Davis Cup: Spanien vor Duell mit Deutschland mit dem Fragezeichen Rafael Nadal

Donnerstag, 05.04.2018 | 08:00 Uhr
Valencia ist bereit
© privat
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Während die deutschen Vorbereitungen auf den Davis-Cup-Clash mit Spanien (Ab Freitag, 11 Uhr, und bis zum 8. April LIVE auf DAZN) komplett nach Plan verlaufen, gibt es auf Seiten der Spanier Rätselraten um die Belastbarkeit von Rafael Nadal.

Von Jens Huiber aus Valencia

Am Mittwochabend hatte sich dann auch der Wind wieder gelegt in Valencia. Das Training zwei Tage vor Beginn des Davis-Cup-Schlagers zwischen Spanien und dem deutschen Team hatte unter den äußeren Bedingungen gelitten, Kapitän Michael Kohlmann zeigte sich dennoch in guter Laune. Kein Wunder: Die deutsche Mannschaft tritt in Gala-Besetzung an, neben den nominierten Spielern rund um die Nummer eins Alexander Zverev ist auch dessen älterer Bruder Mischa zur Vorbereitung nach Spanien gereist.

Boris Becker, der Head of Men´s Tennis im DTB, und Kohlmann stellten sich im Innenhof des Mannschaftshotels den Fragen der Journalisten, der Grundton war vorsichtig optimistisch. Das traditionelle Mannschaftsdinner gibt es seit Beginn dieses Jahres nicht mehr, die deutsche Equipe hat den Mittwochabend dennoch gemeinsam verbracht.

Davis Cup: Nadal noch nicht konstant

Fragen zur Aufstellung ergeben sich eher auf der spanischen denn der deutschen Seite: Zverev und Philipp Kohlschreiber sind für den Freitag gesetzt, im Doppel ist mit keiner anderen Paarung als jener von Jan-Lennard Struff mit Tim Pütz zu rechnen. Die Chancen der Hausherren steigen und fallen mit der Präsenz von Rafael Nadal. Michael Kohlmann hat die Nummer eins der Welt beim Training intensiv beobachtet, die Bandbreite der Leistungen Nadals reichte von gewohnter Stärke auf Sand bis zu leichter Verunsicherung nach der längeren Verletzungspause.

Spielt Nadal beide Einzel, kommt er nur im Doppel zum Einsatz, spart er seine Kräfte für eine entscheidendes Treffen mit Alexander Zverev am Sonntag? Diese Fragen muss Sergi Bruguera, der spanische Teamchef beantworten.

Klarheit wird die Auslosung am heutigen Donnerstag bringen. Angesetzt ist diese im Rathaus von Valencia, nur fünf Gehminuten entfernt von der Stierkampfarena, in der sich die Spieler matchen. Denen im Nachgang zu ihren Partien im Übrigen eine weitere, nicht zu unterschätzende Aufgabe gestellt wird: der Gang zur Pressekonferenz nämlich. Diese findet in einem aufgelassenen Kino statt, gegenüber der Arena. Mit einem großen Fan-Auflauf außerhalb der Arena ist zu rechnen, das Überqueren der Straße allein wird für Nadal, Zverev, und Co. zum Hindernislauf werden.

Davis Cup: Marterer als Option für den Sonntag

Das deutsche Team jedenfalls hat sich in Valencia gut eingelebt, auch Neuling Maximilian Marterer, der erstmals als Spieler nominiert ist. Dass am Freitag mit Zverev und Kohlschreiber zu rechnen ist, weiß der Linkshänder, der an der Tennisbase in Oberhaching trainiert. Am Sonntag aber könnte sich durchaus eine Konstellation ergeben, in der auch Marterer zum Einsatz kommt.

In Australien, zum Auftakt der Davis-Cup-Saison 2018 war das vierte Einzel nach dem Sieg von Alexander Zverev gegen Nick Kyrgios nicht mehr von Bedeutung. Bestritten hätten es aber John Millman und Peter Gojowczyk, zwei Spieler also, die davor zu keinem Einsatz gekommen waren.

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