Tennis

Seiner Zeit noch immer voraus: Alexander Zverev misst sich mit den Weltbesten

Von tennisnet/SID
Alexander Zverev bleibt in Basel ohne Satzverlust
© getty

Alexander Zverev hat sich zum zweiten Mal nacheinander für das Saisonfinale der acht besten Tennisprofis qualifiziert. Zum prestigeträchtigen Turnier in London reiste der Jungstar jedoch mit Sorgen - anders als zwei favorisierte Veteranen.

 

Eigentlich müsste Alexander Zverev derzeit in Mailand sein, im Kreis seiner Altersgenossen. Er sollte dort für die Zukunft werben, für die Zeit nach den Superstars Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic. Ganz nebenbei sollte er auch um den Titel des weltbesten Nachwuchsprofis spielen. Doch Zverev ist nicht in Mailand, er ist seiner Zeit voraus. Noch immer.

Zum zweiten Mal nacheinander schlägt der gebürtige Hamburger stattdessen beim Saisonfinale in London auf, wo die Besten der Tennistour ab Sonntag ihren Besten küren. Mit 21 Jahren gehört Zverev längst zur Elite seiner Zunft. Auch wenn in dieser Saison nicht alles nach Wunsch verlief und die aufsehenerregenden Niederlagen bei den Grand Slams Zverev ärgern, sagt er: "2018 ist mein bislang bestes Jahr."

Schau jetzt die ATP Finals in Deutschland und sei für nur € 9,99 mit dem Sky Ticket bis Ende Dezember live dabei. Einfach monatlich kündbar.

Zverev wollte zeigen, dass 2017 kein Zufall war

Drei Titel hat Zverev seit Januar gewonnen, darunter auch das ATP-Masters in Madrid. Fünfmal erreichte er bei den prestigeträchtigen Turnieren dieser Kategorie das Halbfinale, die Punkte für London hatte er somit trotz der Enttäuschungen in Melbourne, Wimbledon und New York schnell zusammen. "Ich wollte unbedingt zeigen, dass es kein Zufall war, was ich im Jahr vorher geleistet hatte", sagte er nun im Interview mit Berliner Zeitung und Münchner Merkur. Das ist ihm gelungen.

Erst als dritter Deutscher nach den früheren Champions Boris Becker und Michael Stich nimmt Zverev zum zweiten Mal am Abschlussturnier der acht Jahresbesten teil. Nicolas Kiefer (1999) und Rainer Schüttler (2003) waren nur einmal dabei, erreichten dabei jedoch das Halbfinale. Das wäre für Zverev bereits ein Erfolg, denn auf der Zielgeraden der Saison scheint ihm derzeit erneut die Kraft auszugehen. Bei seiner Premiere 2017 Jahr war Zverev in London in der Vorrunde ausgeschieden.

"Mir geht's gut, aber ich bin wie alle Topspieler müde"

Beim Masters in Paris zwickte zuletzt seine Schulter, die Klatsche (1:6, 2:6) gegen den späteren Sieger Karen Khachanov schmerzte Zverev deswegen kaum. Schlimmer wäre es, wenn ihn die Verletzung auch in London beeinträchtigen sollte, dann würden seine Chancen in der sogenannten Guga-Kuerten-Gruppe rapide sinken. "Mir geht's gut, aber ich bin wie alle Topspieler müde", sagte er unmittelbar vor Turnierstart. Ab Montag trifft Zverev auf John Isner (USA), Marin Cilic (Kroatien) und Top-Favorit Novak Djokovic (Serbien).

Der Weltranglistenerste kommt in Bestform nach London, auch wenn seine Siegesserie im Finale von Paris endete. Djokovic (31) greift nach seinem sechsten Titel, mit dem er den Rekord des Schweizers Roger Federer egalisieren würde. Federer (37) selbst besitzt in Abwesenheit des verletzten Spaniers Rafael Nadal wohl die besten Aussichten, das zu verhindern. Er spielt ab Sonntag in der Lleyton-Hewitt-Gruppe gegen den Südafrikaner Kevin Anderson (Südafrika) sowie Dominic Thiem und Kei Nishikori.

Schau jetzt die ATP Finals in Österreich und sei für nur € 9,99 mit dem Sky Ticket bis Ende Dezember live dabei. Einfach monatlich kündbar.

Zverev, Thiem und Nishikori sind die einzigen "Ü30"-Teilnehmer

Der Österreicher (25) und der Japaner (28) sind neben Zverev die einzigen Spieler in London, die ihren 30. Geburtstag noch vor sich haben. Alleine das verdeutlicht die Entwicklung des gebürtigen Hamburgers in den vergangenen Jahren. Der sogenannten NextGen, die in Mailand ihren Champion ausspielt, ist Zverev frühzeitig entwachsen.

 

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung