Tennis

Davis Cup: Ohne Rafa werden die Karten neu gemischt

Von Jens Huiber
Freitag, 14.09.2018 | 09:35 Uhr
Lucas Pouille soll für Yannick Noah die Punkte holen
© getty

Die beiden Halbfinals des Davis Cup 2018 (live auf DAZN) könnten ausgeglichene Angelegenheiten werden. Das liegt vor allem am Fehlen der Nummer eins der Welt.

Yannick Noah ist ein großer Sportsmann. Aber eben auch ein großer Pragmatiker. Und der große Sportsmann ließ nach der Auslosung für das Davis-Cup-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien in Lille Folgendes vernehmen: "Rafa ist einer der besten Spieler aller Zeiten, und das erste, woran wir gedacht haben, als wir gegen Italien gewonnen hatte, war: Wow, wir spielen gegen Rafa im Davis Cup."

Gemeint ist natürlich der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal, der aufgrund einer Knieverletzung nach zwei Sätzen im Halbfinale der US Open verletzt aufgeben musste. Und dem spanischen Team in Lille nicht zur Verfügung steht.

Paire spielt gegen Carreno Busta

Was nun den Pragmatiker in Yannick Noah auf den Plan rief: "Es wird ein hartes Match, ganz eng, jetzt, wo Rafa nicht dabei ist", so der French Open Sieger von 1983. "Wenn man sich die direkten Vergleiche ansieht, dann ist es wirklich eng. Aber wie man weiß, ist der Davis Cup verrückt."

Was Yannick Noah in seiner Not (mit Jo-Wilfried Tsonga und Gael Monfils stehen zwei Spitzenspieler nicht zur Verfügung) dazu bewogen hat, einen Mann zu nominieren, für den Verrücktes ganz normal erscheint: Benoit Paire. Der bekommt es am Freitag (live auf DAZN) mit Pablo Carreno Busta zu tun, während im zweiten Einzel Lucas Pouille und Roberto Bautista Agut antreten.

Cilic für Kroatien gegen Tiafoe

Verletzungsprobleme gibt es auch anderorts, vor allem bei den USA. Die Mannschaft von Jim Courier muss in Zadar gegen Kroatien antreten - und von Haus aus auf John Isner verzichten, der in den kommenden Tagen erstmals Vater wird. Nun hat auch noch Jack Sock abgesagt, seit seinen Erfolgen mit Mike Bryan an eben dessen Seite ein sicherer Kandidat für einen Doppelpunkt.

So bleibt es an Steve Johnson hängen, der sich zuletzt in guter Form gezeigt hat. Auch wenn er bei den US Open gegen Dominic Thiem in Runde zwei nach fünf harten Sätzen verloren hat. Johnson trifft zum Auftakt auf Borna Coric.

Im Anschluss wird der bestklassierte Einzelspieler der Begegnung, Marin Cilic, versuchen, den Kroaten wieder das Feeling von 2016 zu vermitteln. Damals schafften Cilic und Co. den Einzug ins Finale, unterlagen am Ende aber Argentinien. Gegner von Cilic wird Frances Tiafoe sein.

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