Tennis

Michael Kohlmann: "Eine Werbung für das bestehende System"

Kohlmann kann wieder mit Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber planen.
© getty

Lediglich Jan-Lennard Struff fehlt. Würde sich auch der Warsteiner an der Tennis Base Oberhaching vorbereiten, Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann hätte exakt jenes Team komplett im Blick, das Deutschland im September 2016 in Berlin den Klassenerhalt gesichert hat.

Daniel Masur trainiert unter Aufsicht von Lars Uebel mit Daniel Brands, der nach einer Stunde einen Platzwechsel vornimmt, sich dem Training mit Florian Mayer widmet, der wiederum von Tobias Summerer gecoacht wird. Ein Team wie in Berlin wird es nicht mehr geben, bekanntermaßen hat Mayer mit dem Kapitel Davis Cup abgeschlossen.

Und: Kohlmann kann wieder mit Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiberplanen, Letzterer hat seine Vorbereitung in Oberhaching begonnen, sich dann in Richtung wärmere Gefilde aufgemacht und der Trainingsgruppe um Dominic Thiemangeschlossen. Zverev wiederum hat auf der DTB-Webseite bekanntgegeben, dass er natürlich Anfang Februar 2017 gegen Belgien in Frankfurt einlaufen werde. Planungssicherheit für Kapitän Kohlmann also, der sich auch einige Tage nach dem Davis-Cup-Endspiel zwischen Kroatien und Argentinien begeistert zeigt.

Kein Systemwechsel

Die Partie habe wieder einmal gezeigt, was den Davis Cup ausmache, erklärte Kohlmann im Gespräch mit sportradio360.de. "Es war eine riesige Werbung für das bestehende System. Ein ganz klares Zeichen dafür auch, das Davis-Cup-Finale nicht an einem neutralen Ort auszutragen." Das aber sei wohl ohnehin nicht mehr ganz oben auf der Prioritätenliste, die Informationsquellen des Bundestrainers sprudeln. Priorität Nummer eins für die Truppe im Süden Münchens: der Trip nach Australien, der, geht es nach Kohlmann, durchaus einige positive Überraschungen bringen könnte. Vor allem in Person Daniel Brands.

"Ich glaube, dass wir eine gute Chance gegen Belgien haben" so Kohlmann angesprochen auf die Erstrunden-Partie gegen die Belgier rund um ihren besten Spieler, David Goffin. "Es wird auf jeden Fall schwierig, aber ich kann mir schon gut vorstellen, dass wir da drei Punkte holen." Zumal sowohl Zverev als auch Kohlschreiber Goffin schon besiegt haben, jeweils in München auf Sand. Zusätzliches Selbstvertrauen dafür gilt es in Australien zu sammeln. Auch für jene deutschen Spieler, die Michael Kohlmann nicht bei jedem Training beobachtet.

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