Tennis

Worum geht es eigentlich an diesem Davis-Cup-Wochenende?

Von tennisnet
Mittwoch, 12.09.2018 | 19:26 Uhr
Wo wird Spanien in Hinkunft jubeln?
© getty

Viel steht nicht auf dem Spiel bei den Davis-Cup-Relegationspartien am Wochenende (live auf DAZN). Die Tennisfans können sich dennoch auf attraktive Matches freuen.

Das Ranking-System im Davis Cup ist eine eigene Wissenschaft für sich. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die ITF die jeweils letzten vier Spielzeiten für ihre Charts berücksichtigt, je weiter die Auftritte der National-Teams zurückliegen, umso geringer fällt die Bewertung der historischen Ergebnisse aus.

Siege in der Weltgruppe werden naturgemäß lukrativer belohnt als Erfolge in den unteren Ligen.

Bis zur großen Davis-Cup-Reform, die von der ITF in diesem Sommer beschlossen wurde, hatte die Nationen-Rangliste nur insofern eine Bedeutung, als dass sich die Setzlisten für das jeweils folgende Jahr daran orientiert hatten.

Frankreich, Spanien, Kroatien, USA im Davis Cup 2019 sicher dabei

Ab 2019 nun sollen also 24 Nationen in der ersten Runde des Davis Cups zwölf Plätze für das Finalturnier im Herbst (oder Spätherbst, je nachdem, welchen Termin der Weltverband nun noch aus dem Hut zaubert) ausspielen. Davon befreit sind die vier Halbfinalisten dieses Jahres, mithin also Titelverteidiger Frankreich, Spanien, Kroatien und die USA.

Fix qualifiziert sind die vier ausgeschiedenen Viertelfinalisten aus diesem Jahr: Italien, Deutschland, Kasachstan und Belgien. Die acht Sieger der Relegations-Partien vom kommenden Wochenende werden neben den vier eben genannten Nationen automatisch gesetzt.

Australien als Wild-Card-Kandidat

Aufgefüllt wird das Feld mit den sechs nächstbesten Teams aus der Region Europa/Afrika, und jeweils drei Nationen aus Asien/Ozeanien und Nord-/Mittel-/Südamerika.

Österreich liegt im Moment auf Position 22, kann sich mit einem Sieg gegen Australien also nicht nur direkt qualifizieren, sondern sogar eine Setzung für 2019 erspielen. Dasselbe gilt natürlich auch für Australien. Im Falle des Teams von Lleyton Hewitt darf man allerdings wohl davon ausgehen, dass eine der zwei Wild Cards für die Endrunde bei einer Zielverfehlung zum Auftakt bereit stünde.

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