Donnerstag, 15.12.2016

Porsche Talent Team Deutschland

Irina Cantos Siemers – „Geduld ist die Mutter aller Wissenschaften“

Irina Cantos Siemers vom Porsche Talent Team Deutschland stellt sich den Fragen von tennisnet.com.

Irina Cantos Siemers
© GEPA
Irina Cantos Siemers

Im Porsche Talent Team Deutschland werden seit 2012 mit Erfolg die besten deutschen Nachwuchsspielerinnen gefördert. Das neueste Mitglied ist Irina Cantos Siemers. tennisnet.com stellt die talentierte Dame näher vor.

Irina Cantos Siemers

Geburtsdatum: 2. Januar 2000
Aktuelle Ranglistenposition Juniorinnen: 57
Höchste Ranglistenposition Juniorinnen: 57

Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Ehrgeizig, willensstark, perfektionistisch, emotional.

Wie sieht Ihre Unterstützung im Porsche Talent Team konkret aus?

Ich wurde im vergangenen Jahr mehrmals zu Barbara Rittners Lehrgängen eingeladen, die immer ein Highlight sind. Barbaras persönliche Unterstützung ist für uns alle im Porsche Talent Team Deutschland von unschätzbarem Wert. Man hat mich auch finanziell unterstützt, damit ich in Barcelona trainieren kann. Außerdem habe ich Wildcards für die WTA-Tour erhalten und teilweise Jasmin Wöhr an die Seite gestellt bekommen, die ich übrigens für einen sehr guten Coach halte.

Haben Sie viel Kontakt zu anderen Spielerinnen aus dem Porsche Talent Team?

Ja, wir verstehen uns gut. Ich sehe die beiden Katharinas und Lena oft auf den Lehrgängen im DTB-Bundesstützpunkt in Stuttgart-Stammheim. Ich mag sie sehr gerne und freue mich immer, wenn wir uns treffen. Außerdem ist es angenehm, zusammen zu trainieren.

Was war Ihr bislang schönster Moment in Ihrer Tenniskarriere?

Die Junior US Open 2016! Es war unglaublich, dort spielen zu dürfen und die tolle Atmosphäre direkt zu erleben. Dass ich mich für die Hauptrunde qualifizieren konnte und es bis in die zweite Runde geschafft habe, war einfach nur toll.

Welches ist Ihr Lieblingsturnier in Deutschland? Und warum?

Ich hab nicht so viele Turniere in Deutschland gespielt, aber ich mag das Jugendturnier in Offenbach. Ich fand es dort richtig cool! Erstens habe ich sehr gut gespielt, zweitens ist das Turnier extrem gut organisiert und drittens sind alle Leute dort richtig nett. Das Highlight in Deutschland sind normalerweise die Deutschen Meisterschaften am Jahresende. Dieses Jahr konnte ich dort aber nicht spielen, denn ich bin leider krank geworden. Ich glaube, ich war einfach zu erschöpft von den vier Turnieren vorher in Mexiko und in den USA.

Welche Spielerin ist Ihr Vorbild?

Angelique Kerber. Sie ist anpassungsfähig, hat ein sehr variables Spiel und ist als Linkshänderin für mich das perfekte Vorbild. Ihr Linkshänder-Spiel ist genial, aber ich mag auch ihre Persönlichkeit, wie sie sich auf dem Platz gibt und ihr Auftreten. Ich versuche, mir in jeder Hinsicht etwas von ihr abzugucken und von ihr zu lernen.

Was würden Sie machen, wenn Sie nicht das Ziel Tennisprofi gehabt hätten?

Ich würde Medizin studieren, um Kinderärztin zu werden.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Hoffentlich auf der WTA-Tour und das mit möglichst viel Erfolg. Ich wünsche mir, dass ich dann auf den Turnieren spielen kann, für die ich schon mein ganzes Leben lang arbeite.

Was war der beste Rat, den Sie bislang in Sachen Tennis bekommen haben?

"La paciencia es la madre de las ciencias" - Geduld ist die Mutter aller Wissenschaften. Das sagt mir immer mein Vater. Manchmal möchte man alles schnell und sofort, doch eine Tenniskarriere braucht Zeit und viel Aufbauarbeit. Ohne Geduld und Ausdauer geht da gar nichts.

Wie lenken Sie sich am liebsten von Tennis ab?

Mit fünf Geschwistern, einem Schwager und einer Nichte habe ich eine sehr große Familie, und ich liebe es, Zeit mit meinen Lieben zu verbringen - ich gehe mit meiner Mutter shoppen, spiele mit meiner kleinen Schwester oder mache mit allen gemeinsam schöne Ausflüge. Außerdem backe und koche ich gerne für meine Familie.

Was bedeutet Heimat für Sie?

Heimat ist für mich da, wo meine Familie ist. Im Moment ist es Barcelona. Heimat heißt ein Ort, an dem ich mich wohlfühle und an den ich immer gerne zurückkehre.

Wo reisen Sie am liebsten hin - und weshalb?

Nach Florida. Ich habe dort ein paar Jahre trainiert und liebe Wetter, Land und Leute. Ich spiele für mein Leben gerne dort Turniere.

Was darf nie im Gepäck fehlen?

Tennisschläger?! ;-) Meine zwei Lieblingsbücher und das Buch, das ich jeweils gerade am Lesen bin.

Welche Musik hören Sie gerade?

Ich höre alles gerne, von Reggae über Rap bis zu Indie-Rock.

Welches Buch lesen Sie gerade?

"Mémoires d'une jeune fille" von Simone de Beauvoir.

Ihre Lieblingssendung im Fernsehen?

"Stranger Things" und "How I met your mother".

Welche Sportart außer Tennis interessiert Sie - und welcher Sportler/in?

Ich mag alles: Basketball, Fußball, Radsport, Gymnastik, Leichtathletik, Formel 1...

Bei welchem Sport im Fernsehen schalten Sie ab?

Ich würde bei Sport nie abschalten. Im Gegenteil: Ich würde höchstens noch etwas dazu lernen, wenn ich einen Sport anschaue, den ich nicht so gut kenne.

Was muss man Ihrer Meinung nach mitbringen, um erfolgreich im Tennis zu sein, im Spitzensport generell?

Geduld und Ausdauer, wie ich vorhin schon sagte. Einen starken Willen, gemischt mit Selbstdisziplin und sehr viel Selbstvertrauen. Man darf nie den Glauben an sich und daran verlieren, dass man es schaffen kann, auch wenn es einem streckenweise schwerfällt.

Christian Albrecht Barschel

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Christian Albrecht Barschel

Christian Albrecht Barschel(Redaktion)

Christian Albrecht Barschel, Jahrgang 1980, ist seit 2010 bei tennisnet.com. Schon früh wurde er mit dem Filzballvirus angesteckt. Seine sportliche Heimat ist seit 1989 der Tennisklub Mölln, für den er es dreimal ins Guinness Buch der Rekorde schaffte. Auch wenn er selbst als Konterspieler bekannt ist, bevorzugt er lieber die eleganten Angriffsspielweisen wie die von Stefan Edberg und Roger Federer. Sein Lieblingsturnier sind die Australian Open.

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