Tennis

"Bin absolut dafür": Roberto Bautista Agut findet neues Davis-Cup-Format gut

Von Ulrike Weinrich
Roberto Bautista Agut
© getty

Roberto Bautista Agut muss sich vorkommen, wie das schwarze Schaf der (Tennis-)Familie. Der Spanier macht keinen Hehl daraus, dass er das neue Davis-Cup-Format so richtig gut findet. Und "RBA" begründet dies auch.

Für Yannick Noah ist die Sache klar wie Kloßbrühe. "Wenn diese Leute es im nächsten Jahr auch noch Davis Cup nennen, ist das nichts als eine Lüge. Lassen Sie sich nichts vormachen: Der Wettbewerb ist tot", sagte der charismatische französische Kapitän nach dem letzten Finale seiner Art vor anderthalb Wochen in Lille gegen Kroatien (1:3).

"Dieser Formatwechsel gibt uns drei freie Wochen"

Roberto Bautista Agut indes, der mit Spanien im Halbfinale an Frankreich gescheitert war, sieht die Sache ganz anders. "Es ist wahr, dass der Termin im nächsten Jahr nicht ideal ist, weil er sehr spät in der Saison stattfindet. Aber dieser Formatwechsel gibt uns drei freie Wochen im Jahr, und das gibt uns eine unglaubliche Pause nach den langen Turniertouren, die wir machen", sagte der 30-Jährige im Interview mit Castellon Plaza.

Das Endturnier des "neuen" Davis Cups, genannt World Cup of Tennis, soll Ende November 2019 über knapp eine Woche mit 18 Mannschaften in Madrid ausgetragen werden. Also noch nach den ATP-Finals in London, die bislang den Saisonabschluss bildeten.

Bautista Aguts Argument ist, dass die ursprünglichen Termine der Viertelfinals und Halbfinals im April beziehungsweise September durch den neuen Modus wegfallen.

Kritiker klagen: Seele des Davis Cups wurde verkauft

Trotzdem bleibt die Kritik harsch. Die Seele des Davis Cups, so nennen es viele "Betroffene", sei verkauft worden. Und zwar an ein undurchsichtiges Konsortium namens Kosmos, hinter dem ein japanischer Milliardär und der spanische Fußball-Star Gerard Pique stecken.

Das Unternehmen hatte dem Weltverband ITF für den Davis-Cup-Deal die Zahlung von drei Milliarden US-Dollar in den nächsten 25 Jahren zugesagt. Auch der Fed Cup soll im Zuge dessen umstrukturiert werden. Geplant ist offenbar, den Davis Cup und den Fed Cup parallel an einem Ort stattfinden zu lassen.

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