Bacsinszky: "Ich finde es herabsetzend"

Dienstag, 14.03.2017 | 16:21 Uhr
Timea Bacsinszky
© getty

Timea Bacsinzsky gefällt es nicht, dass das äußerliche Erscheinungsbild im Damentennis zunehmend wichtiger wird. Die Schweizerin braucht keine freizügigen Bilder von sich.

Tennis ist ohne jeden Zweifel der populärste Sport der Frauen - und auch mit Abstand der bestbezahlte. Das liegt zum einen an den Leistungen, die die Ladys seit Jahrzehnten bringen, zum anderen aber auch daran, dass sich viele Spielerinnen sehr gut vermarkten und auch vermarkten lassen. Erotik spielt im Damentennis eine extrem wichtige Rolle. Spielerinnen wie Anna Kournikova, Maria Sharapova, Ana Ivanovic und Caroline Wozniacki stiegen auch durch ihre Aktivitäten neben dem Tennisplatz zu Weltstars auf.

"Leute wie Sharapova, Bouchard, Serena Williams, Wozniacki oder früher Ivanovic bringen Publikum und Sponsoren", kommentierte Timea Bacsinszky gegenüber dem Schweizer Tagesanzeiger. Der 27-jährigen Schweizerin gefällt es allerdings nicht, dass das äußere Erscheinungsbild im Damentennis zunehmend wichtiger wird. "Ich finde es herabsetzend, dass es mehr um diese Seite geht, dass wir das Tennis immer mehr durch unsere Körper verkaufen müssen und weniger durch die Qualität des Spiels. Aber die Welt ist eben so."

"Die Leute kommen nicht wegen meines Gesichts oder meines Hinterns"

Bei ihr sei das allerdings nicht der Fall, glaubt die Weltranglisten-16. "Die Leute kommen nicht wegen meines Gesichts oder meines Hinterns zu meinen Spielen. Sondern vielleicht, weil sie mögen, wie ich bin. Das ist gut, das ist meine Linie. Aber ich werde nie vulgäre Bilder veröffentlichen. Das passt nicht zu mir, und dieser Linie bleibe ich treu", erzählte Bacsinszky und spielt damit auf die vielen freizügigen Bilder sowie auf die Social-Media-Aktivitäten von einigen ihrer Kolleginnen an.

Die Schweizerin möchte durch ihre sportlichen Leistungen überzeugen und nicht um jeden Preis Sponsorenverträge an Land ziehen. Trotzdem ist sie ihren Kolleginnen dankbar. "Ich bin natürlich auch froh, dass die anderen dafür sorgen, dass wir mehr Geld verdienen. Dazu sage ich nicht Nein." Freizügige Bilder überlässt Bacsinszky lieber anderen. "Das Publikum will das ja auch - immer mehr."

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