Tennis

Nach Prügel-Eklat: John Isner steht Coach Justin Gimelstob zur Seite

Von tennisnet
John Isner steht zu Justin Gimelstob
© getty

Die Schlagzeilen um den Isner-Coach Justin Gimelstob werden derzeit von einem Vorwurf der Körperverletzung dominiert. Für Tennis-Ass John Isner kein Grund, um seinem Coach den Rücken zu kehren.

Die anstehende Weihnachtszeit könnte für Isner-Coach Justin Gimelstob unerfreulich verlaufen.

Der 41-Jährige wurde am 21. November festgenommen, weil er - verkleidet als Top-Gun-Pilot - den Kapitalanleger Randall Kaplan im Beisein von dessen Frau und Kindern angegriffen haben soll. "Jemand hat mich von hinten attackiert, auf den Boden geschmissen und vor Zeugen mehr als 50 Mal ins Gesicht und auf den Kopf geschlagen. Während des Angriffs hat er mehrfach 'Ich werde dich verdammt noch mal töten!' geschrien", heißt es in den Gerichtspapieren.

Kaplan ist offenbar ein Freundin von Gimelstobs Frau, mit der er sich ebenso vor Gericht streitet. Aktuell ist Gimelstob dank einer Kaution von 50.000-US-Dollar auf freiem Fuß.

Trotz der Prügel-Affäre steht John Isner seinem Trainer weiterhin zur Seite und von Trennung scheint keine Spur zu sein. "Natürlich ist Justin ein guter Freund von mir, natürlich auch, weil er mein Trainer ist. Ich werde ihm zur Seite stehen und unterstützen, solange sein Schuld nicht bewiesen ist", erklärte Isner bei ESPN.

Gimestob vor Rauswurf, Isner plädiert (noch) dagegen

Gimelstob ist unter anderem Mitglied des ATP-Board, einige Stimmen von außerhalb fordern nun den Verband auf zu handeln. Zum Beispiel schaltete sich Lleyton Hewitt über Twitter ein und erklärte, dass die ATP unter Zugzwang stehe und so etwas als gutes Beispiel nicht dulden dürfe.

Isner sieht den eigenständigen Rückzug seines Coaches als zu früh an und attackiert Ex-Kollege Hewitt: "Ich denke nicht, dass Justin gleich zurücktreten sollte. Wir und auch Hewitt kennen die Faken noch nicht. Hewitt ist selbst in einer Affäre mit James Blake verstrickt gewesen und man hat auch nicht gesagt, dass er seine offizielle Arbeit mit Tennis Australia niederlegen soll. Er ist arrogant!"

Am 12. Dezember soll ein Gericht in den USA über den weiteren Verlauf des Prozesses mit Gimelstob entscheiden.

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