tages - vor allem aufgrund seiner Vorgeschichte.

"Ich finde, das ist falsch. Sie ist eine Betrügerin, und ich denke, dass es keiner Betrügerin in irgendeinem Sport wieder erlaubt sein sollte, ihn auszuüben. Das ist den Spielerinnen gegenüber unfair, die es auf richtigem Wege tun. Von Seiten der WTA gibt das die falsche Message aus: Betrüge - und wir heißen dich mit offenen Armen wieder Willkommen. Sie ist niemand, zu dem ich weiterhin aufschaue, das hat für mich alles etwas kaputtgemacht." Eugenie Bouchard hat eine klare Meinung zum strittigen Thema Maria Sharapova, die sie in der vergangenen Woche auch äußerte.

Bouchard auf der Suche nach Konstanz

Sharapovas Comeback hingegen läuft, und das erfolgreich. Nach dem Halbfinale beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart und Siegen über Roberta Vinci, Ekaterina Makarova und Anett Kontaveit sowie nun in Madrid in Runde eins gegen Mirjana Lucic-Baroni hat sich "MaSha" direkt wieder den Respekt der Kolleginnen eingeholt, zumindest auf sportlicher Ebene. In Runde zwei wartet nun eben Eugenie Bouchard, bei der man nicht so recht weiß, wie man die sportliche Lage beschreiben kann. Ist es auch eine Art Comeback - infolge ihres Absturzes im Ranking nach ihrem sensationellen Jahr 2014?

Die Kanadierin startete eigentlich gut in die aktuelle Saison: Halbfinale Sydney, dritte Runde Melbourne, dort eine knappe Niederlage gegen die spätere Halbfinalistin CoCo Vandeweghe. Danach setzte es fünf Niederlagen, ein ITF-Intermezzo in Indian Harbour Beach endete mit einem 0:6, 3:6 im Viertelfinale gegen Victoria Duval, es folgte ein 0:6, 4:6 gegen Jana Cepelova in Istanbul.

"Ich habe diese Entscheidung entgegen der Meinung meiner Trainer getroffen", erklärte Bouchard ihren Ausflug auf ITF-Ebene. "Ich habe mir gesagt: Schau, du gewinnst kein Match auf WTA-Level, das ist deine Bestrafung, du gehst runter zu den ITFs. Dort habe ich nicht mal das Turnier gewonnen, aber das war okay." Es sei ein Augenöffner gewesen, eine Art Reality-Check. "Es war gut, aber wenn das Ergebnis nicht großartig war."

Der Start in Madrid hingegen konnte sich sehen lassen: Bouchard kämpfte Alizé Cornet in drei Durchgängen nieder, durchaus im Bewusstsein, auf wen sie danach treffen könnte. "Ich hoffe, es wird Maria", meinte sie im Anschluss. "Sobald ich auf den Platz trete, wird alles eine Nebenrolle spielen", nahm sie Stellung zu ihren Aussagen und dem Zündstoff vorm Sharapova-Match. "Aber innerlich werde ich wohl ein wenig mehr Motivation haben."

Sharapova sucht die Antwort auf dem Platz

Sharapova indes ließ sich von den Aussagen Bouchard nicht anspitzen, zumindest äußerlich. "Auf diesem Wege erledige ich meinen Job nicht, das habe ich noch nie getan. Ich stehe in der Öffentlichkeit, seitdem ich ein kleines Kind bin. Ich habe viele Dinge gehört. Wenn dich alles beeinflusst, was auf und außerhalb des Platzes passiert, ist das eine ziemliche Herausforderung. Und so denke ich nicht", meinte Sharapova, als sie nach ihrem Sieg über Mirjana Lucic-Baroni auf das Bouchard-Match angesprochen wurde. "Mein Tennis spricht für sich selbst, und darauf konzentriere ich mich."

Sharapova geht ohnehin als Favoritin in das Duell gegen die Kanadierin (ab 20 Uhr, live auf DAZN): Die bisherigen vier Matches gegeneinander entschied sie allesamt für sich; lediglich bei den French Open 2014 gab sie einen Durchgang gegen Bouchard ab.

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