Tennis

ATP Wien: Kevin Anderson bezwingt Kei Nishikori im Finale

Von Nikolaus Fink
Turnierdirektor Herwig Straka durfte sich über ein namhaftes Endspiel freuen
© GEPA

Kevin Anderson krönt sich zum Champion des ATP-500-Turniers in Wien. Der Südafrikaner bezwingt Kei Nishikoriin einem über weite Strecken sehr guten Endspiel in zwei engen Sätzen.

Nikolaus Fink berichtet live aus der Wiener Stadthalle

Vor der Begegnung stand es im Head to Head der beiden Akteure 4:2 für Nishikori. Das letzte Duell beim ATP-Turnier in New York konnte allerdings Anderson für sich entscheiden. Die Zuschauer in der gut gefüllten Wiener Stadthalle durften sich dementsprechend nicht nur auf ein Match zwischen zwei absoluten Weltklassespielern freuen, sondern darüber hinaus auf ein äußerst ausgeglichenes.

Von Beginn an zeigten die beiden hervorragendes Tennis, insbesondere Anderson startete ausgezeichnet in die Partie und erspielte sich umgehend eine Breakmöglichkeit. Diese konnte Nishikori aber sehenswert abwehren und mit weiteren guten Punkten kurz darauf zum 1:1 ausgleichen.

Der Japaner schien mit seiner Bespannung etwas unzufrieden zu sein und wechselte daher bereits im vierten Spiel sein Racket - das sollte zunächst noch nicht den gewünschten Effekt bringen. Der Südafrikaner nutzte seine insgesamt sechste Breakmöglichkeit, um nach einem 14 Minuten dauernden Game mit 3:1 in Führung zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits mehr als eine halbe Stunde gespielt.

Nishikori verpasst Chancen aufs Rebreak - Anderson holt Satz eins

Anderson musste erstmals im siebenten Aufschlagspiel um sein Service kämpfen. Nishikori setzte einen Return jedoch ins Netz und ermöglichte dem Weltranglistenachten somit seinen fünften Spielgewinn im ersten Durchgang. Kurze Zeit später hatte der Wimbledon-Finalist erneut Probleme bei eigenem Aufschlag. Nach Abwehr eines Breakballs nutzte der an zwei Gesetzte seinen dritten Satzball dann aber doch zum 6:3.

Der zweite Durchgang begann im Vergleich zu Abschnitt eins um einiges unspektakulärer. Das Niveau war zwar nach wie vor hoch, allerdings brachten sowohl Anderson als auch Nishikori ihre Aufschlagspiele äußerst souverän durch. Einzig der 28-jährige Asiate musste beim Stand von 3:3 ein 0:30 wettmachen.

Anderson vergibt vorentscheidenden Breakball

Anderson hatte auch im zweiten Satz die Nase gefühlt etwas vorne, konnte diese vermeintliche Überlegenheit aber noch nicht aufs Scoreboard bringen. Erneut lag der US-Open-Finalist des Jahres 2014 beim Stand von 4:4 mit 0:30 im Hintertreffen und sah sich diesmal sogar mit einem Breakball konfrontiert. Doch mit einem sensationellen Punktgewinn konnte der 28-Jährige die vermeintliche Vorentscheidung abwenden. Er zwang Anderson somit, gegen den Satzverlust zu servieren.

Der Südafrikaner schaffte das zweimal äußerst souverän und schickte den zweiten Satz so in einen Tiebreak. Dort erwischte Anderson den besseren Start und ging schnell mit 3:0 in Führung. Diesen Vorsprung ließ sich der 32-Jährige nicht mehr nehmen. Nach etwas weniger als zwei Stunden Spielzeit verwandelte er seinen ersten Matchball zum 6:3 und 7:6 (3)-Erfolg.

Anderson bei ATP-Finals dabei

Für Anderson ist es der erste Titel auf ATP-500-Turnierebene. Zudem qualifiziert er sich durch den Triumph in der österreichischen Landeshauptstadt für die ATP-Finals in London. Nishikori hingegen benötigt beim letzten 1000er-Turnier in Paris mindestens einen Halbfinaleinzug, um weiterhin im Rennen um das Jahresabschlussfinale dabei zu sein. Die beiden Finalisten könnten in der kommenden Woche erneut aufeinandertreffen. Dort allerdings bereits im Achtelfinale.

Nishikori meinte bei der Siegerehrung: "Ich habe die Zeit hier wirklich sehr genossen." Und auch der Turniersieger fand nur lobende Worte für Turnierdirektor Herwig Straka und sein Team: "Es ist eine Ehre, hierher zu kommen. Es bedeutet mir sehr viel, in Wien meinen ersten Titel auf 500er-Ebene zu feiern."

Das Einzel-Tableau in Wien

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