ATP Challenger: Sebastian Ofner nach Sieg über Mirza Basic im Halbfinale

Ofner: "Habe seit Mai nicht mehr trainiert"

Von Florian Heer
Freitag, 03.11.2017 | 20:30 Uhr
Ofner spielt in Eckental ein starkes Turnier
© © Florian Heer
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2017 war das Jahr des Sebastian Ofner. Im Januar gestartet auf Platz 288 der ATP-Weltrangliste hat sich der 21-jährige Österreicher innerhalb nur weniger Monate um 150 Positionen verbessert. In dieser Woche spielt er ein starkes Turnier beim Challenger in Eckental.

Ofner gewann seinen fünften Titel auf dem ITF-Pro-Circuit in Antalya, erreichte das erste Halbfinale auf ATP-Challenger-Ebene in Mestre und feierte seine Premiere auf dem heiligen Rasen in Wimbledon, wo er schließlich bis in die dritte Runde des Hauptfeldes vorstieß. Zurück auf Sand, erreichte Ofner noch die Vorschlussrunde beim Heimturnier in Kitzbühel im August.

Im Anschluss standen allerdings nur noch drei Siege auf der Habenseite des #NextGenATP-Spielers. Beim Bauer Watertechnology Cup in Eckental ist Ofner nun zurück in der Erfolgsspur. Im Viertelfinale des mit 43.000 Euro dotierten ATP-Challenger-Events besiegte der Weltranglisten-137. am Freitagnachmittag Mirza Basic aus Bosnien und Herzegowina mit 6:3, 6:4. Tennisnet sprach mit dem jungen Österreicher nach seinem Match.

Tennisnet: Glückwunsch zum Halbfinaleinzug in Eckental! In unter einer Stunde Spielzeit erfolgreich gegen Mirza Basic. Was war der Schlüssel zum Erfolg heute?

Ofner: Ich habe heute sehr gut serviert, solide gespielt und wenig Fehler gemacht. Außerdem hatte ich immer meine Chancen bei seinem Aufschlag. Schließlich konnte ich auch zwei Breakbälle verwerten. Es war eine gute Leistung.

Tennisnet: Das Turnier hier wird auf Teppich ausgetragen. Ein Belag, der auf der Tour bereits Seltenheitscharakter besitzt. Wie fühlt es sich an hier zu spielen?

Ofner: Mein letztes Turnier auf Teppich war auch hier im vorigen Jahr. Von der Bewegung ist es ziemlich ähnlich wie auf einem schnellen Hartcourt. Dies gilt auch für das Spiel von der Grundlinie wenn es in die Rallies geht.

Tennisnet: Du hast dieses Jahr eine unglaubliche Saison gespielt und dich ungefähr 150 Positionen in der Weltrangliste verbessern. Hättest du sowas zu Beginn des Jahres für möglich gehalten?

Ofner: Dass es sich so entwickelt sicher nicht. Mein Ziel war es am Anfang der Saison in die Top-200 zu kommen.

Tennisnet: Die Qualifikation in Wimbledon war bestimmt das absolute Highlight. Jetzt mit etwas Abstand betrachtet, wie war die Erfahrung bei deinem ersten Grand Slam?

Ofner: Im ersten Match der Qualifikation hab ich bei 4-4 einen Breakball abgewehrt und gewinne 10-8 im dritten Satz. Danach hat das Ganze seinen Lauf genommen. Es war eine unglaubliche Erfahrung.

Tennisnet: Nach der Halbfinalteilnahme in Kitzbühel blieben die Erfolge etwas aus. Wo siehst du die Gründe hierfür?

Ofner: Seit Mai, Juni habe ich eigentlich nur Turniere gespielt und nicht mehr trainiert. Das war wohl der ausschlaggebende Punkt. Irgendwann kommt dann der Einbruch und es geht nicht mehr.

Tennisnet: Gibt es bestimmte Baustellen woran ihr im Training arbeitet?

Ofner: Definitiv der Aufschlag. Auch am Volley arbeiten wir viel. Natürlich gilt es auch weiterhin die Grundschläge stabiler zu machen.

Tennisnet: Trainierst du das Netzspiel auch durch Doppelmatches?

Ofner: Ich bin nicht so der Fan vom Doppel, obwohl es bestimmt eine gute Möglichkeit darstellt Volleys zu verbessern. Mir taugt es allerdings nicht so sehr und daher lasse ich das gerne aus. Bei Turnieren spiele ich dann eigentlich ausschließlich an der Seite von jemanden mit dem ich gut befreundet bin. So können wir auch Spaß zusammen haben.

Tennisnet: Wie steht es mit deinen Ambitionen im österreichischen Davis-Cup-Team?

Ofner: Ich denke, dass die Zeit noch früh genug kommen wird. Ob ich jetzt das nächste oder übernächste Mal dabei bin - solange ich weiterhin gut spiele, wird es mit Sicherheit mit einem Einsatz klappen.

Tennisnet: Du wirst nächste Woche noch beim ATP-Challenger in Bratislava dabei sein. Wie sind die Pläne für die Off-season?

Ofner: Zuerst stehen zwei Wochen Urlaub an, um ein wenig runterzukommen und alles Revue passieren zu lassen. Wo das sein wird, ist noch nicht sicher. Danach geht es mit Dominic Thiem und anderen guten Spielern nach Teneriffa zur Saisonvorbereitung. Dominic hat diese Art der Vorbereitung ja schon öfters gemacht. Für mich wird es das erste Mal sein.

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