Lernen von den Champions

Freitag, 04.08.2017 | 10:40 Uhr
Fabio Fognini visiert den zweiten Turniersieg in zwei Wochen an
© Jürgen Hasenkopf

Lediglich der Center Court wird in Kitzbühel am vorletzten Tag bespielt. Es sind insgesamt vier Finalplätze zu vergeben - und die Chancen für die Lokalmatadoren stehen nicht schlecht.

Von Jens Huiber aus Kitzbühel

Wenn man im Tennissport etwas erreichen möchte, sollte man von den Champions lernen. Philipp Oswald etwa ist als Turniersieger von Gstaad nach Kitzbühel gekommen, nach Quito bereits der zweite volle Erfolg des Jahres des Vorarlbergers. Und wie verbringt Oswald seinen freien Donnerstag bei Temperaturen jenseits der 30 Grad? Nicht etwa am Schwarzsee, nein, der 31-Jährige setzt sich auf die Tribüne am Küchenmeister, scoutet seine nächsten Gegner. Die werden Pablo Cuevas und Pedro Duran heißen, gespielt wird am Freitag ab 11 Uhr auf dem Center Court.

Dass selbst Philipp Oswald noch etwas lernt, zeigt sich daran, dass Max Mirnyi, die weißrussische Legende, schon ein paar Minuten vor ihm Platz genommen hat. Gut so. Die beiden treten gemeinsam an.

Eher gegeneinander werden es Fabio Fognini und Philipp Kohlschreiber anlegen, und das nicht vor 13 Uhr. Zum zweiten Mal schon in Kitzbühel, vor zwei Jahren hatte sich der Deutsche auf dem Weg zum Turniersieg im Viertelfinale gegen Fognini durchgesetzt. 5:2 steht es insgesamt für Kohlschreiber, die Tendenz der letzten Tage lässt dennoch ein ausgeglichenes Match erwarten, schließlich hat Fognini zuletzt Gstaad als Sieger verlassen.

Der nächste Österreicher

Gut. War noch was? Nein. Höchstens der nächste Auftritt von Sebastian Ofner, der sich selbst ebenso überrascht wie die Fans zuhause und im Stadion. Wer einen Matchball verwertet, bei dem der Ball zweimal die Netzkante streift, der ist von flatternden Nerven komplett freizusprechen. Aufschlag und Rückhand funktionieren auch ganz gut. Ob das gegen Joao Sousa reichen wird, ist offen. Der Portugiese hat gegen Gerald Melzer im ersten Satz ausführlich geraunzt und dann ein souveränes Comeback abgeliefert. Der Portugiese darf also zum zweiten Mal gegen einen Österreicher ran, zum zweiten Mal wird er froh sein, dass dieser nicht Dominic Thiem heißt. Gegen den besten Spieler des Landes scheint bei bei Sousa eine 1:6-Bilanz auf.

Der Allergrößte ist aber natürlich Julian Knwole: Obwohl er der siegreichen Paarung vom Küchenmeister frühestens im Finale begegnen könnte, gibt auch er sich für ein paar Minuten die kurzen Ballwechsel um die Mittagszeit. Knowle wird mit Partner Matwe Middelkoop den Tag auf dem Center Court beschließen.

Hier der Spielplan in Kitzbühel

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