Tennis

Murray, Wawrinka, Azarenka und Co.: Glückt der Turnaround 2019?

Von Ulrike Weinrich
Die Konzentration ist im Tennis wichtig.
© getty

Grand-Slam-Gewinner auf der Jagd: Stan Wawrinka und Andy Murray erlebten in der Saison 2018 etliche Rückschläge. Beide wollen im nächsten Jahr den Turnaround schaffen. Bei den Frauen möchte sich Victoria Azarenka zurück in die Weltspitze spielen.

Andy Murray hat zuletzt wieder seinen ganz eigenen, recht trockenen Humor bewiesen. Der Schotte postete ein Foto, auf dem er neben einem Weihnachtsmann sitzt. Doch Santa Clause unterstellte er, dass er Fake sei, weil er ihn nicht auf seinem Schoß sitzen ließ. So kennt man "Sir Andy" - und viele hoffen, dass sie den 31-Jährigen bald auch wieder in gewohnter Form auf den Courts dieser Welt sehen werden.

Glaubt man dem Buschfunk, dann ist Murray nach den Trainingseinheiten in Miami recht guter Dinge, im neuen Jahr wieder angreifen zu können. Es soll ab und an noch zwicken, aber bei welchem Profi in seinem Alter ist das anders? Hinter dem zweimaligen Wimbledonsieger liegt nach einer Hüftoperation zu Jahresbeginn und einer folgenden Bilanz von 7:5 Siegen in nur sechs Turnieren eine schwierige Spielzeit.

Murray will in Brisbane starten

Als Weltranglisten-259. startet der frühere Branchenführer Murray seine Comeback-Mission. Geplant ist seine Teilnahme am Turnier in Brisbane (ab 31. Dezember), die erste Bewährungsprobe werden die Australian Open (ab 14. Januar) sein, bei denen er zwischen 2010 und 2016 fünfmal im Finale stand.

Zuletzt trainierte Murray auf der Anlage im Crandon Park, dem einstigen Schauplatz der Miami Open, unter anderem mit den Kollegen Fabio Fognini beziehungsweise Fernando Verdasco - und soll dabei eine gute Figur abgegeben haben.

Die tennisnet-Prognose: Murray steigert sich kontinuierlich - mit einem Sprung unter die Top Ten wird es 2019 (noch) nichts!

"Stan the Man" trainierte mit Fitness-Guru Paganini

Das Feld von hinten aufzurollen, das plant auch ein anderer ehemaliger Major-Champion: Stan Wawrinka - und zwar von Platz 66. Nach einem Urlaub mit Freudin Donna Vekic auf den Malediven arbeitete der 33-jährige Schweizer zuletzt mit Pierre Paganini an seiner Fitness. Wohlwissend, dass sein Spiel auf einer starken Physis aufbaut.

Paganini gilt im Circuit als einer der besten Fitmacher und trainiert unter anderem auch Roger Federer. Nach einer Knie-OP fand "Stan the Man" 2018 nie zu alter Stärke zurück. Der dreimalige Major-Champion, einst die Nummer drei der Welt, kam in der vergangenen Saison lediglich auf eine ausgeglichene Matchbilanz (17:17).

Die tennisnet-Prognose: Wawrinka findet zurück zu alter Stärke - und erreicht bei einem Grand-Slam-Turnier das Halbfinale!

Azarenka greift mit Fissette als Coach wieder an

Bei den Damen möchte es Victoria Azarenka noch einmal wissen. Nach einem Sorgerechtsstreit um ihren mittlerweile zweijährigen Sohn Leo und einer monatelangen Zwangspause war die 29-Jährige erst im März 2018 auf die Tour zurückgekehrt.

Zwar erreichte die zweimalige Australian-Open-Siegerin, derzeit Weltranglisten-51., gleich bei ihrem zweiten Turnier in Miami das Halbfinale, doch durchschlagende Erfolge blieben in der Folge aus. Vor allen Dingen bei den Grand-Slam-Events: In Paris scheiterte "Vika" in der ersten Runde, in Wimbledon in der zweiten Runde und in Flushing Meadows in der dritten Runde.

Zurück in die Spur soll Azarenka der ehemalige Kerber-Coach Wim Fissette helfen. Beide trainierten vor ein paar Wochen bereits in der Akademie von Nick Bollettieri in Bradenton/Florida. Der Belgier Fissette hatte die Weißrussin 2015/2016 schon einmal betreut, bis Azarenka wegen ihrer Schwangerschaft pausieren musste.

Die tennisnet-Prognose: Azarenka überrascht bereits in der ersten Jahreshälfte - und steht vor den US Open in den Top Ten!

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