Mit Mühe ins Achtelfinale

Dienstag, 01.08.2017 | 20:05 Uhr
Gerald Melzer hat den ersten wichtigen Schritt getan

Gerald Melzer steht wie im Vorjahr im Achtelfinale der Generali Open in Kitzbühel. Der Niederösterreicher besiegte zum Auftakt Carlos Berlocq aus Argentinien in drei Sätzen und trifft nun auf Santiago Giraldo.

Von Jens Huiber aus Kitzbühel

Schatten war ein rares Gut am zweiten Tag der Generali Open 2017, Gerald Melzer und dessen Erstrunden-Gegner Carlos Berlocq kamen erst Ende des ersten Satzes in den Genuss der tieferstehenden Sonne, die hinter der VIP-Tribüne verschwand. Melzer hatte den ersten Akt mit 6:4 für sich entschieden, das Match im dunklen Outfit begonnen, später auf wimbledontaugliches Weiß gewechselt.

Das Erreichen des Endspiels von Cortina vergangene Woche hat dem österreichischen Davis-Cup-Spieler ein klein wenig vom Erwartungsdruck genommen, im Vorjahr erreichte Gerald Melzer in Kitzbühel das Halbfinale. Und fand eben dort genügend Chancen vor, den späteren Turniersieger Paolo Lorenzi auch noch in die Schranken zu weisen.

Qualifikant wartet

Im zweiten Satz musste sich Melzer vorerst gegen einen Aufschlagverlust wehren, holte sich dann aber das Service von Berlocq zum 4:3. Im zehnten Spiel führte der Lokalmatador mit 30:0, leistete sich dann drei leichte Fehler, konnte noch einen Breakball abwehren - und musste dennoch den Ausgleich zum 5:5 hinnehmen. Und machte hernach keinen Punkt mehr. Satzausgleich.

Doch Melzer ließ sich nach dem Rückschlag mit dem Sieg vor Augen nicht aus der Ruhe bringen. Im entscheidenden Durchgang spielte er geduldig weiter und breakte Berlocq zweimal, das zweite Mal zum Matchgewinn - 6:4, 5:7, 6:3.

Für Melzer war es erst der sechste Sieg auf ATP-Tour-Level in der laufenden Kampagne, der erste seit dem Erfolg gegen Victor Estrella Burgos Ende Februar in Sao Paolo. Im Achtelfinale wartet auf die aktuelle Nummer 150 der Welt nun der Qualifikant Santiago Giraldo, der sich gegen den früheren Kitzbühel-Sieger Robin Haase durchsetzen konnte.

Im Match davor hatte Tommy Haas seinen Abschied von den Kitzbüheler Fans genommen, zumindest was die Auftritte im Einzel anbelangt. Die langjährige deutsche Nummer eins unterlag seinem Landsmann Jan-Lennard Struff in zwei Sätzen. Im Doppel ist Haas noch mit dem österreichischen Senkrechtstarter Sebastian Ofner vertreten.

Hier das Einzel-Tableau in Kitzbühel

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